Mein Glaube

Meine Gebetsecke
Am 14. Januar 1960 wurde ich wenige Tagen nach meiner Geburt katholisch getauft. Ich wuchs in einer katholischen Beamtenfamilie auf und durchlief die typische Karriere eines katholischen Jugendlichen. Meine Eltern erzogen mich streng, aber ohne Geist. Ich empfing die Erstkommunion und Firmung und war Messdiener.

Im Zuge der Nach-68iger Zeit geriet ich, wie meine Geschwister, immer mehr im Widerspruch dazu und weigerte mich, den für mich sinnlosen Zwängen auf Dauer unterzuordnen. Dennoch blieb ich immer ein spiritueller Sucher und geriet in unterschiedliche Kreise. Mit meiner Volljährigkeit trat ich aus der Kirche aus.

Erst lange später entschloss ich mich, wieder in die Kirche einzutreten. Mit der Zeit wuchs  bei mir zunehmend der Gedanke, das kann es nicht gewesen sein. Ich entschloss mich, mich intensiver mit dem Glauben auseinanderzusetzen.

Ich begann Bücher von Br. Paulus Terwitte und anderen zu lesen, katholische Fernsehsender wie K-TV oder EWTN zu empfangen, begann mit dem persönlichen Gebet. Unvergessen meine erste Beichte nach vielen Jahren in der Gebetsstätte in Heede. Es war, als wäre ein Stein vom Herzen gefallen,

Der Glaube lebt von der persönlichen Beziehung zu Jesus Christus, dem Sohn Gottes. Durch das Gebet und die Sakramente der Kirche wird der Glaube auf eine viel tiefere Basis gestellt. Die Kirche bietet uns einen wahren Schatz, den wir allerdings heben müssen. Da reicht es nicht aus, dass man einmal getauft wurde. Je mehr man den Glauben praktiziert und vertieft, desto mehr erschließt sich die sprichwörtliche Freude des Glaubens. Dazu muss man allerdings nicht ganz weltabwesend werden.

Die Kunst dabei besteht darin, in der Welt zu sein, ohne den Blick auf Christus zu verlieren. Er muss Mitte und Zentrum im Leben sein. Der Glaube bleibt ein lebenslanger Prozess, in welchem man sich immer wieder neu öffnen muss. Anderen Menschen, in denen Gott uns begegnet.  Die universale katholische Kirche bietet jedem mit seinen vielen Formen an Gemeinschaften ein Zuhause.

Die Spiritualität der Heiligen Maria Faustyna Kowalska, Thomas von Kempen, Franz von Sales und dem Papst Johannes Paul II schätze ich besonders.  Morgens beginne ich nach dem Aufstehen den Tag mit der Laudes. Außerdem gehöre ich den Gebetsgemeinschaften "Lebendiger Rosenkranz" und #twaudes an. Es muss nicht erwähnt werden, dass es für mich selbstverständlich ist, jeden Sonntag die Heilige Messe zu besuchen.