Sonntag, 19. Juni 2016

"Ihr aber, für wen haltet ihr mich?"

Sie ist die entscheidende Frage, die Jesus auch an jeden von uns stellt. Die Frage im Evangelium des heutigen 12. Sonntags im Jahreskreis: "Für wen halten mich die Leute?" und an die Jünger:  "Ihr aber, für wen haltet ihr mich?" Was würden wir jemanden auf der Straße antworten, wenn er uns diese Frage stellen würde? Gleich früh morgens beim Blick in meiner Timline bei Twitter wurde auch ich mit dieser Frage konfrontiert.

Auch bei der heutigen Familienmesse wurden alle Gemeindemitglieder unserer Pfarrei eingeladen, hierauf eine Antwort auf einen Zettel zu schreiben. Brav schrieben die Kinder und einige Erwachsene auf, dass Jesus ein "guter Freund", "Vorbild", "Beschützer", "besonderer Mensch" oder ein "Jemand, der einem nie im Stich lässt" gewesen sei. Wenngleich keine der Antworten falsch war, wären sie wohl kaum eine passende Erklärung für die Bedeutung Jesu Christi.  Einen guten verlässlichen  Freund hat hoffentlich jeder.  Besondere Menschen, Vorbilder usw. gibt es einige. Und beschützen sollte uns eigentlich die Polizei und Sicherheitsdienste. oder das Militär.

Zum Glück hatte ich gerade weder Stift noch Zettel zur Hand, denn spontan fiel mir die Antwort in einem Satz auch nicht ein.  Die Größe Gottes kann niemand in Worte fassen. So bleibt jede Antwort ein Stammeln. Selbst, wenn wir wie Petrus antworten, für den Messias Gottes? Denn so können wir nur antworten, weil wir den Glauben der Kirche erlernt und angenommen haben, weil es uns so in der Bibel erklärt wird. So gesehen sind alle Antworten, auch die im Gottesdienst, ein Lobpreis der Kinder Gottes, Und ist es nicht auch bei kleinen Kinder so, dass sie ins Stammeln geraten, wenn sie erklären müssen, was ihre Eltern für sie bedeuten?

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