Samstag, 14. Januar 2017

Warum ich an meinem Tauftag Gott ganz besonders dankbar bin

Am 14. Januar 1960 wurde ich in der St. Marien Kirche in Oldenburg getauft. Dies ist genau 57 Jahre her. Der Tauftag ist ein guter Anlass für mich, über die Bedeutung der Taufe immer wieder neu nachzudenken.

Papst Franziskus hat am 13.11.2013 eine sehr schöne Katechese darüber gehalten. Durch die Taufe bekennen wir uns als Kinder Gottes. Papst Franziskus bezeichnet die Taufe quais als "Personalausweis" des Christen und fordert jeden Christen auf, das Datum seines Tauftages zu erfragen, wenn er es nicht kennt. Wir  sollen Gott dafür danken, dass er uns an unserem Tauftag die "Pforte zu seiner Kirche geöffnet" hat. Aus diesem Grund feiere ich meinen Tauftag jetzt jedes Jahr.  Anders als meinen Geburtstag begehe ich diesen Tag eher besinnlich und mit Gebet, ich nehme mir an diesem Tag mehr Zeit, um über meinen Glauben nachzudenken.

Durch die Taufe wird der Christ "neu geboren" sagte Papst Franziskus in seiner Katechese. Eng verbunden ist damit die Beichte, das Sakrament der Versöhnung, die der Papst als "zweite Taufe" bezeichnet. Gott vergibt uns bei der Taufe unsere Erbschuld, er nimmt sie auf sich und sühnt sie für uns durch sein Leiden und Tod am Kreuz in der Person seines Sohnes Jesus Christus. Im Bad der Taufe werden wir im Wasser untergetaucht, der alte Mensch stirbt und wir werden als neuer Mensch wiedergeboren,  Auf diese Weise wird die Taufe zum Erlösungssakrament. Als Kinder Gottes dürfen wir, wie uns Jesus selbst im Vater Unser lehrt, Gott als unseren Vater anrufen, Wesentlicher Teil der Tauffeier ist die Absage an den Teufel und das christliche Glaubensbekenntnis. Zugleich werden wir mit der Taufe Jünger Christi, des menschgewordenen Gottes. Von ihm erlernen wir, Gottes Gebote zu befolgen, seinen Willen zu tun.

Was auch immer wir tun, das Siegel der Taufe bleibt in unsererem Herzen eingebrannt. Wenn wir uns vom Vater abgewandt haben, dürfen wir immer wieder zum Glauben zurückkehren und mit der "zweiten Taufe", der Beichte, unsere Taufgnade wiedergewinnen. Gott gibt auch dem größten Sünder immer wieder eine neue Chance zum Leben. Diese große Gnade habe ich in meinem Leben, in ´dem ich viele geistliche Umwege gegangen bin, selber erfahren. Deshalb erinnere ich mich an meinem Tauftag ganz besonders daran und danke Gott für alles Gute, dass er für mich tut, Wie ein guter Vater.

Montag, 9. Januar 2017

Montag der 1. Woche im Jahreskreis

kleines Stundenbuch
Montag der 1. Woche
im Jahreskreis
Am heutigen Montag holt uns der Alltag wieder ein. Für mich bedeutet dies, dass ich meinen Tag mit der morgendlichen Laudes, dem Morgengebet, wieder in meiner Gebetsecke beginne. Das grüne Stundenbuch liegt auf meinem Gebetstisch. Die Kerzen am Tischkreuz und meiner kleinen Madonna brennen hell. Während der Weihnachtszeit hielt ich die Laudes immer an der Krippe und blickte dem kleinen Jesuskind in die Augen, das in der Krippe lag. Die Liturgie des Stundengebetes führt uns wunderbar in die Bedeutung der Festtage ein.

Die Feierei der Weihnachtszeit wurde mit dem gestrigen Fest der Taufe Jesu endgültig beendet. Nur noch für die Katholiken, die sich nach dem alten Ritus richten, geht die Weihnachtszeit noch bis zum Fest "Darstellung des Herrn" (Mariä Lichtmess) am 2. Februar weiter. Am heutigen Montag beginnen wir nun wieder mit der ersten Woche im Vierwochenpsalter des Jahreskreises. Und mit unserer Arbeit und unseren Alltagssorgen und -problemen. Ich werde meinen Tannenbaum abschmücken und die Krippe wieder abbauen und in die Vorratskammer stellen.

Beten wir, dass wir auch im Alltag nicht unsere Berufung zum Christsein vergessen:

JESUS,
wir bitten DICH;
Hilf uns, dass wir auch heute
und die ganze Woche DICH nicht vergessen
dass wir unsere Kraftquelle in DIR nie verlieren.
Bleibe in uns und lass uns in DIR bleiben
denn DU bist unser HERR;

DU bist unser Licht und unser Heil.
Mache DU uns zum Licht für andere.
Hilf DU uns, gut zu anderen zu sein
und lass uns erkennen,
wenn wir umkehren müssen.

