Mittwoch, 7. Februar 2018

Der Karneval und die Fastenbotschaft des Papstes

Im Oldenburger Münsterland ist die Karnevalszeit eigentlich schon vorbei. Aufgrund historischer Ereignisse wurde der Rosenmontag schon diese Woche gefeiert. Die lokale Kirche wollte 1892 dem närrischen >Treiben in der Carnevalshochburg Damme Einhalt gebieten. Heute würde man durchaus sagen, dass es gute Gründe dafür gibt. Karneval ist längst nicht überall lustig. Zum Teil ist es eine reine Saufveranstaltung. Nicht selten wird es zu wild betrieben und der eine oder andere durch den Dreck gezogen. Der Karneval in Lastrup soll aufgrund zahlreicher Beschwerden von Dorfbewohnern aus diesem Grund abgesagt worden sein.

Damals, Ende des 19. Jahrhunders, setzte die lokale Kirchenleitung Non-Stop-Gebetsakton an. Doch ließen sich die Dammer Narren dadurch nicht aufhalten und verlegten ihren Rosenmontag eine Woche früher. Bis heute wird diese Tradition gepflegt, und der Dammer Carneval ist die größte Veranstaltung in der Region. In meinem Ort gibt es nur kleinere Carnevalsveranstaltungen, die eigentlich sehr nett sind und sich im wirklich lustigen Rahmen abspielen.

Diametral dem närrischen Treiben ist die Fastenbotschaft des Papstes gesetzt. In ihr fordert Papst Franziskus zu demütigem Gebet, Almosen und Fasten auf. Sie warnt, sich von rauschenden Festen blenden zu lassen:

"Wie viele Kinder Gottes sind von der Verlockung einer momentanen Befriedigung, die mit Glück verwechselt wird, geblendet! Wie viele Männer und Frauen leben wie betört vom trügerischen Schein des Geldes, das sie in Wirklichkeit zu Sklaven des Profits und niederer Interessen macht! Wie viele leben in der Meinung, sich selbst zu genügen, und werden zum Opfer der Einsamkeit!" (Papst Franziskus)
Der Wortlaut der Fastenbotschaft des Papstes wurde auf >CNA Deutsch veröffentlicht ... 

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