Donnerstag, 26. Mai 2016

Fronleichnam: Sind wir Katholiken etwa ein blutrünstiges Volk?

Heute sinnierte eine Snapchatterin über Fronleichnam, das Hochfest des Leibes und Blutes Christi. Sie fand das ekelhaft. So war jedenfalls mein Eindruck ihres Snapvideos, welches leider nicht mehr online ist. Sind wir Katholiken wirklich ein blutrünstiges Volk? Oder gar Kannibalen?

Die Social Media Managerin hätte es eigentlich besser wissen kömnnen. Vielleicht war sie schon zumindest als Kind einmal bei einer Fronleichnamsprozesession gewesen. Und da ist garantiert kein Blut geflossen. Zumindest hätte man davon gehört. Mit dem Fest Fronleichnam feiern wir katholische Christen die Eucharistie. Wir feiern, dass Christus uns nahe ist, dass er sich uns in jeder heiligen Messe im eucharistischen Opfer als Nahrung schenkt. Das Fest entstand in einer Zeit des Mittelalters, in dem Aberglaube sich breit machte, erklärte uns unser Pfarrer. Die Leute litten damals große Not und missdeuteten die Kreuzesphilosophie als eine Strafe Gottes. In dieser Zeit hatte eine Ordensfrau eine Vision die zur Einsetzung dieses Festes führte. Mit dem Fest Fronleichnam sollte der Glaube an den einen Gott gestärkt und der Aberglaube bekämpft werden.

Wir Katholiken feiern am Fronleichnamsfest die Einsetzung der Eucharistie. Wir glauben, das Christus uns nahe ist, ums stärkt und zur Nahrung wird in Gestalt von Brot und Wein. Es ist ein garantiert unblutiges Freudenfest. Es handelt sich nicht um eine gewöhnliche Speise, sondern eine Speise des Himmels. In einer Demonstration, der Fronleichnamsprozession, zeigen wir öffentlich unseren Glauben, dass Gott uns allen nah ist und jedem zur Nahrung werden möchte.

Infos zum Fronleichnamsfest auch auf Kathpedia

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