AMEN
Quelle: Bistum Augsburg: Die weihnachtliche Festzeit

Sonntag, 8. Januar 2017

Aussendung der Sternsinger in Bakum

Wie in jedem Jahr wurden auch in diesem Jahr in der Pfarrei meiner Heimatgemeinde die Sternsinger nach einem feierlichen Hochamt ausgesendet. Sie segneten am heutigen Tag jedes Haus und sammelten für einen guten Zweck, diesmal für die Kinder in Kenia. Vier Sternsingerinnen aus unserem Dorf werden unser Bistum diesmal beim Empfang der Sternsinger bei der Bundeskanzerlin Angela Merkel unser Bistum Münster vertreten. Für die vier kleinen Mädchen wird es sicher ein unvergesslicher Moment in ihrem Leben sein. Weitere Fotos von der Aussendung habe ich heute in mein Lokalblog eingestellt.

Samstag, 7. Januar 2017

Das "Mehr" am Fernseher: Die "MEHR 2017"

Dr. Johannes Hartl, der Gründer
des Augsburger Gebetshauses in Aktion
Die "MEHR" ist ..., ja was ist die "MEHR" eigentlich? Auf der Veranstaltungshomepage wird die "MEHR" als ein "Ereignis" bezeichnet, an dem mehr als 8000 Menschen mit unterschiedlichem konfessionellen und spirituellen Hintergrund teilnehmen. Drei Tage lang wird Jesus angebetet, der Lobpreis verstummt nicht. Auch finden spirituelle Vorträge statt. Die Vorträge des Leiters des Augsburger Gebetshauses Dr. Johannes Hartl höre ich immer wieder sehr gerne an.

Außer ihm halten in diesem Jahr auch weitere Redner Ansprachen, darunter der Prediger des päpstlichen Hauses Cantalamessa. Ich kann in diesem Zeitraum nicht in Augsburg sein. Aber es wird auf dem You Tube Kanal des Gebetshauses ein Livestream von der Veranstaltung gesendet. Heute mittag kam der lange gehegte und bislang immer wieder verschobene Entschluss, mir einen Chromecast zu kaufen. Damit kann man die Sendung auf den Fernseher streamen.

Es dauerte allerdings, bis ich die Tücken der Technik wenigstens so weit überwunden hatte  dass das Video auf meinem Fernseher lief. Leider schaffte ich es nicht, den Ton auf meine Stereoanlage zu schicken. Aber immerhin, es ist schon schöner, wenn man die Übertragungen auf den Fernseher ansehen kann anstatt auf einem Laptop oder Tablet.

Am Nachmittag verfolgte ich die "MEHR" nun am Fernseher. Natürlich ist es etwas ganz anderes, wenn man inmitten einer Messehalle mit Tausenden Menschen zusammen den HERRN anbetet und preist. Aber auch am Fernseher konnte man durchaus die Gegenwart des Herrn spüren. Dazu brauchte man sich nur auf die Einladungen zum Gebet folgen und der Aufforderung sich dem HERRN zu öffnen.

Ich fühlte diesmal sehr deutlich, dass etwas gerade gerückt wurde: Der gemeinsame Lobpreis Jesu vereint alle Menschen, so unterschiedlich sie sein mögen. Seine Gegenwart spürte ich ganz besonders bei der evangelischen (!) Abendmahlsfeier. Dies war für mich insofern interessant, weil ich als Katholik nicht das evangelische Abendmahl empfangen darf, weil dies meine Kirche mir untersagt.

Aus diesem Grund verfolgte ich die Abendmahlsfeier auch nicht bis zum Ende. Aber es war für mich ein deutliches Zeichen, dass Gott über den Grenzen der Konfessionen bei allen Menschen steht, die IHM nachfolgen. ER ist das Haupt und steht über allen Geboten der Kirchen, denen wir letztendlich folgen, um IHM gehorsam zu sein.

Die Spaltung unter den Christen wird letztendlich überwunden, wenn wir unserer Berufung wirklich gerecht werden, und IHM, unseren HERRN nachfolgen und anbeten. Nur ER kann unsere Zerrissenheit kitten, die Einheit ermöglichen.  Der gemeinsame Lobpreis ist das beste Heilmedikament für die Wunden unserer gespaltenen Christenheit. Beten wir, dass der HEILAND wieder uns vom Kopf auf die Füße stellt, unsere Zerrissenheit heilt und wir lernen, SEINEN Willen zu tun.

Das "Ereignis", die "MEHR" ist ein gewaltiger Impuls der Neuevangelisation, getragen von den verschiedenen Gruppen der Christenheit. Es lohnt sich, diesem Ereignis in irgendeiner Form anzuschließen, und wenn dies auch nur das gemeinsame Gebet vor dem Fernseher ist. Berichte über die "MEHR"  gibt es schon auf Kath.net. Da einige Blogger in Augsburg sind, gibt es bestimmt bald auch noch weitere Berichte im Internet.