Mittwoch, 20. Januar 2016

Ungewöhnliche Kommunionspendung in der "Kirche am Meer"

Als ich gestern Abend im NDR Fernsehen einen Bericht aus der katholischen "Kirche am Meer" in Schillig sah, wunderte ich mich doch sehr. Ich hatte noch nie gesehen, dass die Kommunion in einer solchen Weise gespendet wurde. Die Szene stammt aus einer "Wochenserie: Kirche - was nun", die in der Sendung "Hallo Niedersachsen" vom 19. Januar 2016 in der 22. Minute gezeigt wurde.

In dem nur wenige Sekunden dauernden Videoausschnitt wurde gezeigt, wie der Priester die Eucharistie in Form der Handkommunion an die Gläubigen spendete. Neben ihm stand eine Kommunionspenderin, die den Kelch mit konsekrierten Wein in der Hand hielt. Die Gläubigen kamen anschließend zu ihr, tauchten die Hostie in den Kelch (Intinktion) ein und empfingen die Kommunion mit der Hand. Laut Redemptionis Sacramentum Nr 104 ist es den Gläubigen verboten, selbst die Hostie in den konsekrierten Wein einzutauchen und  danach mit der Hand zu empfangen. Demnach handelte es sich hier offenbar um einen Liturgiemissbrauch. Link zum Video in der Mediathek ...

Kommentare:

  1. In der Tat nicht erlaubt, aber in nicht wenigen Gemeinden bei der Spendung unter beiden Gestalten gängige Praxis ... wobei ich mich immer fragen, warum man die Kommunion überhaupt unter beiden Gestalten spendet, wenn statt getrunken dann doch nur getunkt und gegessen wird ?!?

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    1. Ist hierzulande, im Westzipfel, gang und gäbe. Bin allerdings nicht die einzige, die darauf (aufs "tunken") verzichtet. Und natürlich "spröötzt" (spitzt)
      das jedesmal. Dann nimmt der Kommunionspender ein Tuch und wischt den Boden auf. Es ist unglaublich.

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