Donnerstag, 27. Dezember 2018

Wer "Satire" als Bosheit entlarvt, kann viele Wutkommentare ernten

Wer trotz aller Skandale und Angriffe es noch wagt, sich zur katholischen Kirche zu bekennen, der braucht ein dickes Fell. Täglich wird seine Kirche beschuldigt, angeklagt und angegriffen. Die ganze Kirche ist mit ihren  antiquierten Wertvorstellungen, besonders in der Ehe- und Sexualmoral, angeblich veraltet, verkommen und unglaubwürdig. Wer die heutige Vorstellung von angeblicher sexueller "Freiheit" infrage stellt, gilt als rückständig und muss den Vorwurf einstecken, dass in der Kirche so viele Kinder missbraucht werden. In den Augen einiger Kirchenhasser ist jeder überzeugte Katholik ein Kinderficker und Frauenvergewaltiger. Vor allem gilt dies für Priester, denn das Zölibat neben der Sexualmoral für den Missbrauch der Kirche verantwortlich gemacht. Ich überspitze das ein wenig, aber so ist die Gemengelage, die im Moment aufgefahren wird.

Nicht wenige Katholiken verweifeln an ihrer Kirche, in der es so sehr Missbrauch gibt, folgt man der Lautstärke des gegenwärtigen Meinungspegels im gegenwärtigen Mainstream. Man ist besser nicht so fromm und distanziert sich lieber von der Kirche. Dabei wird nicht berücksichtigt, dass der überwiegende Teil der Katholiken nie ein Kind missbraucht, der überwiegende Teil der Priester ihr Zölibat nie gebrochen haben. Es gibt kaum ein Tag an dem die katholische Kirche nicht zerrissen wird. Wagt man es, sich gegen diese Meinungsmehrheit zu stellen, dann führt dies zu  Shitstorm.

Dies bekam ich deutlich zu spüren, als ich einen kritischen Tweet zu einem >Zerriss von Kirche, Papst und Glauben des Postillons postete. Zugegeben, mein Post war provokativ. Auf der anderen Seite war er durchaus angebracht. Im angeblich humoristische Beitrag von Postillon, bei dem mir das Lachen im Hals stecken blieb, wurde kritisiert, dass Papst Franziskus auf der einen Seite den Kapitalismus kritisiere, auf der anderen Seite Chef einer Kirche sei, die sich mit Reichtum überhäufe.
Screenshot: Mein Tweet zum Beitrag des
Satiremagazins Postillon über Papst und Kirche.
Inzwischen ist der Tweet wieder gelöscht.

Die Kirche wurde als raffgieriger Konzern mit vielen Finanzskandalen dargestellt. Außerdem mache die Kirche sich durch das Verbot von Kondomen am Tod von Aidskranken mitschuldig. Unzweifelhaft hat die Kirche viel Vermögen, unzweifelhaft gab es auch zweifelhafte Finanztransaktionen der Vatikanbank. Aber die gesamte Kirche als profitgierigen Konzern darzustellen, ist eine Verdrehung der Fakten. Die Kirche hat nicht das Ziel, möglichst viel Profit zu machen. Sie ist übrigens auch eine Organisation, die karitativ enorm viel auf der Welt leistet und das Bildungssystem in vielen Ländern gewährleistet. Gerade Papst Franziskus, der selber auf Pomp so weit es sein Amt zulässt, verzichtet, ist ebenfalls eine Lüge. Der katholischen Kirche Mitschuld an der Verbreitung von Aids zu geben, ist ungerecht. Das Verbot von Verhütungsmitteln für gläubige Katholiken kann nur im Zusammenhang der gesamten Sexual- und Ehelehre gesehen werden, nach der ehelicher Verkehr nur in den geschützten Raum der Ehe gehört.

Der Vorwurf, Kirche mache sich mitschuldig am Tod vieler Menschen durch Aids, ist absurd! Der Aids Virus verbreitet sich vor allem bei häufigem sexuellen Verkehr mit wechselnden Partnern, sowie bei mangelnder Blutübertragung und Drogenkonsum mit Spritzen. Die wenigsten Leute, die häufigen Sex mit wechselnden Partnern durchführen, orientieren sich an der katholischen Sittenlehre mit dem Gebot der Keuschheit. Sie werden sicherlich auch das Kondomverbot ignorieren.  Mein Tweet erreichte eine sehr große Beachtung (mit mehr als 110.000 Impressions, fast 10.000 Interaktionen und über 100 Kommentaren, meist böse Häme), aber auch durchaus große Zustimmung (mit über 300 Likes).

Da ich alle Tweets, die ich einmal gepostet habe, nach relativ kurzer Zeit wieder lösche, tangiert mich das wenig. Jeder Sturm geht einmal vorbei. Und wie bereits schon anfangs betont, ist man als überzeugter Katholik ja gewohnt, sich ein dickes Fell zu bewahren.

Ein weiteres Mal zog der Postillon über den christlichen Glauben her. Der Titel des Beitrags lautete: >"Pfingstspuk ein für alle Mal vorbei: Ghostbusters machen "Heiligen Geist" unschädlich". Auch dieser Artikel triefte nur vor Gotteslästerung und Spott über Menschen, die an Gott glauben. Mein kommentierter Retweet vom Postillion rief auch diesmal einen rekordverdächtigen Shitstorm hervor. Mein Tweet hatte diesmal sogar 180.000 Impressions und 317 Antworten, darunter viele persönliche Beleidigungen.



Erschreckend ist die Wirkung solcher "Satire"-Magazine wie der Postillon. Sie verstärken die Respektlosigkeit und den Verfall jeder Kultur einer Gesellschaft, die zumindest Leute noch achtet, die eine Religion ausüben. 

Dienstag, 18. Dezember 2018

1. Krippenszene: Maria und Josef suchen Herberge

In diesem Jahr ist die Adventszeit sehr kurz.Schon Montag nach dem 4. Advent ist Heiligabend. Der Großteil des Weihnachtsfestes muss deshalb zum Wochenende vorbereitet sein, Einkäufe, Krippe, Weihnachtsbaum schmücken. Darum habe ich schon jetzt begonnen, meine alte Familienkrippe aufzustellen. Natürlich bleibt das kleine Jesuskind noch im Schrank. Es wird erst an Heiligabend in seine Krippe gelegt. Auch die heiligen drei Könige kommen erst nach Weihnachten ins Spiel, wenn sie auf der Suche nach dem Messias unterwegs sind, um den Stern von Bethlehem zu folgen, dem Licht der Welt.
Unsere alte Familienkrippe. 1. Szene: Maria und Josef (vorne)
sind auf der Flucht

Sonntag, 16. Dezember 2018

Unser Pfarrer wird uns verlassen - ein paar Gedanken dazu

Lange galt es als ein Gerücht. Aber jedem in unserer Pfarrgemeinde war klar, dass unser Pfarrer nicht mehr lange in unserer Kirchengemeinde bleibt. Heute, am dritten Adventssonntag, wurde am Ende des Hochamtes offiziell verkündet, dass er im kommenden Frühjahr 2019 in eine Pfarrei wechselt. (>Bericht in meinem anderen Blog)

Es ist mittlerweile längst üblich, dass alle Pfarrer nach ein paar Jahren eine neue Aufgabe gestellt bekommen. Die Gründe hierfür sind sicher vielfältig. Ein Grund liegt im Priestermangel allgemein. So müssen immer wieder Stellen neu besetzt werden. Unser Pfarrer war zehn Jahre bei uns im Amt. Daher war es für viele klar, dass eine Veränderung ansteht.

