Sonntag, 25. Dezember 2016

Leere Kirche am 1. Weihnachtstag

Diese Tage bereiteten einige kirchliche Medien uns regelmäßige Kirchgänge auf volle Kirchen und ungewohnte Gäste vor. Jene Menschen, die die Kirche nur noch ein- oder zwei Mal im Jahr besuchen; An Weihnachten, und vielleicht an Ostern. Kaplan Olding aus Geldern sprach Klartext. Über Weihnachtskirchgängern und über jene, die angeblich die Nase über sie rümpfen.

Doch längst hat sich der Trend auch hier geändert. Selbst an Hochfesten sind die Kirchen langst nicht mehr allerorten überfüllt. Dies ist mir nicht erst an diesem 1. Weihnachtstag im Jahr 2016 aufgefallen. Schon in der Karwoche war unsere Pfarrkirche sehr schwach besucht. Gründonnerstag und Karfreitag war die Kirche höchstens zur Hälfte besetzt. Diese Feiertage gehören zu den höchsten Festen unserer Kirche.

Sogar Ostern, das höchste Fest der Christenheit, ist nicht mehr für alle Menschen zwingend ein Grund, zur Kirche zu gehen. Am 1. Ostersonntag waren einige Bänke unserer Pfarrkirche im Hochamt leer  Ich erinnere mich daran noch gut, denn ich habe mit unserem Chor in der Messe gesungen. Noch rarer besucht war das Hochamt am 2. Osterfeiertag.  Am Heiligen Abend war ich nicht in meiner Pfarrei, weil ich mit meiner Angehörigen im Altenheim die Messe besuchte. Die Christ-Messe am Abend wird an Heiligabend aber sicher gut besucht worden sein, während in der nächtlichen Christmette wieder fast nur Insider und Fans dieser wunderbaren Liturgie saßen.

Am heutigen 1. Weihnachtstag erschrak ich mich fast. Die vorderen Reihen waren ziemlich leer, Hinten war die Kirche besser besetzt.  Die Zeiten, dass die Kirchen am Weihnachtstag überfüllt sind, sind lange vorbei. Ich fand dies sehr ernüchternd und musste mich ein wenig zusammenreißen. Schließlich geht man in die Kirche, um den Herrn anzubeten und seine Gegenwart als Jesuskind zu bejubeln,

Aber es läßt sich nicht bestreiten; Die Leute können längst sehr gut Weihnachten ohne Kirchgang feiern.  Auch hier wirkt sich das Aussterben der Volkskirche aus. Umso größer ist die Herausforderung an die ganze Kirche, die Menschen zu erreichen, ihnen zu vermitteln, dass sie das Wichtigste verpassen, was Weihnachten wirklich ausmacht: Eine Geburtstagsparty feiert man schließlich nicht ohne das Kind, dessen Ehrentag man feiert.,

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