Mittwoch, 11. Mai 2016

Maiandacht zur Mutter der Barmherzigkeit

Maiandacht in Nachbarsgarten
Wenn man die derzeitige Lage unserer Kirche erlebt, dann ist dies oft entmutigend. Leere Kirchenbänke, offensichtlich praktizieren viele Katholiken ihren Glauben nur noch wenig. Ein Leuchtfeuer ist die alte Tradition der Marienandachten, die in den Dörfern (noch?) gefeiert werden. Eine solche Marienandacht veranstaltete die Kolpingfamilie jetzt bei einer Nachbarfamilie von mir.

Im Garten meiner Nachbarn steht eine Madonna und vor ihr wurden im wohlgepflegten Garten Stühle aufgestellt. Die Andacht wurde von der jungen Schwiegertochter aus dem Internet zusammengestellt und enthielt viele alte Marienlieder und -gebete, dem Salve Regina, dem Magnificat, den Grüssauer Marienrufen und einem Impuls des sel. Adolph Kolping. Der Gedanke an das heilige Jahr der Barmherzigkeit stand im Zentrum der Andacht. Zitat aus der Hinführung der Marienandacht:
" ... Das Hören der Botschaft Gottes, mit ihrem Ohr des Glaubenssowie ihre Antwort aus offenem und tiefsten Herzensgrund bereiten den Weg, dass Gottes unbegreifliche Barmherzigkeit in die Welt kommen konnte. ... "
Erfreulich viele Leute waren aus der Nachbarschaft gekommen, allerdings wenig Männer und viele Ältere. Nach der Andacht lud uns die Kolpingfamilie zum gemütlichen Beisammensein mit Bier und Wasser ein. Auch das gehört zum katholischen Glauben. Wir unterhielten uns über die Kolpingfamilie und die Zukunft unserer Gemeinde. Unsere Kolpingfamilie hat seit einigen Jahren eine sehr lebendige Kolpingjugend. Die veranstaltet tolle Ferienfahrten, Aktionen und Feste. Allerdings fragte ich nach, ob es gelingt, außer Party und Spaß auch gemeinsame Gebetsaktionen und Andachten jungen Leuten nahe zu bringen.

Da gibt es ein paar gute Ansätze aber auch viele Fragezeichen, erfuhr ich. Letztendlich wissen wir es aus dem täglichen "Alltag" in der Kirche. Die Kirchenbänke bleiben oft leer. Auch, weil viele Kolpinger in der heiligen Messe fehlen.

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