Früher war es normal, dass ein Pfarrer sein ganzes Leben an einer Pfarrei blieb. Grabsteine der Pfarrer dieser Zeiten auf unserem Friedhof künden davon. Sie waren jahrzehntelang an einem Ort. Sie waren Seelsorger eines ganzen Dorfes, mit dem Leben und der Geschichte eines Ortes eng verbunden. Regelmäßig kehrten sie bei den Familien ein. Heute ist vieles anders. Viele Menschen haben der Kirche längst den Rücken gekehrt.

Welcher Priester im Dorf Pfarrer ist, ist vielen gleichgültig. Der Pfarrer hat heute nicht nur die Menschen eines Dorfes sondern gleich mehrerer Dörfer im Auge zu behalten. Er ist zwar auch Seelsorger. Besonders bei Kasualien (Beerdigungen, Taufen, Hochzeiten). Vor allem aber ist er Verwalter und Leiter einer Pfarrei. Da tritt für viele das Seelsorgerische im Hintergrund. Der Pfarrer ist heute viel weniger sichtbar im Gemeindeleben. Ich habe unseren Pfarer oft wochenlang nicht gesehen. Die Sonntagsmessen werden oft von den drei anderen Priestern zelebriert, Werktagsmessen habe ich ganz selten mit unserem Pfarrer erlebt.

Unvergesslich bleiben aber seine Predigten, die feierlichen Messen an Hochfesten mit unserem Priester. Die Beichten, die er mir spendete. Und vor allem das Trauergespräch vor der Beerdigung meiner Adoptivmutter. Ich habe mit viele geistliche Begegnungen gehabt, die mich beeindruckten.Die eucharistischen Anbetungen. Die Lobpreismessen. Die gemeinsamen Proben mit der Lobpreisschola, die er initiierte. Daher trauere ich, dass unser Pfarrer uns nun verlässt.

Andererseits ist es aber auch sehr heilsam, dass Seelsorger regelmäßig wechseln. So wird uns immer wieder bewusst, dass nicht der Pfarrer sondern Jesus Christus der Mittelpunkt seiner Kirche ist. Kirche ist immer im Umbruch. Aber Pfarrer sind und bleiben wichtig, den sie verkörpern Kraft ihres Amtes und der Sakramente, die sie spenden, die Gegenwart Christi. Dies wissen alle Gemeinden, die ohne Priester auskommen müssen. Wenn ein neuer Pfarrer sein Amt antritt, ist dies ein Grund zum Feiern. Beten wir daher um die Berufung zum Priesteramt und um einen guten neuen Pfarrer für unsere Gemeinde.

Samstag, 15. Dezember 2018

Der Missbrauchsskandal in adventlicher Betrachtung

Alle Zerstörung der „Machtstrukturen“ in der Kirche wird zu nichts führen, wenn es nicht zu einer wirklichen geistlichen Umkehr kommt, einer geistlichen #Erneuerung unserer Kirche. Dieser Prozess endet nie. Beinahe alle sind „Sünder“, vor allem die, die mit einem Finger auf andere zeigen und mit der ganzen Hand auf sich selber weisen: Wer von denen, die Missbrauch anderer anprangern, kann sich selbst freisprechen? Auffällig ist, dass viele die Missstände bei anderen anprangern aber sehr still sind, wenn es um eigene Fehler geht. Dies beobachte ich auch bei mir selber. Heilige gibt es wenige, sie wirken zumeist im Verborgenen.

Verschwindet der eine Machthaber, folgt darauf hin die nächste Machthaberin. Frauen sind nicht das bessere Geschlecht, aber auch Männer sind es nicht. In der Kirche geht es nicht um Macht, sondern um Dienst. Gottesdienst und Dienst am Nächsten im Namen Gottes. Machtmissbrauch war und bleibt das Gegenteil davon.

Weil ich darum weiß, neben meinen Stärken auch meine eigenen Fehler und „Sünden“ kenne, weil ich an die katholische #Kirche und ihr #Evangelium glaube, trete ich nicht aus sondern bemühe mich, an der geistlichen Erneuerung mitzuwirken. Sie beginnt im Innern. Und er muss von jedem Christen geführt werden. Dazu lädt der #Advent ein.

Meine Gedanken zu einem Kommentar in unserer Zeitung und zu vielen Kommentaren zum Thema #Missbrauch in der katholischen Kirche.

Diese Gedanken habe ich heute als Reaktion einer Kolumne zum Missbrauchsskandal in der Kirche in der Oldenburgischen Volkszeitung auf Facebook gepostet

Link zur Vertiefung dieser Gedanken:
Missbrauchsskandal: Papst Franziskus fordert die ganze Kirche zu Buße auf

Sonntag, 2. Dezember 2018

Pfarrversammlung wird zum Aufbruch unserer Pfarrgemeinde

Am vergangenen Donnerstag (letzte Woche im Kirchenjahr 2018) fand die Pfarrversammlung meiner Kirchengemeinde über den neuen Pastoralplan statt. Fast an die Hundert Frauen und Männer nahmen daran teil. Sowohl unser Pfarrer als auch der Vorsitzende unseres Pfarreirates waren überrascht, dass so viele Gemeindemitglieder kamen. Im Verlauf des Abends wurde der lokale Pastoralplan vorgestellt. Im vergangenen Jahr wurde bereits von vielen Leuten einiges vorbereitet. Vier Optionen wurden herausgearbeitet, aus denen Projekte entwickelt wurden.

Die Option für die Einladung zum Glauben, die Opition für die Verbindung von Liturgie und Leben, die Option für die dienende Kirche und und die Option für das Aufsuchen und Fördern von Charismen. Die Projekte wurden von mehreren Leuten vorgestellt. Ich berichte für die Oldenburgische Volkszeitung und Kirche+Leben (Berichte erscheinen in Kürze) detaillierter darüber. Aber alles in allem war ich von der Versammlung wirklich beeindruckt. Sie war ein Impuls dafür, sich zum katholischen Glauben zu bekennen, den Willen die Barmherzigkeit, die Liebe Gottes überall wirksam werden zu lassen und für die Erneuerung des Gemeindelebens. Bleibt zu wünschen, dass vieles von dem, was in der Versammlung angeregt wurde, umgesetzt wird. Dazu zählt die Einladung von Neuzugezogenen, die vertiefte Verbindung von Liturgie und Leben sowie die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Mission sowohl innerhalb als außerhalb der Pfarrgemeinde.
Link: Pastoralplan | Kath. Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Bakum

Samstag, 1. Dezember 2018

Die Adventszeit beginnt, damit es Weihnachten werden kann

Mit der Vesper beginnt heute Abend die Adventszeit. Es ist die Zeit, in der sich Christen auf das Weihnachtsfest, das Fest der Geburt Christi vorbereiten. Advent heißt auf Deutsch Ankunft. Wir bereiten uns auf die Ankunft Christi in dreifacher Weise vor: 1. das Weihnachtsfest (Feier der Geburt Christi) 2. die Wiederkunft Christi am Ende aller Zeiten 3. die Ankunft Christi in unserem eigenen Leben. Ich wünsche allen eine besinnliche Adventszeit. Mögen wir die Zeit und die Muße bewahren, uns wirklich auf Weihnachten vorzubereiten.

