Donnerstag, 31. Dezember 2015

Gedanken zum Jahreswechsel: Wer ist Jesus für mich?

Heute wurde in unserer Pfarrei die Gedenkmesse zum hl. Sylvester I. gefeiert. Er war Papst zur Zeit des Kaisers Konstantin (314-335). In dieser Zeit fand ein grundlegender Wandel des Verhältnisses des Christentums zum römischen Staat statt. Im Evangelium (Mt 16,13-19) stellt uns Jesus die entscheidende Frage: "Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn?" Unser Pfarrer ging in seiner kurzen Predigt zum Jahreswechsel auf dieses Schriftwort intensiv ein, und auch in mir hallt dieses nach.

Unser Pfarrer sagte, dass dieses Schriftwort uns zu einer Gewissensprüfung einlädt. Wer ist Jesus Christus für uns in diesem Jahr gewesen? Wie sehr hat uns die Beziehung mit ihm getragen? Haben wir ihm für alles gedankt, was uns Gutes widerfahren ist? Haben wir auch alle Unbarmherzigkeiten, alles Leid, unsere Krankheit getragen, wie er das Kreuz für uns getragen hat? Haben wir IHN zum Gefährten gemacht? Unser Denken, Handeln und tun an ihm ausgerichtet?

Wir wissen nicht, wie das kommende Jahr für uns ausgehen wird. Aber als Christen dürfen wir vertrauen, dass Christus bei allem, was uns geschieht uns begleitet. Für mich stehen persönliche Veränderungen bevor, Bin ich bereit, sie zu gehen? Oder hänge ich an meinem sozialen Status, an meinem Reichtum, an meiner Beliebtheit, den gesellschaftlichen Rang? Was wäre, wenn dies alles nicht mehr sein würde? 

Gebe uns Gott die Gnade, dass wir das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren: Tod, Gericht, Ewiges Leben, Fegefeuer, Himmel oder Hölle. Den Glauben, die Liebe und die Hoffnung, dass Gott uns mit offenen Armen empfängt. So werden wir die Herausforderungen des nächsten Jahres annehmen und das Beste draus machen. Gleich, ob wir es gut oder nicht so gut geschafft haben, wir dürfen vor Gott letztendlich immer in der Armut begegnen, dass wir ohne ihn nichts erreicht hätten. Und alles, was uns gelungen ist, Dank seiner Gnade gelungen ist. In dieser Haltung dürfen wir vertrauensvoll in die Zukunft und das Neue Jahr blicken.

Allen Lesern wünsche ich ein gutes Neues Jahr, verbunden mit Gottes reichem Segen!
Ihr Georg Rosenbaum

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