Dienstag, 29. November 2016

Das Eingangslied zum Advent

Mönche des Klosters Maria Laach singen den Introitus, das Eingangslied zur Messe des ersten Aventssonntags. Nach dem dunklen Totenmonat November beginnt nun wieder das Licht größer zu werden. Mein Blick kann sich wieder heben, und schon ist in der Ferne wieder Weihnachten zu sehen. Das Licht der Welt, Christus, kommt in unsere Dunkelheit und will uns mit seiner Herrlichkeit erleuchten.

Sonntag, 27. November 2016

Und was nun bedeutet eigentlich der ADVENT?

Was ist Advent? Vor einem Jahr stellte die Münsteraner Zeitung Westfälische Nachrichten diese Frage Bürgern im Stadtzentrum unserer Domstadt. Und was ist nun der Advent? Zusammensein mit Freunden, Plätzchenbacken oder auf den Weihnachtsmarkt gehen? Ist es die Vorbereitungszeit auf ein "Fest der Liebe"? Oder geht es darum, dass der Herr Jesus Christus auch in unserem Leben neu geboren werden will? Stellen auch wir uns am heutigen ersten Adventssonntag die Frage, was Advent für uns bedeutet!

Samstag, 26. November 2016

Der (hl.) Nikolaus als Pausenclown?

Er darf nicht fehlen. Der freundliche alte Mann mit langer Mütze, weißen Bart und rotem lsngem Mantel und verteilt Geschenke an die lieben Kleinen. Moment Mal, ist dies nicht der Weihnachtsmann? So genau weiß das nicht jeder, aber das spielt auch keine Rolle. Es ist der heilige Nikolaus. In der Vechtaer Innenstadt macht er glatt Überstunden. Schon zwei Wochen vor dem eigentlichen Gedenktag des heiligen Bischofs ist er in der Innenstadt und nimmt die Stiefel der Kleinen entgegen, die sie dann am 5. Dezember befüllt mit Schokolade und Co. vom Nikolaus wieder zurück erhalten. Es ist ein geschickter Marketingtrick: Mamma oder Papa oder am besten die ganze Familie müssen gleich zwei Mal in die Stadt. Und dabei fällt ihnen vielleicht auch noch ein Geschenk ein, welches sie einkaufen müssen.

Und auch an anderen Orten taucht der rote alte Mann auf, wo sonst selten an Gott und Religion gedacht wird. Zum Beispiel bei Weihnachtsfeiern von Firmen. Wie wäre es, wenn die Menschen sich an die christlichen Wurzeln erinnern würden, die auf dieser Tradition beruht? Wie wäre es, wenn die ganze Firma mal zu einer hl. Messe gehen würde? Der Weihnachtsmann hat mit Weihnachten so wenig gemein, wie der hl. Nikolaus als Einlagenclown taugt.

Sonntag, 20. November 2016

Mein Abschluss des heilgen Jahres der Barmherzigkeit

Und schwups! Mit dem Christkönigsfest ist nun auch das Heilige Jahr der Barmherzigkeit wieder vorbei. Auf Barmherzigkeit ist jeder angewiesen. Kein Mensch hat keine Schwächen, vor Gott sind wir alle auch Sünder. Wir sind auf SEINE Liebe angewiesen, In seiner Predigt griff unserer Pfarrer dieses Thema zum Abschluss dieses Kirchenjahres auf und stellte uns vor die Frage, wie sehr wir Barmherzigkeit gesucht und auch in unserem Leben an andere weitergegeben haben. Außer mit dem Sakrament der Eucharistie wurden wir mit dem eucharistischen Segen gestärkt.

Da ich am Vorabend ein lautes, frohes und langes Fest mit meiner Nachbarschaft gefeiert habe, beschloss ich nachmittags, noch einmal die Stille in einer Schönstattkapelle in meiner Nähe zu suchen, um dort im Gebet an der Hand der Gottesmutter zur Barmherzigkeit Gottes geführt zu werden. Als ich die Kapelle betrat, saß eine Schwester und mehrere Menschen zu einer Andacht in der Kapelle. Die Schwester winkte mich herein und bedeutete mir, Platz zu nehmen.

Der Tabernakel stand offen zur Anbetung des Allerheiligsten. Ich ließ mich einfach in die Schönstattandacht mit vielen schönen Gebeten, darunter das Schönstatt-Weihegebet. Die vielen Gedanken kann ich nicht mehr ganz genau wiedergeben, die betrachtet wurden.

 Nach dieser schönen Antwort, dankte ich Gott und der heilgen Gottesmutter, dass sie mich zu diesem Ort geführt hatten und mir auf diese Weise einen runden  Abschluss dieses hl. Jahres der Barmherzigkeit zu schenken. Am kommenden Sonntag ist schon der 1. Advent. Das heißt, wir müssen uns in dieser Woche um unsere Adventskränze kümmern.