Aus meiner Gebetsecke: Die 1. Kerze brennt. Die Adventszeit beginnt mit dem 1. Advent. Foto: Rosenbaum

Samstag, 24. November 2018

Katholischer Gebets- und Andachtsschatz meiner Familie

Nach dem Tod meiner Tante fand ich einen Karton voller alter Gebetbücher, Andachtsbücher und alter Heiligenlegenden. Darunter war auch drei Bände des Werkes "Das Leben unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi - Nach den Geschichten der gottseligen Anna Katharina Emmerich, aufgeschrieben von Clemens Brentano" aus dem Jahre 1880, eine katholische Bilderbibel aus dem Jahr 1909, P. M. Vogels "Lebensbeschreibungen der Heiligen Gottes" aus dem Jahre 1872 und das "Leben der Heiligen nebst praktischen Lehren für das katholische Volk" von Dechant Hermann Josef Kamp aus dem Jahre 1911.

Des Weiteren fand ich zahlreiche alte "Laudate", Andachtsbüchlein, ein "Lehrbuch der katholischen Religion" aus dem Jahre 1908 und "Mein Kind, gib mir dein Herz - Erzählungen für kleine Erstkommunikanten", das meine Tante zu ihrer Erstkommunion geschenkt bekam. Auffällig viele Bücher gibt es, die die Lehre der katholischen Kirche den Menschen nahe brachten. Es war üblich, den Glauben zu erlernen. Das Erlernen von Glaubenswissen gehört genauso wie die Andacht und das Gebet zusammen. Wie wichtig wäre es, dass auch heute den Christen der Glauben nahe gebracht würde. Wir sollten weniger diskutieren und streiten als lernen und beten. Nur so können wir den Schatz des katholischen Glaubens und der christlichen Kirche heben und die Freundschaft mit unserem Herrn Jesus Christus vertiefen.

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Mit dem Pastoralplan in die Zukunft unserer Pfarrgemeinde?!

Ein Jahr lang hat man wenig davon gehört. Im Dezember 2017 wurde in meiner Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Bakum der >Pastoralplan veröffentlicht. Zum 29. November lädt meine Pfarrgemeinde zu einer Pfarrversammlung ein, damit die ganze Gemeinde in diesen Plan mit eingebunden wird. Ist der Pastoralplan wirklich der Aufbruch in die Zukunft unserer Kirchengemeinde?

Wünschenswert wäre es. Als regelmäßiger Teilnehmer an den heiligen Messen nehme ich wahr, dass  die Bänke in den Sonntagsmessen immer leerer werden. An den Werktagsmessen nimmt nur ein kleiner Kreis eingeschworener Christen teil. Wir haben vier katholische Kirchen und eine evangelische Kirche in unserer Pfarrei mit ca. 6.000 Einwohnern. Alle katholischen Messbesucher könnte man spielend in nur einer Kirche mit einer Vorabendmesse am Samstag und einem Hochamt am Sonntag sowie mehreren Werktagmessen unterbringen.

Leere Messen sind ein Indiz dafür, wie krank unsere Pfarrgemeinde geistlich ist. Schließlich ist die Eucharistie Quelle und Mitte unseres Glaubens. Wenn katholische Christen nicht mehr aus dieser Quelle schöpfen, sie nicht mehr aus der Quelle der Sakramente leben, dann stirbt das geistliche Leben in unser Pfarrgemeinde aus.

Der Pastoralplan hat vier Projekte initiiert, mit denen das Leben in unserer Pfarrgemeinde erneuert werden sollen. Eine Projektgruppe beschäftigt sich damit, Neubürger in unsere Pfarrgemeinde einzuladen. Eine zweite Gruppe hat das Ziel, mit "neuen Liedern" das "Repertoire an Chorälen in unseren Gottesdiensten" zu erweitern. Eine dritte Gruppe kümmert sich um die Kinder- und Jugendpastoral, eine vierte Gruppe um "Öffentlichkeitsarbeit".

Sicher sind dies sehr wichtige und unterstützenswerte Projekte. Allerdings gibt es bereits schon jetzt eine große Vielfalt an Kirchenmusik in unserer Pfarrei. Dabei wirken drei Orchester, vier Chöre, eine Lobpreisgruppe und Kinderchöre mit. Sicher kann man die Qualität der Kirchenmusik noch erheblich verbessern. Dazu könnten zum Beispiel geeignete junge Organistinnen und Organisten beitragen. Die Orgel wird oft von älteren Menschen gespielt, denen es schwer fällt, eine qualitativ ansprechende Begleitung zu spielen.

Gegen die Erweiterung des Repertoires der Kirchenmusik mit neuen geistlichen Liedern, die junge Leute ansprechen, ist nichts einzuwenden. Allerdings sollten die klassischen Lieder gerade für die alten Leute nicht fehlen. Es ist fehl am Platz, in einer morgendlichen Werktagmesse "neue geistliche Lieder" zu singen, an der überwiegend nur Senioren teilnehmen. Die Frage bleibt, ob man mit einer "besseren" Kirchenmusik mehr Menschen an die Kirchengemeinde bindet, sie zu einer Vertiefung ihres Glaubens führt.

Das gleiche gilt für die Jugendpastoral. Die Zahl an Jugendgruppen in unseren vier Filialgemeinden können gar nicht gezählt werden. Es gibt mehrere Landjugendgruppen, Messdienergruppen, eine Kolpingjugend und zuletzt wurde sogar eine neue Pfadfindergruppe ins Leben gerufen. Regelmäßige jugendliche Messbesucher kann man allerdings an den Fingern abzählen. Auch viele Mitglieder der Chöre gehen nur noch unregelmäßig zur Messe. Geschweige denn, dass noch ein lebendiges Gebetsleben außerhalb der Messen und in den Familien gepflegt wird.

Die zentrale Frage bleibt für mich, ob der Pastoralplan zu einer größeren Verankerung eines geistlichen Lebens, einer Jüngerschaft Christi führt. Den geistlichen Kern unserer Pfarrgemeinde bilden meiner Ansicht nach alle Katholiken, die regelmäßig an der Gemeinschaft im Gebet mitwirken, besonders bei der gemeinsamen Feier der Eucharistie. Denn sie ist und bleibt die Quelle und Mitte unseres Glaubens und das Bindeglied unserer Pfarrgemeinde.

Sonntag, 7. Oktober 2018

Mit den Chören des Oldenburger Landes in Rom

Hautnah erlebt: Papst Franziskus in
Rom. Foto: G. Rosenbaum

Schon lange wollte ich einmal nach Rom, die Stadt des Vatikans und damit Zentrum unseres katholischen Glaubens. Kurzfristig erhielt ich die Möglichkeit, an einer gemeinsamen Fahrt mit den Chören des Oldenburger Landes Rom zu besuchen. Für mich war eine ideale Gelegenheit als Sänger einer katholischen Chorgemeinschaft. Eigentlich hätte ich mich schon lange vorher anmelden können, aber aus privaten Gründen konnte ich mich erst spät dazu entscheiden.

Sonntag, 16. September 2018

Mitarbeiter des Offizialats Oldenburg fordert Tierbestattung mit kirchlichem Segen

Ein Mitarbeiter des Offizialates Oldenburg fordert eine kirchliche Bestattung für Haustiere. Er ist Leiter des Referates Erwachsenenseelsorge und zugleich auch Lektor und Kommunionhelfer in meiner Pfarrgemeinde. Man sollte denken, dass er beste Kenntnisse über die Lehre der katholischen Kirche hat, in deren Dienst er steht. Sein Wunsch nach einem kirchlichen Segen für eine Tierbestattung äußerte er in einem ->Standpunkt "Den Hund begraben" auf dem offiziellen Internetportal der katholischen Kirche. Kurz drauf folgte ein weiterer großer Artikel darüber in der Lokalzeitung vor Ort. Er begründet seine Forderung mit einem Ausriss aus der päpstlichen Enzyklika Laudato Si (Nr. 83). Dort heißt es:
"Der letzte Zweck der anderen Geschöpfe sind nicht wir. Doch alle gehen mit uns und durch uns voran auf das gemeinsame Ziel zu, das
Gott ist, in einer transzendenten Fülle, wo der auferstandene Christus alles umgreift und erleuchtet. Denn der Mensch, der mit Intelligenz und Liebe begabt ist und durch die Fülle Christi angezogen wird, ist berufen, alle Geschöpfe zu ihrem Schöpfer zurückzuführen."
Weiterhin begründet er seine Forderung aus pastoralen Gründen. Haustiere seien für viele Menschen wichtige Begleiter und Partner, deren Tod große Trauer auslöse. Tiere seien Geschöpfe wie Menschen, von Gott geliebt, äußert der Mitarbeiter des Offizialates. Im Zeitungsartikel setzt er sogar noch einen drauf: "Wenn ich mir meinen eigenen Hund angucke, kann ich nicht sagen, dass er keine Seele hat," - "Ich glaube, dass es oben eine große Hundewiese gibt" - "Ich mag mir den Himmel ohne meine Hunde nicht vorstellen", wird er zitiert.

Der Leiter des Seelsorgereferates im Offizialat Vechta kann sich sogar vorstellen, dass Teile eines katholischen Friedhofs für Tiere freigehalten werden, heißt es im Zeitungsbericht.

Die  Äußerungen werfen die Frage auf, ob sich seine Vorstellungen aus der Lehre der katholischen Kirche ableiten lassen. Zweifelos sind Tiere wie Menschen Geschöpfe Gottes. Wir sind berufen, verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen. Nach der Lehre der katholischen Kirche dürfen Tiere "nicht ohne Rücksicht auf sittliche Forderungen genutzt werden" (KKK 2615). Allerdings sind Tiere dem Menschen nicht gleichrangig. Ausdrücklich heißt es im Katechismus: "Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt." (KKK 2618). Haustiere sind somit keine Familienmitglieder. Im Gegenteil, im Katechismus wird von einer Rangordnung gesprochen (vgl KKK 342, 2417). Tiere Familienmitgliedern gleichzustellen, ist unsittlich. Der Mensch soll über die Tiere herrschen, er darf sie nutzen und sich sogar von ihnen ernähren. Auch ist der Glaube an einer Seele in einem Tier lässt sich nicht aus der christlichen Glaubenslehre abzuleiten.
"In der Heiligen Schrift bedeutet der Ausdruck Seele oft das Leben des
Menschen [Vgl. Mt 16,25-26- Job 15,13.]oder die ganze menschliche Person [Vgl. Apg 2,41.]. Er bezeichnet aber auch das Innerste im Menschen [Vgl. Mt 26,38; Job 12,27.], das Wertvollste an ihm [Vgl. Mt 10,28; 2 Makk 6,30.], das, wodurch er am meisten nach dem Bild Gottes ist: ,,Seele" benennt das geistige Lebensprinzip im Menschen.
-
Der Leib des Menschen hat an der Würde des Seins ,,nach dem Bilde Gottes" teil: er ist eben deswegen menschlicher Leib, weil er durch die geistige Seele beseelt wird. Die menschliche Person ist als ganze dazu bestimmt, im Leibe Christi zum Tempel des Geistes zu werden [Vgl. 1 Kor 6,19-20; 15,44-45.]." (KKK Nr. 363 und 364)
 Unweifelhaft gibt es bei einem christlichen Begräbnis einen seelsorgerlichen Aspekt. Die Angehörigen eines Verstorbenen sollen Trost im gemeinsamen Gebet durch die christliche Gemeinde erhalten. Aber gleichzeitig ist das Begräbnis Ausdruck der österlichenHoffnung des Christen auf Auferstehung nach dem Tode. Christen begleiten den Verstorbenen beim Begräbnis auf seinen letzten Weg ins ewige himmlische Leben. Das Leben des Tieres endet hingegen mit seinem irdischen Dasein.

Wie sieht der Himmel und das Leben nach dem Tode aus? Gibt es eine Hundewiese mit Hunden, wird unser Hund uns im Himmel wieder begegnen? Dies ist eher eine heidnische Vorstellung, die mit dem christlichen Glauben sicher nicht vereinbar ist. Genaue Beschreibungen, wie es im Himmel aussieht, gibt es in der christlichen Glauenslehre nicht. Aber ein deutlicher Hinweis ist, dass selbst die Ehe mit dem Tod endet und das Leben eines Auferstandenen im Himmel eine völlig neue Qualität erhält: "Denn nach der Auferstehung heiratet man nicht, noch wird man geheiratet, sondern die Menschen sind wie Engel im Himmel." (Mt 22,30) Wenn selbst die Ehe nach dem Tode endet, so wird der Hund dort sicher nicht der treueste Begleiter sein.

(Die Zitate aus der Zeitung stammen aus dem Bericht"Tote Haustiere sollen Segen der Kirche erhalten" Ausgabe der Oldenburgischen Volkszeitung vom 15. September 2018, Seite 9)

Zufällig habe ich einen Film gefunden, der eindrucksvoll dokumentiert, wie Hunde und Haustiere von vielen Zeitgenossen in übertriebener Weise vergöttert werden, also keinesfalls in christlicher Weise behandelt werden:

Dienstag, 21. August 2018

Missbrauchsskandal: Papst Franziskus fordert die ganze Kirche zu Buße auf

Die ganze Kirche leidet unter dem nie zu Enden scheinenden Missbrauchsskandal. Ebbt er an einem Ort kurzfristig ab, dauert es nicht lange, bis an einer anderen Stelle der Welt wieder entflammt. Für einige Zeitgenossen sind alle Priester und Ordensangehörige Kinderschänder. Schuld soll der Zölibat sein. Missbrauch scheint es nur in der katholischen Kirche zu geben. Von Missbrauch außerhalb der Kirche ist keine Rede. Das erscheint mir merkwürdig, weil weltfremd. Leider ist Missbrauch überall an der Tagesordnung, in allen Gesellschaftsschichten. Die Meetoo-Debatte hat es offenbart.

Dies soll nicht den Skandal in der katholischen Kirche schmälern, im Gegenteil. Es geradezu ist schockierend, dass Tausende, ja Zehntausende Menschen in der Kirche missbraucht wurden, dass Satan im Zentrum der Kirche gewütet hat. In der Kirche, die eigentlich der Ort sein sollte, in dem die Schwachen Schutz finden, in der das Reich Gottes Wirklichkeit geworden ist. Jeder praktizierende Christ kennt aber die Gefahr Satans in seinem eigenen Leben. Jeder glaubende Mensch sieht sich mit dem geistlichen Kampf konfrontiert, sich gegen das Böse, gegen die Sünde und für das Gute zu entscheiden. Leider wird niemand auf Knopfdruck heilig, keiner ist davor gefeit, nicht in Sünde zu fallen. Die Sakramente, Gebet und ständige Umkehr sind keine Wundermittel, aber unablässige Heilmittel, ja Waffen gegen die Bosheit der Sünde.

