Dienstag, 18. Oktober 2016

Der Rosenkranz – Schule des kontemplativen Betens.

Der Rosenkranz ist weit mehr als nur das "Herunterleiern" von den Gebeten "Vater Unser", "Ave Maria" und "Ehre sei dem Vater". Der tiefere Sinn des betrachtenden Rosenkranzgebetes ist es, den Beter vom mündlichen zum inneren Gebet zu führen, zu einer intensiven Herzensbegegnung mit dem Herrn. Monignore Florian Kolfhaus gibt in einem Beitrag auf der Internetseite CNA Deutschland Tipps, wie man mit Hilfe des Rosenkranz sein Gebetsleben vertieft. Und warum die Gottesmutter von Lourdes, Fatima und anderen Erscheinungsorten immer wieder das Rosenkranzgebet empfiehlt, nicht das Stundengebet oder die geistliche Lesung. Zu dem wirklich empfehlenswerten Beitrag gelangt man über den Link unten.

Der Rosenkranz – Schule des kontemplativen Betens. 7 konkrete Tipps für Fortgeschrittene

Kommentare:

  1. Zu meinen eigenen Erfahrungen mit dem Rosenkranz:

    Meine Großmutter hat mir den Rosenkranz nahezu spielerisch im Alter von etwa 6 Jahren vermittelt; wir haben damals quasi „um die Wette gebetet“. Ich bin ihr dafür bis heute dankbar.

    Später gab es lange Jahre, in denen ich ihn kaum oder gar nicht betete aber ich habe die als Kind mit dem Rosenkranz gemachte frühe Bekanntschaft nie vergessen.

    So habe ich ihn dann später für mich wiederentdeckt und habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass es ein Gebet ist, dass sich gerade auch in extremen Krisensituationen bewährt und Ruhe, Kraft und Zuversicht gibt.

    Gerade in solchen Situationen braucht man ganz einfache Gebete, die man auswendig kann - ohne schriftliche Vorlagen.

    Meine Frau und ich beten ihn regelmäßig gemeinsam - zumindest wenigstens ein Gesätz (Dauer: nur rd. 5 min).

    Wir beten alle 5 bekannten Rosenkränze, die ja mittlerweile auch im Neuen Gotteslob (NGL) verzeichnet sind.

    Allerdings erscheinen mir bei den Geheimnissen des sog. "trostreichen Rosenkranzes" die Formulierungen aus dem alten noch vorkonziliaren Gebetbuch für das Bistum Berlin z.T. noch prägnanter/treffender als die im NGL verzeichneten; nämlich:

    1.Der zur Rechten des Vaters sitzt.
    2.Der das Haupt der Kirche ist.
    3.Der mit seinem Leib uns nährt.
    4.Der wiederkommt in Herrlichkeit.
    5.Dessen Reich ohne Ende ist.

    Nr. 3 ließe sich heute vielleicht noch etwas anders und vielleicht irgendwie zeitgemäßer formulieren, z.B.:

    3.Der in der hl. Eucharistie wahrhaft zugegen ist.

    Aber insgesamt gesehen beten wir auch gerade diese 5 Formulierungen der trostreichen Rosenkranzgeheimnisse, die ja entweder direkte Bestandteile des christlichen Glaubensbekenntnisses sind bzw. direkten biblischen Ursprung haben, wegen der "Kernigkeit" ihrer Aussagen sehr gerne.

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    1. Vielen Dank für das schöne Zeugnis und auch die Hinweise aus dem alten Laudate. Ich greife auch gerne darauf zurück, zum Beispiel am Grab meiner Eltern, die ja die größte Zeit ihres Lebens daraus gebetet haben. Viele Andachten haben eine ganz besondere Kraft, gerade wegen ihrer altertümlichen Ausdrucksweise. Natürlich kann man dem Rosenkranz auch eigene Geheimnisse hinzufügen.

      Auch ich bete jeden Tag ein Gesätz im Rahmen der weltweiten Gebetsgemeinschaft "Lebendiger Rosenkranz". Getragen von vielen Mitbetern, mit denen gemeinsam ich mir den Rosenkranz aufteile. Vielleicht wäre dies auch etwas für Sie und Ihre Frau. Wenn es Sie interessiert, fragen Sie doch Ihren Pfarrer, ob er von einer Gruppe des Lebendigen Rosenkranzes in Ihrer Nähe weiß. Sie können sich auch bei Missio über das Internet anmelden. https://www.missio.at/deine-mission/geistige-solidaritaet.html

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  2. Danke für Ihre Hinweise.

    Bzgl. schöner und persönlich wertvoller Gebete aus alten Gebetbüchern habe ich auch noch eine Anregung:

    Ich habe mir mehrere mir besonders wertvolle Gebete mit dem PC abgeschrieben, ausgedruckt und ausgeschnitten und dann in mein persönliches neues Gotteslob (NGL) eingeklebt.

    Es gibt darin ja durchaus freie Seiten, und mich persönlich sprechen auch z.B. nicht die im NGL zahlreich vorkommenden Strichzeichnungen an; sind mir fast schon wg. ihrer Banalität ein Ärgernis.

    Durch das Überkleben mit besagten Gebeten schlage ich so quasi "zwei Fliegen mit einer Klappe":
    Ich brauche die Strichzeichnungen nicht mehr zu sehen und habe festen Platz im NGL gefunden für mir persönlich wertvolle Gebete.

    Ich habe mir ein Verzeichnis angefertigt mit Seitenzahl bzw. Text-Nr. des NGL, wo ich dann welches dieser Gebete finde und habe den Verzeichniszettel vorn in mein NGL eingelegt.

    Da ich aus gewissen Gründen i.d.R. mind. 30 min vor Gottesdienstbeginn in der Kirche bin und vor demselben meistens relative Ruhe herrscht, "arbeite" ich so in der Regel vor jeder Hl. Messe einen gewissen Kanon an Gebeten in den verschiedensten Anliegen ab.

    Mir verschafft das große Ruhe und Zufriedenheit, deshalb stelle ich das hier vor und kann es nur in ähnlicher Weise zur Nachahmung empfehlen.

    Gottes Segen für Sie.

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