Freitag, 18. November 2016

Ein "Bambi" für den Pontifex

Wer hätte dies geglaubt? Ein Papst erhält einen Medienpreis, den "Bambi". Er wird vom Burda Konzern gestiftet.  Als Katholik, der seine Jugend zu Zeiten Pauls VI. durchlebt hat, hätte ich mir dies nie erträumt. Auch Papst Johannes Paul II, so menschenfreundlich der ebenfalls war, und schon gar nicht Papst Benedikt XVI. hätte man einen Fernsehpreis zugetraut. Wenngleich beide für mich beeindruckende Päpste waren.

Die Bilder von Franziskus prägen sich ein: Sein Verzicht auf glanzvolle Papstinsignien, Seine herzergreifenden Aktionen in Flüchtlingslagern und Gefängnissen. Er ist in den Augen vieler einfach ein "feiner Kerl", oder wie ich es auf Twitter las, ein "geiler Mann". Jemand, über den man sich freuen würde, wenn man ihn auf der Straße begegnen würde.

Die Tatsache, dass der Papst überhaupt einen Fernsehpreis entgegennimmt, ist nicht selbstverständlich, da sie eigentlich nicht dem Papstamt entspricht. Das Amt hat seine Würde allein dadurch, dass er der Stellvertreter Christi auf Erden ist. Der Inhaber des Amtes, das Christus auf den Apostel Petrus und seine Nachfolger übertrug: Weide meine Schafe! In seinem Amt soll der Papst Christus verkörpern und Hirte der Universalkirche sein. Auf diese Weise ist er der Pontifex (= Brückenbauer). Durch die Verkündigung des Evangeliums und die Austeilung der Sakramente baut er uns die Brücke in den Himmel,

Der Ehrentitel "Pontifex" ist weitaus bedeutsamer als jeder "Bambi". Der einzige Sinn dieser Preisverleihung mag sein, dass sich die Menschen in  Europa an ihre christlichen Wurzeln erinnern. Diese bestehen aber nicht nur darin, dass jedes Kind, jede Frau und jeder Mann seine Würde hat, wie es der Laudator und ehemalige Bundespräsident Horst Köhler formulierte. Sondern sie bestehen im Glauben an Jesus Christus, im christlichen Glauben, der vielerorts verdunstet ist.

Dienstag, 15. November 2016

Die letzten Tage in diesem Kirchenjahr ...

Wir befinden uns in der 33. Woche im Kirchenjahr. Mitte November. Das Jahr geht unweigerlich dem Ende entgegen. Mit der Adventszeit beginnt die Vorbereitung auf das Weihnachtsfest, auf die Feier der Geburt des Herrn. Wenngleich noch bis dahin ein wenig Zeit ist: In ruhigen Momenten aber kann man schon jetzt eine erste Bilanz ziehen;


  • wo stehe ich geistlich? Was hat mich bewegt? 
  • wie ist meine persönliche Beziehung zu Gott, zum Vater, zum Sohn. Lasse ich mich durch den heiligen Geist führen? Oder sind es andere Geister?
  • trennt mich irgend etwas, was geheilt werden muss?
  • In diesem Jahr war das Heilige Jahr der Barmherzigkeit. Habe ich es genutzt? War ich barmherzig? Habe ich nach Barmherzigkeit verlangt?

Man kann die letzten Tage schon nutzen, um das Jahr auch geistlich abzuschließen, um dann mit neuen Schwung ins neue Kirchenjahr zu gehen. Vielleicht ist eine gute Beichte ein guter Anfang im neuen Kirchenjahr.

Sonntag, 13. November 2016

Gebet am Volkstrauertag

Eigentlich ist der heutige Volkstrauertag kein katholischer Gedenktag. Dennoch nimmt die Kirche am heutigen Sonntag zumindest in unserer Pfarrei das Gedenken an die Verstorbenen in ihr Gebet mit hinein. Nach dem Sonntagshochamt wird es wieder eine Ansprache und ein Gebet geben, Kränze werden am Gedenkmal vor unserer Kirche für die Verstorbenen aus den beiden Weltkriegen niedergelegt.

Vielen sind die Ereignisse vor 100 und vor 70 Jahren weit entfernt. Dennoch finden vor unserer Haustür Kriege statt. Und auch der Frieden in Europa erscheint längst nicht mehr so sicher wie noch vor wenigen Jahren. Nationalismus und Populismus breiten sich wieder aus.

Der November ist der Monat, an dem wir der Verstorbenen gedenken. Christliche Hoffnung geht über den Tod hinaus. Krieg und Terror haben nicht das letzte Wort. Wirken wir für den Frieden, den uns letztendlich nur der Glaube schenken kann. Denn er macht uns zu Boten des Friedens und der Auferstehung.