Das es Verfehlungen, ja sogar schlimme Verbrechen in unserer Kirche gegeben hat, gibt und auch in Zukunft nie ganz ausgeschlossen werden können, ist eine Wahrheit, der wir uns als Gemeinschaft der Kirche immer wieder neu stellen müssen. Papst Franziskus richtete als Konsequenz aus dem Missbrauchsskandal ein Schreiben an das ganze Volk Gottes, dass jeder Katholik gründlich lesen sollte.

In dem Schreiben fordert Franziskus nicht nur, dass alle Maßnahmen zur Bekämpfung jeder Form von Missbrauch in der Kirche eingeleitet werden sollten, nicht nur, dass die Priester und Ordensleute, die sich schuldig gemacht haben, Buße und Umkehr leisten müssen. Nein, er fordert die ganze Kirche zu Gebet, Fasten und Umkehr auf. Also auch alle Katholiken, die glauben, sich nie eines Missbrauchs schuldig gemacht zu haben. Jedes Mitglied der katholischen Kirche einschließlich jener, die die Täter wegen ihrer Missetaten bezichtigen, sind zu Gebet, Fasten und Umkehr berufen. Das Schreiben des Papstes ist ein hartes Brot für die Kirche.

Die Kernfrage ist, bin ich, ist irgendjemand, der niemand missbraucht zu haben meint, bereit zu Buße, Fasten und Gebet? Fühlt sich die ganze Kirche schuldig? Ist die ganze Kirche zu wahrhafter Umkehr und Erneuerung bereit? Hört sie auf das Petruswort?

Link: SCHREIBEN VON PAPST FRANZISKUS AN DAS VOLK GOTTES

Samstag, 26. Mai 2018

Eine Woche nach dem Fernsehgottesdienst ...

Die Woche nach der Übertragung des Gottesdienst am Pfingstmontag aus dem Langfördener "Dom", der Pfarrkirche St. Laurentius, habe ich über meinen >kritischen Beitrag noch ein wenig nachgedacht. Vor allem hat mein Leser Diasporakatholik natürlich mit seinen berechtigten Gedanken in seinem >Kommentar dazu beigetragen. Hatte ich übers Ziel hinausgeschossen? War es vielleicht sogar Stolz?

Heute war ich in der Vorabendmesse zum Dreifaltigkeitssonntag. Morgen ist bei uns Volksfest, als Fotograf bin ich den ganzen Tag unterwegs. Darum bin ich bewusst schon heute zur Kirche gefahren, um meine Sonntagspflicht zu erfüllen. In der Kirche zelebrierte der Pfarrer die Messe. Als ich in der Kirche saß, betete und mit der Gemeinde die Messe feierte, kam in mir doch ein wenig ein Reuegefühl, möglicherweise übers Ziel hinausgeschossen zu sein.

  • Im Zentrum der Liturgie steht nicht der Bischof oder der Priester, sondern immer Jesus Christus selbst, der Mitte und Quelle jeder Liturgie ist. Der Priester oder Bischof verkörpert nur seine Gegenwart, wenn er die Messe zelebriert
  • Alles drum herum dient der Anbetung Gottes. Von daher ist nicht entscheidend, ob nun der Gemeindechor oder der Pfarrer eine Rolle spielen, wenn sie es tun, dann tun sie es im Dienst an den Herrn.
  • Die Pfarrkirche ist vor allem ein Tempel Gottes, sie ist kein Gemeindezentrum. Wenn es übergeordnete Gründe erfordern, dann muss die Pfarrgemeinde die Kirche für einen Gottesdienst zur Verfügung stellen.
Der Pfarrer übte wie gewohnt in aller Demut seinen Dienst aus, ich empfing das Sakrament der Eucharistie und den Segen, wie alle, die den Ruf des Herrn folgten an seiner Feier teilzunehmen.  

Freitag, 25. Mai 2018

Blog fit gemacht für die #DSGVO

Ich habe keine Zeit und Mühen gescheut, alles Mögliche zu tun, damit mein Blog den Vorschriften der neuen Datenschutzverordnung entspricht. Dazu habe ich die aktuelle Datenschutzerklärung eingebunden. Gleichzeitig habe ich alle Kommentarfunktionen wieder aktualisiert. Ich freue mich also wieder über einen lebhaften Dialog mit meinen Lesern.

Dienstag, 22. Mai 2018

Eine Pfarrkirche wird zur Inszenierung für einen Fernsehgottesdienst

Fernsehgottesdienste sind wichtig, das sehe ich ein! Gerade für alte und kranke Menschen ist es oft die einzige Möglichkeit, am Leben der Kirche teilzunehmen. Kein Verständnis habe ich allerdings, wenn Gottesdienste inszeniert werden, um dem Anspruch einer Außendarstellung im Fernsehen gerecht zu werden.

Im Nachbardorf Langförden wurde am Pfingstmontag der Gottesdienst übertragen (-> Video ARD-Mediathek). Aufwändig wurde alles vorbereitet, damit dieses Ereignis glanzvoll auf den Bildschirm gebannt wurde. Für diesen Event leitete nicht der Pfarrer die Messe, sondern der Weihbischof. Das ist schön und gut, allerdings kommt das normalerweise nur vor, wenn gerade die Firmung in der Pfarrgemeinde gespendet wird. Sonst steht (nur) der Pfarrer Sonntag für Sonntag dem Hochamt in der Dorfkirche vor. Schade finde ich es, dass der Weihbischof den Gottesdienst nicht einmal mit dem örtlichen Pfarrer sondern einem auswärtigen Priester zelebrierte. Auch die Chöre der Pfarrei, es gibt einen Frauen- und einen Männerchor, gestalteten die Messe nicht mit, sondern auswärtige Sängerinnen und Sänger. Sogar ein anderer Organist soll eingesetzt werden sein. Ich habe gehört, dass darüber einige Mitglieder der Pfarrgemeinde verärgert gewesen sein sollen.

Im Zeitungsbericht am Tag danach las ich, das vor der Messe die Zuschauer gebeten worden seien, die "Lücken" im Hauptschiff zu schließen und während des Gottesdienstes kräftig mit zu singen, aber nicht in die Kamera zu winken. Außerdem soll am Pfingstsonntag eine 6-stündige "Generalprobe" stattgefunden haben, damit der Gottesdienst minutiös trainiert wurde. Sorry, aber eine solche Inszenierung ist nicht meine Welt!

Freitag, 11. Mai 2018

Beim Katholikentag in Münster. Die Vielfalt der katholischen Kirche erleben

Großes Chorsingen vor dem Münsteraner Dom
Von einigen in der Blogoszöse (katholischen Bloggerszene) wird der Katholikentag wie das Zentralkomitee der deutschen Katholiken hoffnungslos zerrissen. In diesem Jahr findet der Katholikentag in meinem Heimatbistum Münster statt. Das war ein guter Anlass für mich, mir einmal selbst ein Bild zu machen. Ja, es gibt schon auch Angebote, die mich nachdenklich machten. Zum Beispiel die Kirchenvolksbewegung, die wohl vorrangig nur auf solchen Ereignissen in Erscheinungen tritt. Auch politische Veranstaltungen, die die angebliche Bedrohung unserer Gesellschaft durch Konzerne an die Wand malten. Auf der anderen Seite war der Katholikentag ein buntes Fest der Vielfalt unserer Kirche. Kunst und Kultur, Liturgie und Chorgesang mit tausenden Sängern und Musikern, viele kleine Aktionen und Angebote in der ganzen Stadt Münster.

