Sonntag, 27. März 2016

Warum es uns Ostern häufig an der Auferstehungsfreude mangelt

Christus ist auferstanden! Christus ist wahrhaft auferstanden! Diesen Ostergruß haben wir tausend Mal gehört. Dennoch will in uns die rechte Freude beim Osterfest so oft nicht kommen.  Auch mir geht es leider so. Das merke ich oft am Osterfest. Was könnten die Gründe sein?

"Christus ist wahrhaft auferstanden" - Spüren wir dies an Ostern? Ein paar Gedanken dazu.
In der Vigilfeier in der vergangenen Nacht brachte unser indischer Pfarrer einen wichtigen Grund. "Eigentlich ist Ostern ganz anders", predigte er und verwies auf ein  Buch mit dem gleichen Titel von Andrea Schwarz. Selbst die Apostel hätten an der Auferstehungsbotschaft zunächst gezweifelt. Sie seien ratlos am leeren Grab gestanden, wie die Frauen, die als erste dort ankamen, um den Herrn der jüdischen Tradition entsprechend ein würdiges Begräbnis zu schenken. Aber auch Petrus und den anderen Jüngern erging es nicht anders. Sie erstickten ihre Trauer darin, wieder ihrem "Alltag" zu folgen, zur alten Tagesordnung hinüber zu gehen.

Ein weiterer Grund, dass wir uns Ostern nicht wirklich freuen können, könnte unsere mangelhafte Vorbereitung auf das höchste Fest der Christenheit sein. Wer Ostern genauso lebt wie im "Alltag", der wird kein anders Lebensgefühl verspüren. Wer nicht fastet, dem schmeckt kein Osterbraten. Denn der Satte kennt ja nichts anders. Er ist und lebt ja immer aus dem Vollen. Erst der Verzicht bereitet uns auf die wahren Freude vor, wenn das Fest der Feste endlich da ist. Genauso ist es mit unserer Kleidung. Wer Ostern nicht sein Festkleid anzieht, sondern sich genauso anzieht wie bei seiner Arbeit, wie soll der Freude empfinden?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen