Sonntag, 15. November 2015

Terror! Volkstrauertag. Das Ende der Welt ...

Zum Ende des Kirchenjahres gedenkt auch die Kirche am Volkstrauertag der Opfer und der Toten von Krieg und Terror. Dieses Jahr erhält der Volkstrauertag einen ganz eigenen Charakter. Paris liegt nur sechs Autostunden von Südoldenburg, meiner Heimat entfernt. Es ist die Hauptstadt des Landes, dessen Präsident uns verkündet hat, dass es sich im Krieg mit dem so genannten "Islamischen Staat" befindet. Diese Tatsache führt uns (eindeutig vor Augen, dass der Krieg nicht ein Thema der Vergangenheit ist, dass der Krieg nicht weit entfernt von uns ist. Krieg und Terror können jeden von uns jederzeit treffen.

Das macht vielen Angst, auch mir. Wer meine letzten Beiträge gelesen hat, hat sicherlich spürt, dass mich dieses Thema in diesen Tagen ganz intensiv beschäftigt. Was uns nicht wirklich bedroht sind die Ideen verrückter verblendeter religiöser Fanatiker. Es spielt nicht die Rolle, mit welchen Worten uns Fanatiker anschreien: "Allahu Akbar" (Gott ist groß). Oder "Christus ist der Herr!" Auch Worte von Leuten, die die Religion, den Glauben an Gott, verachten, werfen uns nicht um. Davon gibt es in dieser gottlosen Zeit ja genügend Leute. Reaktionen auf meine Tweets und Facebookkommentare bringen diese Ablehnung des Glaubens hin und wieder zum Ausdruck.

Das schlagende Argument ist die geladene Waffe, die Handgranate. Wir können uns so etwas nicht erklären, es übersteigt unser Fassungsvermögen. Dass jemand "Gott ist groß" schreit und dann eine geladene Waffe vor den Kopf hält. Daher wissen wir auch nicht wie wir reagieren würden, wenn tatsächlich ein Mensch so etwas tun würde. Es wäre das Ende der Welt. Zumindest für uns persönlich in diesem Moment.

Angst, Hass und Krieg ist Teil dieser Welt. Sie gehören zu diesem Leben, das ist die Realität. Aber als Christen glauben wir, dass dies nicht das letzte Argument ist. Wir glauben daran, dass Christus durch seinen Kreuzestod, durch sein Sterben, diese Welt überwunden hat. Hass, Krieg und Terror werden nicht siegen, weil Gott uns seinen Sohn gesandt hat, der uns erlösen wird. Der zur Sühne unsrer Schuld sein Leben hingegeben hat. Die Schrifttexte zum Jahresende verweisen immer wieder auf die Herrlichkeit des Herrn, der wiederkommen wird.

Als Christen sind wir berufen, treu in der Nachfolge Christi zu stehen und Zeugnis von seiner frohen Botschaft zu geben. Diesen Auftrag versuchen auch viele katholische Blogger ernst zu nehmen, indem sie in Wort und Schriftzeugnis von der Liebe Gottes und vom Glauben unserer katholischen Kirche geben wollen. Am heutigen Sonntag endet ein Bloggertreffen in Essen, zudem sich einige von meinen Kolleginnen und Kollegen getroffen haben. Ich hoffe, dass es Impulse in unsere Blogoszöse zur Erfüllung dieses wichtigen Auftrags in unserer Zeit bekommen haben.

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