Einen Bericht über meine Eindrücke (mit Fotos) gibt es in meinem anderen Blog:

>Auf dem Katholikentag in Münster

Sonntag, 1. April 2018

Wenn Leute sich wirklich gar nichts aus Ostern machen ....

Es gibt Leute, die sich aus Ostern wirklich gar nichts machen. Dies stellt man fest, wenn man sich so in den sozialen Netzwerken umschaut. Die Leute diskutieren, posten, streiten, als wäre es ein ganz normales Wochenende. Für einen praktizierenden Christen ist manchmal schockierend, dass für nicht wenige Leute Fußball viel wichtiger ist.

Dabei findet Fußball (und Basketball) doch nun wirklich an fast jedem Wochenende statt. In meinem Dorf gibt es einen riesigen FC Bayern Fanclub. Wenn ich am Ostersonntag so durch mein Dorf radele, entdecke ich an vielen Häusern einen Fahnenmast, an dem eine rotweißblaue FC Bayern-Fahne weht. Und dies im Einzugsgebiet von Werder Bremen. Natürlich gibt es auch viele Werder-Fans. Gaaanz wichtig ist hier in Vechta der lokale Basketballclub RASTA, derzeit Spitzenreiter der zweiten Liga PRO A. Eben hatte ich diesen Dialog mit einem Facebookfreund, der fast jedes Wochenende zu einem Spiel der RASTA Vechta pilgert, als gäbe es dort das ewige Leben zu gewinnen.

So schön es ist Fan zu sein, ich bin übrigens Fan vom Hamburger Sportverein, es gibt wirklich wichtigeres, als der Lieblingsfanclub. Nämlich tatsächlich das Ewige Leben zu erlangen. Gott sei Dank, dass ich das weiß, denn sonst sähe es um meine Seelenlage angesichts der sportlichen Dauer-Katastrophe beim HSV wirklich schlecht vor. Wie armselig das sein kann, wenn der Sinn des eigenen Lebens nur am Erfolg eines Sportvereins hängt, konnte man erleben, als Fans des HSV Hamburg nach einer Niederlage anfingen zu randalieren. 

Unser Pfarrer brachte es in seiner Predigt in der Osternacht auf den Punkt: Jesus sollte immer Dreh- und Angelpunkt unseres Denkens und Handelns sein. Denn letzten Endes wird auch unser Dasein nach unserem irdischen Ende in alle Ewigkeit dadurch geprägt sein, wovon wir uns auf Erden haben prägen lassen.

Ewig nur Dauer-Siege von Bayern München oder endlos Niederlagen des HSV? Endlos Pöbeleien und Schlägereien unter Fans? Wie ätzend. Wie langweilig! Das ist dann wirklich die Hölle.

Freitag, 30. März 2018

Karfreitagsgedanken: Ist Jesus wirklich nur aus Solidarität gestorben?

Im Kreuz ist Heil! Kreuzverehrung in meiner Pfarrkirche
Ich komme gerade aus dem Karfreitagsgottesdienst wieder nach Hause. Die Predigt des Priesters hat mich nachdenklich gemacht.

Unser Priester sagte uns,  die Ereignisse vor 2.000 Jahren in Golgatha seien kein einmaliges Geschehen gewesen. Vielmehr vollziehe sich die Passion Christi auch heute noch an vielen Orten.

Er zählte nun zahlreiche Beispiele auf, wann unschuldige Menschen leiden: Sterbenskranke im Angesicht des Todes, die schwangere Ehefrau, die von ihrem Mann verlassen wird. Menschen, die gefoltert werden. Psychisch Erkrankte, die in ihren Psychosen die Hölle auf Erden erleben.

Christus sei aus Solidarität mit all jenen Menschen, die leiden müssen, gestorben und bei jedem dieser Menschen vollziehe sich die Kreuzigung von Neuem. Ich zweifele nicht, dass Christus mit jedem Menschen mitleidet, der Leid ertragen muss. Schließlich hat er in seiner Passion Hoffnungslosigkeit, Schmerzen, Spott und Entwürdigung bis zum Ende, bis zum Tod erlitten.  Aber ist jede Folter, jeder Terror, jedes Leid, dass wir Menschen ertragen müssen,  eine Vergegenwärtigung der Ereignisse von Golgatha?

Daran habe ich doch so meine Zweifel. Dies würde bedeuten, dass jeder leidende Mensch, ob er an Christus glaubt oder nicht, das ewige Leben erlangt. Selbst wenn er Gott ganz und gar ablehnt. Karfreitag ist ohne Ostern nicht denkbar, die Kreuzigung Christi wäre ohne die Auferstehung Christi, ohne den Sieg über Tod und Sünde, sinnlos gewesen.

Allerdings stimmt die Ausgangsthese des Priesters, dass Golgatha kein einmaliges Geschehen ist, sondern auch heute unzählige Male vergegenwärtigt wird. Sie ist gegenwärtig in allen Gottesdiensten, die am Karfreitag rund um den Erdball gefeiert wird. Wer andächtig an der Liturgie teilnimmt, fühlt sich in die Zuschauermenge versetzt, aus der heraus die Juden die Kreuzigung Christi verlangten.

Er erlebt hautnah, wie Pilatus keine Gründe einer Verurteilung Christi findet. Er ist dabei, als Pilatus dennoch den populistischen Forderungen aus dem Volk nachgibt und Christus als "König der Juden" dann von den römischen Soldaten grausam töten lässt. Das ganze auf einer Weise, die den Juden damals nicht möglich war. Deshalb folterten und töteten die römischen Soldaten Jesus. Eigentlich töteten sie Christus stellvertetend wegen unserer Sünden. Wer wirklich Schuld am Leiden und Kreuz Christi war, sind wir Sünder. Auch insofern vergegenwärtigt sich Golgotha auch heute immer wieder.

 Im Gegensatz zu dem vielfachen Leid, dass heute an Menschen ausgeübt wird, war Golgatha aber nicht sinnlos, denn Christus hat mit seiner Auferstehung den Tod überwunden.

Das feiern wir auch heute in jeder heiligen Messe. In jeder Eucharistiefeier wird das Leiden und den Kreuzestod des Herrn und seine Auferstehung Gegenwart. Die Eucharistie enthält die Botschaft vom Weizenkorn, das sterben muss, damit es uns zum Brot des Lebens wird. Das Allerheiligste Sakrament ist die Nahrung zum ewigen Leben.

So wird das Bild für mich rund: Ja, Christus hat Leid und Tod mit jedem von uns geteilt. Er ist im tiefsten Sinne solidarisch für uns eingetreten. Er ist wegen unserer Sünden gestorben, damit er für uns zum Brot des Lebens wird. Er hat den Tod überwunden, damit wir das ewige Leben erlangen.

Montag, 19. Februar 2018

Exerzitien im Alltag - Tag 5: "im Lichte Gottes sehen"

Was bedeutet 
"im Lichte Gottes sehen"?
Den eigenen Tellerand der eigenen
Sichtweite
zu erweitern?
Den 
Egoismus
zu durchbrechen.
Ohne sich selbst aufzugeben.

