Donnerstag, 16. Juni 2016

Welcher Blogger zählt eigentlich zur Blogözese?

Im November wird dieser Blog zwei Jahre jung. Im Verlauf der Zeit habe ich mich immer wieder gefragt, worüber schreibst du? Welches Selbstverständnis hat dieses Blog? Mir ging es immer darum. die wunderbare Schätze des Glaubens nach außen zu tragen, Kirche und Welt aus dem Blick des römisch-katholischen Glaubens zu betrachten und beurteilen. Teil der Blogözese zu sein. Dieses Kunstwort setzt sich aus Blogger und Diözese zusammen. In jedem Beitrag soll klar und deutlich erkennbar werden, dass hier ein Katholik zu etwas Stellung nimmt.

Sehr verdient gemacht um die Blogözese hat sich die vom Predigtgärtner und Kreuzknappen Erhard Eutebach gepflegte >katholische Bloggerliste. In diesem Blogverzeichnis werden alle möglichen Seiten verzeichnet, die der umtriebige Blogger seit Jahren listet. Auch mein Glaubensblog ist darin verzeichnet und ich freue mich über viele Leser, die über die Bloggerliste mein Blog aufrufen. Für seine Arbeit gebührt dem Predigtgärtner viel Respekt und Dank.

Verdienstvoll ist, dass der Predigtgärtner sehr liberal mit der Auswahl der von ihm gelisteten Blogs ist. Ich habe nur sehr selten erlebt, dass ein Blog wieder von seiner Liste entfernt wurde. Des häufigeren wurde der Listenbetreiber schon kritisiert, weil irgendjemand der Meinung war, dass ein Blog nicht dem rechten Glauben entspräche. Der Predigtgärtner bleibt jedoch seiner Linie treu. >siehe Bericht Kreuzknappe

Beim Besuch der Bloggerliste geht mir allerdings oft ebenfalls die Frage durch den Kopf, warum dieser oder jener Blog dort gelistet ist. Auf Deutsch: Ab wann ist man Teil der Diözese der katholischen Blogger (=Blogözese)? Reicht es dazu aus, dass man katholischer Konfession ist? Wenn dem so wäre, dann müsste neben meinem Glaubensblog auch mein >Lokalblog gelistet werden. Obwohl ich dort nur sehr selten Glaubensthemen aufgreife, meist verbunden mit Ereignissen in unserer Pfarrei,. Ich verstehe mein Lokalblog weniger als ein katholisches Blog, wenngleich ich dort meinen Glauben nicht verschweige. Allerdings dient dieser Blog nicht schwerpunktmäßig zur Behandlung von Glaubens- und Kirchenthemen. Mein Lokalblog gehört nach meiner Ansicht deshalb nicht in eine katholische Bloggerliste.

In der Bloggerliste finde ich öfters Blogs, in denen ich vergeblich nach einer katholischen Handschrift suche. Weder bekennt sich der Autor in seiner Selbstdarstellung als gläubiger Katholik, noch werden schwerpunktmäßig katholische Themen behandelt. Als Beispiel zähle ich nur einige auf. Im >Blog conservo geht es zum Beispiel um konservative Werte. Schön und gut, aber man muss nicht konservativ sein, um katholisch zu sein und man kann auch konservativ sein  und sich mit der christlich-abendlichen Tradition verbunden fühlen, wenn man kein Katholik ist.  Bei >Jesus.de handelt es sich unzweifelhaft um ein Blog, welches den christlichen Glauben behandelt. Es könnte allerdings genauso gut freikirchlich oder evangelikal sein. Dagegen ist nichts einzuwenden. Aber auch hier vermisse ich eine katholische Handschrift. Auch in dem Blog >nur mal ich finde ich kein katholisches Thema.

Dies sind nur einige Beispiele, die mir ins Auge fielen. Die überwiegende Zahl der gelisteten Blogs sind unbestreibar katholisch und spiegeln die komplette Bandbreite in unserer Kirche wieder. Von Traditionalisten bis zu Pfarrgemeindeblogs ist alles enthalten. Daher lohnt sich der tägliche Blick in die katholische Bloggerliste weiterhin.

Kommentare:

  1. Sehr interessant,
    und danke für die "Blumen"...!
    Habe gleich mal darauf verlinkt.

    http://bloggerliste.blogspot.de/2016/06/folgende-25-blogger-werden-aus-der.html

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  2. Und was ist nun, außer den genannten, definitiv nicht katholisch? Es steht ja keine Abgrenzung dabei. Eine Beschreibung über das, was katholisch ist und was nicht gehört eigentlich dazu. Ich empfinde, dass dem Artikel irgendwie das passende Ende fehlt. - Ist aber meine persönliche Meinung.

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    1. Außer den von mir angeführten Gründen keine. Ich finde es ja grundsätzlich gut, dass der Predigtgärtner möglichst vielen unterschiedlichen Strömungen und Meinungen Raum lässt.

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  3. Wer entscheidet denn, was "katholisch" ist? In der Regel sind es nur die, die diesen Begriff eng fassen, die einen Diskussionsbedarf über dieses Thema sehen. Gerade der erwähnte Blog "nur mal ich" ist von großer geistlicher, christlicher Tiefe. Das ist zum Beispiel etwas, das ich bei etlichen Blogs vermisse, die sich fett "katholisch" auf die Fahne schreiben, dann dort aber nur verächtlich auf andere Glaubensformen herabblickend ihre eigenen Ansichten als wahre Lehre verkaufen. "Katholisch" ist mehr als das, wo ausdrücklich katholisch drauf steht.

