Dienstag, 14. Juni 2016

Nach dem Abschied Timmerevers nun Degradierung Oldenburger Katholiken?

Am 19. Juni wird Weihbischof Timmerevers aus dem Offizialatsbezirk Oldenburg verabschiedet. Ende August wird er sein neues Amt als Bischof von Dresden antreten. Schon bevor Weihbischof Timmerevers aus Vechta verzogen ist, haben die Spekulationen um seinen Nachfolger begonnen.

Die Besonderheit des Offizialats Oldenburgs als Teil des Bistums Münster  ist >geschichtlicher Natur. Deshalb wurden dem Offizialat weitreichende kirchliche Aufgaben zugeordnet, fast wie die eines kleinen Bistums. Einem Offizialat kann, aber muss nicht zwangsläufig ein Weihbischof vorstehen. Im Offizialat Oldenburg ist dies seit dem Jahr 1970 der Fall: >Liste der Offiziale  Einen sehr guten Ruf hatte Weihbischof Dr. Max-Georg von Twickel bei den oldenburger Katholiken. Er war von 1970 bis 2001 im Amt und entwickelte den Nimbus eines Regionalbischofs. Sein Nachfolger, der nun scheidende Heinrich Timmerevers, ist somit erst der zweite Weihbischof in unserem Offizialat. Er blieb im Vergleich zur Ausstrahlung seines Vorgänger allerdings eher blass. Übrigens stammen fast alle der ehemaligen Offiziale aus dem Oldenburger Land.

Ein Kommentartor in der Oldenburgischen Volkszeitung schrieb, es sei eine "gute Sache gewesen" mit der Weihe der Offiziale zu Bischöfen, die eigenständige Identität der Katholiken im Oldenburger Land auf diese Weise zu "betonen". Falls der neue Offizial kein Bischof sei, würde dies von den hiesigen Katholiken als "Degradierung" empfunden werden.

Ist dies wirklich so? Die Identifikation der Katholiken mit der "Amtskirche" hat auch im Oldenburger Land ziemlich gelitten. Die wenigsten Katholiken nehmen Notiz davon, ob wir einen "eigenen" Weihbischof haben oder nicht. Beispiel: Außer vielleicht die hauptamtlich Angestellten im Oldenburger Offizialat. Als Weihbischof Timmerevers im Rahmen seiner Visitation in unserer Pfarrgemeinde Eucharistiefeier hielt, war nur der "harte Kern" unserer Pfarrgemeinde anwesend. >Bericht ...

Ich glaube kaum. dass sich etwas ändern würde, wenn der neue Offizial kein Bischof ist. Die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstteilnehmer und der Menschen, die sich noch mit "ihrer" Kirche identifizieren, wird wohl nicht größer werden. Es sei denn, der "Neue" ist eine Persönlichkeit, die einen Ruck in unserer so lahmen Offizialatskirche erzeugt und die Leute neu begeistert.

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