Mittwoch, 15. Februar 2017

Pfarrer Frings vs ZdK-Präsident Prof. Sternberg: Zwei Modelle für die Zukunft unserer Kirche

Heute morgen war ich wieder sehr verärgert: Ich hörte im Deutschlandradio Wortfetzen eines Interviews mit dem Präsidenten des ZdK Prof. Thomas Sternberg, den angeblichen "Vertreter der katholischen Laien": "Wir als Gottesvolk mit der überwältigen Mehrheit der Laien und der Minderheit der geweihten Amtsträger" ... . Danach folgte von Herrn Sternberg allerhand Geschwafel über Dienstpflichten der Priestern und das Recht, eine Erstkommunion auch bürgerlich feiern zu dürfen. Hat dies jemand bestritten? Nein, es wird nur zurecht infrage gestellt, dass jemand zu Sakramenten zugelassen wird, ohne eine Glaubensfähigkeit (Grundwissen) und -bereitschaft (z.B. regelmäßige sonntägliche Teilnahme an der Eucharistiefeier) zu haben. Die angebliche "pastorale Katastrophe" müssten nach Sternberg ausgerechnet die Laien (welche meint er?) selber "in die Hand nehmen", da auf die Priester "nicht Verlass" sei. Wie das ohne Priester funktionieren soll, erläuterte er allerdings nicht.  Außerdem forderte Sternberg wieder einmal die Aufhebung des Zölibates. Der Präsident der katholischen Verbändevertretung ZdK bot also alte Lösungen und Forderungen an, die wir schon lange kennen.
Hier ist das Interview mit Professor Sternberg im Wortlaut: mp3

Was ich nicht gehört hatte, war ein voran gegangenes Interview mit dem Pfarrer Thomas Frings, der vor einiger Zeit sein Amt als Münsteraner Pfarrer niedergelegt hatte. Der vertritt die Meinung, dass die Volkskirche endgültig ausgedient hat, und die Zukunft die Entscheidungsgemeinde ist, die nicht an den Wohnsitz gebunden ist. Wer Mitglied in der Gemeinde sein wolle, sei herzlich willkommen, wer aber zu den Sakramenten zugelassen werde und Dienste erhalte, müssse auch Verpflichtungen eingehen. Zusätzliche Heilige Messen dürften zum Beispiel nur noch dann angeboten werden, wenn sie auch besucht würden, die Gotteshäuser auch voll wären. Die Kirche müsse sich der modernen Gesellschaft anpassen, in der "längst freiere, unverbindlichere Lebensentwürfe" üblich seien.
Hier ist das Interview mit Pfarrer Frings im Wortlaut: mp3

Nun kann sich jeder überzeugen, welches Zukunftsmodell für die katholische Kirche ihn überzeugt. Ich entscheide mich für das Modell von Pfarrer Frings!

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