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    1. ich hätte dies gerne mal ein wenig näher erläutert. Was ist am besagten Blog besonders katholisch? Wohl gemerkt, es geht nicht um allgemeinen christlichen Werte. Ist es überhaupt das Ziel des Blogbesitzers, ein katholisches Blog zu betreiben? Ich meine, wer ein katholisches Blog betreiben will, wird katholisch auch "drauf" stehen lassen oder zumindest bekennen, dass er überzeugter Katholik ist.

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    2. Ich habe vorgestern zufällig entdeckt, dass da eine Diskussion angefangen wurde, was als "katholisch" gelten soll, und nun auch dass da über mich bzw. mein Bloggen geschrieben wird.
      Ich möchte mich hier nicht etwa verteidigen - nur soviel: Ich habe nie den Anspruch erhoben, auf die besagte Liste gesetzt zu werden, weiß auch nicht, wer mich da vorgeschlagen hat. (Einen Verdacht habe ich allerdings, dass es einer war, der im strengen Sinn ganz und gar nicht katholisch sondern ein evangelischer Christ ist. Was ihn natürlich nicht disqualifiziert.)
      Nein, mein Ziel war es nie, "ein katholisches Blog zu betreiben". Mein Ziel war und ist es vielmehr, über Themen zu schreiben, die mich bewegen, meine Leserinnen und Leser auf Themen aufmerksam zu machen, die ich für wichtig halte, außerdem immer wieder auch mein Hobby Fotografie zu zeigen, und einfach eine bunte Mischung zu bieten. Dabei kommen nicth gerade jeden Tag und nicht in jedem Beitrag auch religiöse, christliche, ökumenische - und auch "katholische" Themen vor.
      Wenn Ihnen das zu wenig ist, gut.
      Dass Arrgh mir bescheinigt, "der erwähnte Blog "nur mal ich" ist von großer geistlicher, christlicher Tiefe" ändert daran nichts, auch wenn es mich schon sehr freut, dass jemand, den ich nicht kenne, zu dieser Meinung kommt.
      Muss man denn sein Katholischsein vor sich her tragen?
      Gruß
      Werner Bühler
      buehler-ew@gmx.de

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    3. Vielen Dank für Ihre Antwort, Werner Bühler. Sie bestätigen ja. dass Sie Ihren Blog nicht betreiben, um Themen des Glaubens und der Kirche zu behandeln und daher ihr Blog eigentlich nicht auf diese Bloggerliste gehört.

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    4. Die Grundfrage ist doch, was "gehört" auf eine solche Liste. Was wird als "katholisch" anerkannt. Dafür müsste es wohl genauere Kriterien geben. Und da scheinen Ihre Kriterien von denen anderer Blogger einfach abzuweichen.
      Wie ich deutlich machen wollte, gehört es durchaus zu meinen Zielen AUCH - aber nicht ausschließlich - katholische bzw. zumindest christliche Themen zu behandeln (und davon, gibt es in meinem blog eine ganze Menge).
      Ich warte einfach mal ab, was der Gärtner entscheidet. :-)

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  4. @nurmalich hmpf !!! Im ersten Kommentar schrieben Sie, dass Sie nie einen Anspruch erhoben hätten, gelistet zu werden und was nun? Möchten Sie uns damit erklären, dass Ihr Blog doch in eine katholische Bloggerliste gehört? Und warum gehört nun Ihr Blog dort hin? Welche Kriterien würden Sie denn Ihrerseits vorschlagen? Gehört dort jedes Blog rein, in welchem mal über katholische bzw. Themen behandelt wurden? Welche Blogs gehören nach Ihrer Meinung nicht in eine solche Liste?

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    1. Nein, ich erhebe auch heute keinen "Anspruch" gelistet zu bleiben.
      Wenn mich jemand listen will, ok, und wenn nicht, ist's auch ok.
      Da es eine private Liste ist, muss der, der die Liste angelegt hat und führt, entscheiden, was auf die Liste gehört, muss der entscheiden, der die Liste führt - und sonst gar niemand. Weder Sie noch ich.

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    2. ich echtscheide ja gar nicht. Ich habe das Thema nur zur Diskussion gestellt. Die Liste ist übrigens öffentlich, auch wenn sie von einem Privatmann betrieben wird.

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  5. "Welche Kriterien würden Sie denn Ihrerseits vorschlagen? Gehört dort jedes Blog rein, in welchem mal über katholische bzw. Themen behandelt wurden? Welche Blogs gehören nach Ihrer Meinung nicht in eine solche Liste?"

    @Georg´s Glauben

    Für mich persönlich kann es gar nicht genug Auswahl/Vielfalt geben.
    Mögen doch Leser entscheiden, welchen Blog sie besuchen.

    Der Listenführer hat offensichtlich entschieden, diesen Blog in seiner Liste zu führen, worin besteht nun das Problem?

    Mein Vorbild ist das Leben Jesu und Ablehnung von Menschen kam darin nicht vor. Es gab stets nur Debatten um die wesentlichen wahrhaften Dinge, um ein Leben nach Werten und Geboten.

    Ist es Sorge um Konkurrenz, ist es die Annahme, mein eigener Blog sei lesenswerter?

    Was steckt dahinter, den Anspruch von Blogs auf bestehenden Blog-Listen anzuzweifeln, bzw. zu diskutieren?

    Verursacht der Blog Schaden, enthält er ungute Inhalte?

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