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Sonntag, 18. Februar 2018

Genns Bischofswort: Einen Schlussstrich unter einen alten Streit ziehen, könnte gut zur österlichen Bußzeit passen

Das Bischofswort zur österlichen Bußzeit von Bischof Dr. Felix Genn wurde am heutigen 1. Fastensonntag auch in meiner Pfarrkirche verlesen. Der Münsteraner Bischof griff das Motto des diesjährigen Katholikentages auf, der in diesem Jahr in Münster stattfindet. Es lautet "Suche Frieden!" Bischof Felix griff die lange Tradition der beiden Friedensstädte Münster und Osnabrück auf, in denen der Friedensvertrag zum 30-jährigen Krieg von 1618-1648 aufgegriffen wurde. Auch damals seien die Konflikte unter den Konfessionen wesentliche Ursachen für den damaligen Konflikt gegeben. Auch heute sei der Friede bei uns brüchig.
"Den Frieden zu suchen, ist eine ständige Aufgabe, die freilich nicht nur den Verantwortlichen in der Politik gestellt ist, sondern jeden Einzelnen von uns" (Bischof Felix Genn)
Bischof Felix ermutigt jeden einzelnen, einen eigenen Friedensvertrag zu entwerfen und zu versuchen, unter alten Streitereien "einen Schlussstrich zu ziehen und damit den Konflikt durch gute Vereinbarungen und Verzeihung zu beenden". Er könne sich aber auch vorstellen, dass der eine oder andere vergeblich versucht habe, sich um Frieden zu bemühen. Diesen Menschen empfahl er, "wenigstens darüber nachzudenken, ob nicht ein Gebet auf dem Friedensvertrag stehen könnte." Ein Gebet, in dem wir Jesus bitten, alles aus unserem Herzen wegzuräumen, das unsererseits im Wege steht. Eine weitere Möglichkeit sei es darauf zu schauen, was uns unzufrieden macht. Das ganze Hirtenwort kann man im Video unten ansehen.

 

Exerzitien im Alltag. Tag 5: In der Stille Gott den Solopart überlassen

"Wir können in der Stille Gott den Solopart überlassen.
Je regelmäßiger ich mir solche "Augenblicke" nehme,
desto mehr lerne ich, meine gewohnte Sichtweise zu verlassen.
Das Urteilen wird weniger,
der erste Schritt zum Frieden!"
 aus: "Suche Frieden - Exerzitien im Alltag"

Samstag, 17. Februar 2018

Mach etwas Gutes für dein Herz!

Mach etwas Gutes für dein Herz!
Dieser Slogan, mit dem mein Fitnessclub für die Teilnahme an einer "Cardio-Party" wirbt, fiel mir gestern beim Krafttraining ins Auge. Den Begriff Herz kann man ganz unterschiedlich verstehen. Heute verbindet man ihn oft recht einseitig. Entweder als Organ, dass gepflegt werden muss. Etwas für die eigene Gesundheit zu tun, ist für viele Menschen eine Ersatzreligion geworden.

Auf der geistigen Ebene verbinden die Menschen das Herz oft mit Gefühl. Sie verschenken ihr "Herz" an einen Menschen und erwarten von ihm das gleiche. Werden sie in ihrer Liebe enttäuscht, ist ihr Herz gebrochen und die Liebe kehrt sich in ihr Gegenteil um: Hass!

Der geistliche (=was anderes als geistig!) Mensch sieht das Herz als Ausdruck der Liebe Gottes, welches seinen Gipfel in der >Herz-Jesu-Verehrung findet.

Das Herz Jesu ist das Sinnbild und der Inbegriff der gottmenschlichen Liebe Jesu. Es ist Zeichen und Ausdruck des göttlichen Erbarmens, der »Sühne für unsere Sünden«, »unser Friede und unsere Versöhnung«. [1] (Quelle: Kathpedia)

So gesehen ist die Verehrung und Anbetung Christi ein ebenso wichtiges Training wie ausreichend Bewegung und Sport für den Menschen. Denn der Mensch besteht nicht nur aus einem vergänglichen Leib sondern auch aus einer Seele, für die Gott das ewige Leben vorgesehen hat.

Exerzitien im Alltag - Tag 4

„Herr, du hast mich durchleuchtet und nun kennst du mich. Ich kann sitzen oder stehen du weißt, wer ich bin und was ich denke. Ich kann herumliegen oder herumgehen, du weißt, wohin ich unterwegs bin“

Donnerstag, 15. Februar 2018

Meine erste Erfahrung mit Exerzitien

Handbuch Exerzitien "Suche Frieden"
Seit ein paar Tagen mache ich meine Exerzitien. Exerzitien, dass sind geistliche Übungen zur Vertiefung des Glaubens. Mit Beginn der Fastenzeit bieten die katholische und die evangelische Kirchengemeinde unseres Dorfes gemeinsam ">Exerzitien im Alltag" an. Dies hat mich neugierig gemacht.

Ich wollte schon immer einmal Exerzitien machen. Doch hatte ich bislang nicht den richtigen Einstieg dazu. Welches Angebot sollte ich auswählen? Wie würde es mir in einem Kloster ergehen? Auch Zeit zu finden für mehrtägige oder wochenlange Exerzitien war für mich nicht so einfach, weil ich beruflich und privat gebunden war. Online-Exerzitien sprachen mich auch nicht so sehr an.

Auf der anderen Seite finde ich die jesuitische Spiritualität spannend. Es reizt mich, Jesus als Gefährten, seine Gegenwart tiefer in Gebet und Meditation zu ergründen.Und auch den Hindernissen auf die Spur zu kommen, die mich an einer größeren Nähe zum Herrn hindern.

Am vergangenen Dienstag, ein Tag vor Aschermittwoch und dem Beginn der Fastenzeit, war das erste Treffen. Das Thema der Exerzitien ist "Suche Frieden", das gleiche Motto wie beim Katholikentag, der im Mai in Münster stattfinden wird. Die Exerzitien beginnen morgens mit einer Betrachtung eines Bildes, eines Bibelverses und eines Textes, über den man zur Ruhe kommen und aus der Stille in den Dialog mit Gott im Gebet kommen soll. Abends ist ebenfalls eine Gebetszeit vorgesehen, in alles betrachtet wird, was gut und was schlecht war, dem Herrn gedankt und die Bitten für den nächsten Tag vorgetragen wird. Es folgen in den nächsten Wochen weitere Treffen zu den Exerzitien.

Schon die beiden Tage sind sehr intensiv. Morgens eine halbe Stunde in stiller Betrachtung zu meditieren und beten wirbelt bei mir einiges auf. In der Fastenzeit ist dies eine wirksame "Reinigungskur" zum Frühjahr.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Der Karneval und die Fastenbotschaft des Papstes

Im Oldenburger Münsterland ist die Karnevalszeit eigentlich schon vorbei. Aufgrund historischer Ereignisse wurde der Rosenmontag schon diese Woche gefeiert. Die lokale Kirche wollte 1892 dem närrischen >Treiben in der Carnevalshochburg Damme Einhalt gebieten. Heute würde man durchaus sagen, dass es gute Gründe dafür gibt. Karneval ist längst nicht überall lustig. Zum Teil ist es eine reine Saufveranstaltung. Nicht selten wird es zu wild betrieben und der eine oder andere durch den Dreck gezogen. Der Karneval in Lastrup soll aufgrund zahlreicher Beschwerden von Dorfbewohnern aus diesem Grund abgesagt worden sein.

Damals, Ende des 19. Jahrhunders, setzte die lokale Kirchenleitung Non-Stop-Gebetsakton an. Doch ließen sich die Dammer Narren dadurch nicht aufhalten und verlegten ihren Rosenmontag eine Woche früher. Bis heute wird diese Tradition gepflegt, und der Dammer Carneval ist die größte Veranstaltung in der Region. In meinem Ort gibt es nur kleinere Carnevalsveranstaltungen, die eigentlich sehr nett sind und sich im wirklich lustigen Rahmen abspielen.

