Dienstag, 25. Juni 2019

Katholisch.de greift auf seiner Facebookseite durch

Eine Zeitlang beteiligte ich mich auch gerne mal an Diskussionen zu Beiträgen auf der Facebook-Seite von dem "Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland - katholisch.de". Rau war der Ton oft und die Diskussion entglitt auch das eine oder andere Mal, vielleicht auch von meiner Seite. In letzter Zeit lasse ich dies bleiben. Auf dem Portal tummeln sich allerhand Leute herum, die kaum an einer echten Auseinandersetzung mit dem katholischen Glauben interessiert sind, zum Teil sind regelrechte Hasser des Glaubens und der Tradition dort unterwegs.

Als jemand, der einfach Freude am katholischen Glauben haben möchte, sich gerne mit Gleichgesinnten austauschen möchte, macht es weder Spaß noch Sinn, sich überhaupt noch an den Diskussionen zu beteiligen. Die Online-Redaktion moderierte die Kommentare kaum. Selbst schwere Vorwürfe gegen den Papst oder die Kirche, wurden selten entfernt. Teilweise kam es sogar zu Beleidigungen unter den Nutzern. Ich habe mehrere Nutzer auf Facebook geblockt, von denen ich mich beleidigt oder gemobbt fühlte, weil ich die tradierten Glaubensüberlieferung, wie sie die Kirche im Katechismus lehrt, vertrat. Es ist die einzige Möglichkeit, vor Hatern zu schützen. Nicht wenige Nutzer sollen sich vom katholischen Facebookportal zurückgezogen haben, berichtet katholisch.de.

Leider trägt auch die Art der Berichterstattung des offiziellen Kirchenportals dazu bei, dass solche Streitereien nicht selten ordentlich befeuert werden. Bei dem einen oder anderen Thema habe ich mich gefragt, was dies mit dem Glauben und der Verkündigung der Frohen Botschaft unserer Kirche zu tun haben soll. Dabei gibt es auch so viele lesenswerte Beiträge, zum Beispiel das >Kalenderblatt. Hier gibt es oft sehr nette Beschreibungen von Tagesheiligen oder Festen. Vielleicht sollte man die Lektüre auf Katholisch.de auf diese wertvollen Beiträge beschränken.

Heute kündigt >katholisch.de auf Facebook an, ihr Portal mehr moderieren zu wollen. "Beleidigende" und "denunziatorische" Kommentare sollen ab sofort "radikal gelöscht" werden. Auf diese Weise will die Redaktion wieder ein "angenehmeres und sachlicheres Diskussionsklima" schaffen. Ich wünsche dem Portal dabei viel Glück. Schön wäre es, wenn die Redaktion auch die Art ihrer Berichterstattung reflektieren würde. Weniger provokativ und plakativ, dafür überwiegend auch mit zumindest einem Auge positiv katholisch anstatt kritisch reformerisch sollten die Beiträge sein. Das ist unsere Kirche einem offiziellen Portal wert!