Dienstag, 17. November 2015

Mein Glaubensblog "feiert" heute seinen ersten Geburtstag

Screnshot: Mein erster Blogbeitrag vom 17.11.2014
Auf den Tag genau betreibe ich nun dieses Blog "Im Glauben er-leben" seit einem Jahr. Am 17.11.2014 startete ich mit meinem ersten Blogbeitrag. Das ist ein guter Anlass für mich, darüber nachzudenken, was dieses Blog anderen und mir gebracht hat. Und ob ich den mir gesetzten Zielen gerecht geworden bin.

Mehr als 250 Beiträge habe ich im vergangenen Jahr hier veröffentlicht. Darunter waren Beiträge mit Gebeten, Kommentaren zum Zeitgeschehen in unserer Kirche und zu unserem Glauben sowie Beiträge, mit denen ich meine Erfahrungen in meinem Glaubensleben mit anderen teilen wollte.

Betrachtet man meinen Blog ausschließlich von der Erfolgsseite her, so muss ich ein relativ geringes Interesse an meinen Blog feststellen. Nur insgesamt 18.000 Mal wurden Beiträge aus diesem Blog in der ganzen Zeit aufgerufen. Das ist verschwindend gering im Vergleich zu meinen anderen Blog georg-rosenbaum.de, Dort veröffentliche ich Fotogalerien  und Beiträge aus meinem Heimatdorf. Allein seit Beginn dieses Jahres verzeichnet die Statistik dieses Blogs mehr als eine Millionen Seitenaufrufe. Bilder von Partys, Vereinsveranstaltungen, und wichtigen Ereignissen im Dorf sind weitaus attraktiver für Leser als fromme Texte oder Gedanken über den Zustand der katholischen Kirche und unserer Gesellschaft.

Aber dennoch bin ich erstaunt, dass mein Glaubensblog sogar bei Leuten Interesse findet, von denen ich es nie erwartet hätte. Zum Beispiel wurde ich bei  einem Treffen meiner Gebetsgruppe darauf angesprochen. Auch eine mir wildfremde Frau rief aus der benachbarten Kreisstadt wegen meines Glaubensblogs bei mir an. Meinen Namen und Adresse fand sie in meinem Impressum.

Etwas unangehmer war jedoch eine Reaktion während eines Dorffestes. Ich hatte kurz zuvor über das Thema Ehe / Ehescheidungen und zerbrechende Beziehungen gebloggt und dabei einen klar katholischen Standpunkt vertreten. Von mehreren Leuten wurde ich deswegen an der Biertheke schwer beschimpft und angegriffen. Ich blieb bei meinem Standpunkt und bin froh, dass ich im Dorf dennoch weiterhin freundlich gegrüßt werde.

Auch bei meinem Glaubensblog stellte ich sehr schnell fest, dass die dortigen Leser sich eher für Streitthemen und kritische Gedanken zum Zustand der Kirche, als für fromme Gebete und Betrachtungen interessieren. Die überwiegenden Beiträge wurden durchschnittlich nur 20 bis 30 Mal aufgerufen. Einige Beiträge, die überdurchschnittlich großes Interesse fanden, stelle ich hier einmal zusammen:
Dies ist nur eine kleine Auswahl meiner "Best of"-Artikel. Einige Artikel habe ich bereits aus unterschiedlichen Gründen aus dem Netz genommen, die ebenfalls sehr großes Interresse erregten. Die höchsten Zugriffszahlen  erreichte mein Beitrag
Dieser Beitrag wurde von vielen Lesern auf Twitter geteilt und und Blogs sowie auf einem katholischen Internetportal verlinkt. Die meisten Besucher erhalte ich von der kath. Bloggerliste. Besonders bedanken möchte ich mich bei Erhard Eutebach, der die Liste pflegt.

Viel wichtiger als der zahlenmäßige Erfolg ist allerdings für mich, ob ich mit diesem Blog meinen eigenen Ansprüchen gerecht worden bin. Ich war mit dem Vorsatz angetreten, mit meinem Blog einen weiteren Beitrag zur katholischen Bloggerszene, der sogenannten Blogözese zu leisten. Mit meinem Blog möchte ich Beiträge zur Glaubenspraxis und zu Themen der Kirche und Gesellschaft aus der Perspektive meiner Glaubenserfahrung mit anderen Menschen teilen. Die Schönheit des katholischen Glaubens möchte ich anderen vermitteln und vielleicht den einen oder anderen zum Nachdenken und Nachforschen im Glauben und Beten anregen. Ob mir dies gelungen ist, mag jeder meiner Leser für sich unterschiedlich beurteilen. 

Sicher gibt es da noch einige Baustellen und Verbesserungsmöglichkeiten. Ende des Jahres werde ich noch einmal alle bisherigen Beiträge unter die Lupe nehmen und mein Blog eventuell bereinigen. Alles in allem hat es sich für mich gelohnt, katholisch zu bloggen. Ich habe viele Anregungen bekommen und zum Teil auch über mein Blog und via Twitter nette und interessante Menschen kennengelernt. Mittlerweile ist mir mein Glaubensblog durchaus ans Herz gewachsen. Auch das Motiv, zu bloggen hat sich etwas verschoben. Ich blogge jetzt vor allem, um meine Glaubens- und Lebenserfahrungen zu reflektieren. Wenn dies gleichzeitig auch in Zukunft einige Leser interessieren würde, würde ich mich sehr freuen.

Bei meinen treuen Lesern bedanke ich mich von Herzen und wünsche allen Gottes Segen,
Euer / Ihr Georg Rosenbaum

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