Freitag, 14. April 2017

Die unselige Diskussion um das Tanzverbot

Es ist Karfreitag, Der Hashtag >#tanzverbot trendet wieder auf Twitter. Darf man am Karfreitag tanzen? Warum gilt das Verbot von Tanzveranstaltungen an diesem Tag auch für Menschen, die mit dem Glauben gar nichts am Hut haben? Darüber wird im Internet heftig gestritten. Bei dieser Diskussion offenbart sich, dass immer mehr Menschen sich nicht mehr der christlichen Wurzeln unserer Gesellschaft noch bewusst sind, geschweige denn, diese Kultur noch weiterhin pflegen wollen.

Und es offenbart sich die Misere der Befürworter, die sich gegen die Abschaffung des Tanzverbotes einsetzen. Sie argumentieren, wenn das Tanzverbot falle, müsse auch der Feiertag abgeschafft werden. Damit erreichen sie allerdings genau das Gegenteil von dem, was sie eigentlich wollen: Die Bedeutung christlicher Feiertage zu erhalten. Die Gegner des Tanzverbotes können gut auf den Karfreitag als freien Arbeitstag verzichten. Und dafür die Erlaubnis zu ungezügelten Vergnügungsveranstaltungen zu erwirken. Ein weiterer Feiertag lässt sich dann ja an anderer Stelle einfordern.

Der Karfreitag war früher aus katholischer Sicht kein arbeitsfreier Tag. Früher wurde in unserer Familie der Vormittag benutzt, um das ganze Haus auf den Kopf zu stellen und vor dem Osterfest zu putzen. Nachmittags ging man dann zur Karfreitagsliturgie. Natürlich wurden auch die landwirtschaftlichen Tätigkeiten am Karfreitag erledigt. Für die Protestanten war der Karfreitag hingegen ein hoher Feiertag. Der Bedeutungsgehalt des Karfreitags ist mit dem arbeitsfreien Tag nicht allein zu retten. Noch weniger gilt dies für das Tanzverbot.

Wer sich für das Tanzverbot einsetzen will, muss den Menschen die Frohe Botschaft des Karfreitags verkünden, das Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus, zur Sühne der Sünden und Rettung aller, die an ihn glauben. Nur so kann man den Menschen erklären, warum man aus Respekt vor den christlichen Wurzeln unserer Gesellschaft Tanz- und Vergnügungsveranstaltungen an diesem einen Tag im Jahr verzichtet.

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