Diametral dem närrischen Treiben ist die Fastenbotschaft des Papstes gesetzt. In ihr fordert Papst Franziskus zu demütigem Gebet, Almosen und Fasten auf. Sie warnt, sich von rauschenden Festen blenden zu lassen:

"Wie viele Kinder Gottes sind von der Verlockung einer momentanen Befriedigung, die mit Glück verwechselt wird, geblendet! Wie viele Männer und Frauen leben wie betört vom trügerischen Schein des Geldes, das sie in Wirklichkeit zu Sklaven des Profits und niederer Interessen macht! Wie viele leben in der Meinung, sich selbst zu genügen, und werden zum Opfer der Einsamkeit!" (Papst Franziskus)
Der Wortlaut der Fastenbotschaft des Papstes wurde auf >CNA Deutsch veröffentlicht ... 

Sonntag, 14. Januar 2018

Heute vor 58 Jahren wurde ich getauft!

In der Pfarrkirche St. Marien Oldenburg
wurde ich getauft und erhielt die Sakramente
Erstkommunion und Firmung
Papst Franziskus hat uns immer wieder ermutigt, unseren Tauftag zu feiern. Er fragte im Angelus-Gebet auf dem Petersplatz in Rom immer wieder die Gläubigen: "Kennt ihr das Datum eures Tauftages?" Der Tag der Taufe ist der besondere Tag im Leben eines Christen! Der Papst ermahnte alle Gläubigen, diesen Tag besonders zu feiern.

Der Tauftag sollte neben den Namenstag und dem Geburtstag einen sehr würdigen Platz im Glaubensleben eines jedes Christen haben. Schließlich wurden wir an unserem Tauftag zum neuen Leben in dem dreifältigen Gott, dem Vater, dem Sohn und dem hl. Geist, erweckt.

Gott hat uns durch die Taufe von unserer Erbsünde reingewaschen und damit den Weg zum ewigen Leben eröffnet.  Er hat uns die Gmade Gottes geschenkt, in der Liebe Gottes zu leben.

Während ich den Gebutstag im Kreis von Freunden feiere, feiere ich den Tag meiner Taufe gerne im Gebet. Auch wenn mein Tauftag nicht wie heute an einem Sonntag ist, gehört dazu auch die Feier der hl. Messe. Heute habe ich auf Twitter ein Morgengebet gestaltet.


Das Taufbecken in der Oldenburger
St. Marien-Kirche  im Jahr 2009.
Es war sicher nicht das Taufbecken,
 in dem ich die Taufe erhielt
Ich füge die Tweets dieser Morgenandacht zum Taufgedächtnis hier an:

Herzlich Willkommen zur #twaudes mit @georgsglauben. Heute, am 14. Januar, feiere ich meinen Tauftag. Kann man einen solchen Tag schöner beginnen als mit einem gemeinsamen Morgenlob?

Die Taufe ist zugleich der Morgen im Glaubensleben eines jeden Christen. Durch die Taufe wurden wir hineingenommen in die Liebe Gottes, des Vaters, des Sohnes und hl. Geistes. #twaudes
Als Christen sind wir durch die Taufe gemeinsam im Glauben an den dreifaltigen Gott miteinander verbunden, ganz unabhängig von unserer Konfession. #twaudes
Wir sind alle berufen, uns unserer Taufe immer wieder zu erinnern. Jeden Morgen tun wir dies durch unser Gebet. Ich lade euch heute zu einem kurzen Gebetsimpuls zum Gedächtnis der Taufe ein. #twaudes
Beginnen wir im Namen des Vaters + und des Sohnes + und des hl. Geistes. Amen. #twaudes
Nehmen wir in der Stille dieses Morgens kurz Gottes Gegenwart wahr: Gott umschließt mich, durchdringt mich in meiner Tiefe, meine Sinne, meine Gedanken. Gott schenkt mir Leben. #twaudes
Gott hat mich geliebt, schon bevor ich auf dieser Welt war. Er hat mich durch die Taufe zu neuem Leben berufen. Dafür danke ich ihm. #twaudes
An jedem Sonntag feiern wir das Gedächtnis der Auferstehung Christi, ein kleines Osterfest. Mit Ostern ist eng verbunden das Gedächtnis an unsere Taufe #twaudes
Himmlischer Vater, in der Taufe hast du mir dein Ja-Wort zugesprochen – Gotteskind durch deinen Sohn Jesus Christus. #twaudes
Oft habe ich deinem Zuspruch wenig Glauben geschenkt, dich nicht einmal in meinem Leben vermisst. #twaudes
Herr, schau mich an. du kennst meine Schwächen und Sorgen, meine Fehler, aber du kennst auch meinen Glauben. #twaudes
Deine Liebe in Jesus Christus ist stärker als mein Versagen. Deine Treue endet nicht in meiner Sünde. So danke ich dir, dass du mich trotz allem annimmst. #twaudes
Sende Deinen Geist in mein Leben, erneuere mich an Leib und Seele. Öffne deine Arme für mich. Durch Jesus Christus. Amen. #twaudes
Doch mit unserer Berufung zum Glauben durch die Taufe ist es nicht immer so einfach. Wir wollen Jesus folgen, aber wir wissen nicht, wo er zu finden ist. Betrachten wir kurz das heutige Wort Gottes: #twaudes
Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du?" (Joh 1, 37ff) #twaudes Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. #twaudes

Die Suche nach der “Wohnung des Herrn” gehört das ganze Leben lang zu unserer Aufgabe und wir verlieren Ihn schnell aus den Augen. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Er uns immer wieder neu dabei hilft, ihn zu finden. #twaudes
Wir wollen Fürbitte halten: Für alle, die sich auf die Taufe vorbereiten. Als Erwachsene, die sich taufen lassen wollen und als Eltern und Paten, die sich auf die Taufe eines kleinen Kindes freuen. #twaudes
R: Herr, erfülle sie mit deinen Geist #twaudes
Für alle, die zu unseren Kirche gehören, aber ihren Glauben und Vertrauen an Gott und an die Kirche verloren haben. #twaudes
Für uns alle, die wir immer wieder unter unseren Zweifeln und Glaubenshindernissen leiden. Das wir die Hoffnung nie verlieren. #twaudes
Für alle, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, die unter schweren Krankheiten leiden, die große Sorgen haben. #twaudes
Für alle Eltern, KatechetInnen, SeelsorgerInnen und Priestern in unseren Kirchen. Dass sie den Mut nicht verlieren, die Frohe Botschaft immer wieder neu zu verkündigen. #twaudes
Für alle Verstorbenen, die im Glauben festgehalten haben. Das ihr Glaube, ihre Hoffnung und Liebe mit dem ewigen Leben belohnt wird. #twaudes
Bitten wir den Herrn: Herr, schaue auf mich wie auf die beiden Jünger im heutigen Schriftwort. Lade mich ein, zu entdecken, wo du zu finden bist, und bei dir zu bleiben. #twaudes
Zum Abschluss erbitten wir den Segen Gottes: Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben. Amen! #twaudes
Wir beenden unsere #twaudes im Namen des Vaters + und des Sohnes + und des hl. Geistes. Amen. #twaudes
Vielen Dank für euer Gebet und einen schönen Sonntag! Euer @georgsglauben #twaudes