Freitag, 29. Januar 2016

Der Papst auf einem Wahlplakat der Linken

Eigentlich ist das Thema mittlerweile abgegrast. In der Twitterwelt kreiste das Bild schon seit Tagen; Papst Franziskus auf einem Wahlplakat der Partei "Die Linke" und ein Zitat des Papstes: "Wenn die Politik den Menschen wirklich dienen soll, darf sie nicht Sklave der Wirtschaft und Finanzwelt sein."

Die Zeit hat sich gedreht. Als einer aus der Nach-68iger Generation konnte ich mich noch gut daran erinnern, dass Kommunisten und Sozialisten kein gutes Haar an einem Papst fanden, geschweige ihn auf ihr Wahlkampfschild holten. Eher waren es Christdemokraten, die lange sich gegen den Paragraph 218 wehrten und für die christliche Moral- und Sittenlehre eintraten. Doch auch das ist lange vorbei. Äußerungen des Papstes für politische Zwecke zu verwenden ist ein No-Go! Vor allem von ein Partei, die die Lehren und Ziele der katholischen Kirche ansonsten komplett ablehnt.

Nein, die Linke ist nicht katholisch geworden, keine Bange. Die Partei "Die Linke" nutzt knallhart aus, dass Papst Franziskus weder von "Ultrakonservativen" noch von Linken, geschweige denn Kommunisten vereinnahmen lässt. Damit reiht sie sich in die große Zahl jener ein, die den derzeitigen Papst für ihre Zwecke nutzen wollen. Doch dieser Papst lässt sich nicht instrumentalisieren, von wem auch immer. 

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