Montag, 25. Juli 2016

Polnische Priester segnen Fahrzeuge in Oldenburg

Oldenburg ist wahrlich keine katholische Hochburg. Von jeher war die Großstadt im nordwestlichen Niedersachsen eher protestantisch orientiert. Ein Großteil der Bevölkerung ist in der 160.000 Einwohnerstadt heute konfessionslos.

Am vergangenen Sonntag (24. Juli) zeigte ich meinem Besuch die wichtigsten Orte meiner alten Heimatstadt und fuhr gerade in einer Seitenstraße auf die katholische St. Peter Kirche zu. Umso erstaunter war ich, als dort gerade polnische Priester am Gedenktag des heiligen Christophorus die Fahrzeuge segneten. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Ein Priester reichte uns noch ein kleines Gedenkkärtchen über den heiligen Christusträger und Patron der Reisenden ins Fahzeug.

(M)eine Zeit im Umbruch

Die letzten Wochen haben mich in Beschlag genommen. Mein persönliches Leben befindet sich im Umbruch. Auch mein Haus wartet auf den Umbau. Zwischenzeitlich die vielen Nachrichten über Amoklauf, Terror in Nizza, Machetenangriff in Reutlingen und Bombenanschlag in Ansbach. Und dann ist da auch noch der Brexit und die Türkei. Als Christ in der Welt beschäftigten mich diese Ereignisse sehr. Täglich verfolge ich die Nachrichten im TV und den sozialen Netzwerken. Das alles gerät im Moment aber in den Hintergrund, weil ich Besuch habe und vor allem mich ihm widme. Ein kleiner zweijähriger Junge und seine Eltern sind spannender als jeder Hype im Nachrichtenstrudel. In diesem Jahr gibt es also für mich kein Sommerloch.

Bei alledem ist es wichtig, so gut es geht, spirituelle Auszeiten zu halten. Den Kontakt zu Gott nicht abbrechen zu lassen. Bei meinem Morgengebet und der kurzen Schriftbetrachtung, beim Beten meines  Rosenkranzgesätzes. Wirkliche Sicherheit und Kraft erhält man in der Beständigkeit. In der Treue des Gebetes. Und die ist in diesen unsicheren Zeiten wichtiger denn je.

Freitag, 15. Juli 2016

Der Tag nach #NiceAttack: Gebet gegen den Terror

Terror ist Realität. Terror ist in dieser Welt an der Tagesordnung. Die Menschen in Frankreich und ganz Europa sind geschockt. Ein LKW wurde zu einer rollenden Waffe, die ein Nationalfest zur Hölle umwandelte. Über den Fahrer und sein Motiv ist noch wenig bekannt. Mindestens 84 Menschen sind gestorben. Das ist schrecklich! Es macht Angst. Das gleiche kann morgen in jeder anderen Stadt passieren. Dabei ist der Terror woanders längst Alltag. Menschen fliehen vor Krieg, Terrror und Armut. Am gleichen Tag des Terroranschlags in Nizza berichtete die Tageschau, dass die italienische Marine 675 Leichen aus einem Bootswrack barg. Diese Nachricht ging ein wenig unter. Viele werden sie - wenn überhaupt - mit einem Ackselzucken zur Kenntnis genommen haben. Genauso wie alle anderenalltäglichen Terror-  und Kriegsnachrichtenen, mit denen wir berieselt werden.

Unsere Welt ist längst in der Gleichgültigkeit unserer Wohlstandsgesellschaft versunken, die sich nicht dafür interessiert, was in der Welt um sie herum geschieht. Ein Terroranschlag in unserer Nähe will uns aus unserer Gleichgültigkeit aufrütteln und fordert uns auf, unsere eigene Lebensweise zu hinterfragen.

Jeder Terrorakt ist ein Akt gegen Gott, der jeden Menschen liebt und das Leben will, nicht den Tod. Als Christ bin ich davon überzeugt, dass Mord und Terror niemals mit dem Glauben an einen Gott gerechtfertigt werden kann. Religion und Terrorismus sind nicht vereinbar. Ich weiß mich auch mit nuslemischen Mitbürgern darin verbunden. Terroristen werden zu Opfern ihrer eigenen Gottesferne.Selbst wenn jemand schreit "Gott (Allah) ist groß". Mit seiner Tat beweist er, dass er seinen Willen missachtet. Denn allein Gott bleibt Herr über Leben und Tod. NIemand kann in seinem Namen andere ermorden. das ist eine Perversion eines jeden Glaubens. Daher bete ich gleichermaßen für die Mörder, wie ich auch für die Opfer und ihre Angehörigen bete. Dieses Anliegen habe ich heute mit in meinen Gebeten mit einbezogen. Anliegend ein Gebet aus dem Internet, welches recht gut zum aktuellen Zeitpunkt passt.

Gebet gegen Terrorismus 


Herr, unser Gott, in dieser Stunde der Angst und Gefahr rufen wir zu Dir,
der Du allein unsere Zuflucht und Hilfe bist.
Wir und unser Volk haben weithin Deine Gebote missachtet
und sind im Wohlstand aufgegangen.

Wir waren nicht wach, als Kriminalität, Okkultismus,
Gotteslästerung zunahmen, und haben dem kaum etwas entgegengesetzt.
Wir haben zugelassen, dass Gewalt und Grausamkeiten
in den Massenmedien überhandnehmen konnten
und dadurch ihren Schrecken verloren haben.

So sind wir mit schuld an der Terrorwelle,
die nun die ganze Welt zu verheeren
und in Chaos und Grauen zu stürzen droht.
Vergib uns unsere Schuld und erhöre uns
in Deiner großen Barmherzigkeit
um des vergossenen Blutes Jesu Christi willen.

Herr, unser Gott, Du hast diese Heimsuchung zugelassen.
Wir bitten Dich, dass dadurch bei uns
und überall in Deiner Gemeinde
eine heilsame Erschütterung geschieht,
ein Aufwachen aus Sicherheit und Gleichgültigkeit. [...]

zum ganzen Gebet (PDF) ...

Montag, 11. Juli 2016

Bistum Münster gibt Buch "Beziehung statt Abgrenzung – Kirche im Wandel" heraus

Das Bistum Münster hat ein Buch zur Zufriedenheitsstudie herausgegeben, welche kürzlich durchgeführt worden war. Sie hatte ergeben, dass ein großer Teil der Katholiken mit der Institution der Kirche unzufrieden waren. Auf Facebook, der Bistumshomepage und kirchensite.de wurde das Buch vorgestellt, welches sich an alle Interessierten im Bistum (also auch mich) richtet, vor allem aber für jene gedacht ist, die am Pastoralplan in den Pfarreien mitwirken. "Die Kirche sei zwar kein Servicebetrieb, müsse aber als Dienstleister besser werden", erfuhr ich beim Lesen. Viele "Dienstleistungen", zum Beispiel die Caritas oder die vielfältigen Beratungsangebote würden vom Kirchensteuerzahler gar nicht als Angebote der katholischen Kirche wahrgenommen.

Viele würden Kirche als abgrenzend gegenüber anderen empfinden. Doch gerade dies wolle die Kirche nicht sein, viel mehr wolle sie mehr in Beziehung mit den Menschen treten. Obgleich ich selber ein studierter Betriebswirt bin, irritiert mich die Marketingsprache, die bei der Vorstellung des Buches gewählt wurde, schon ein wenig. Dennoch bin ich natürlich an diesem Buch sehr interessiert, geht es doch schließlich um die Zukunft unserer Kirche. Von dem bereits öfters angekündigten Pastoralplan habe ich sowohl im Bistum noch in meiner Pfarrei nur wenig Konkretes erfahren.

Daher habe ich versucht, das Buch im Internet zu bestellen, leider vergeblich. Bei buecher.de wurde es gar nicht gefunden, und Amazon teilte mir die Nichtverfügbarkeit mit. Ich bestellte es nun direkt per Email beim Dialogverlag, wo es erschienen ist, und bin gespannt, ob ich es tatsächlich bekommen werde. Das Buch wurde mir vom Verlag umgehend per Rechnung zugeschickt.


Samstag, 2. Juli 2016

Fest Heimsuchung Mariae

Am heutigen Samstag (2. Juli) feiert die katholsiche Kirche im deutschen Sprachraum das Fest Heimsuchung Mariae. Es weist auf die Geburt des Sohnes Gottes, den Messias hin. Die mit dem göttlichen Sohn schwangere Jungfrau Maria besucht ihre schwangere Base Elisabet, die ihrerseits mit dem Wegbereiter des Messias, dem hl. Johannes des Täufers schwanger ist. So erzählt es das Lukasevangelium. Als Maria das Haus betritt und ihre Base Elisabeth begrüßt, hüpft deren Kind vor Freude im Bauch. Elisabet preist die Gottesmutter Maria, die darauf hin in ihr Lobgesang, das Magnificat ausbricht.