Sonntag, 15. November 2015

Gedanken zum zweiten Tag nach dem Anschlag in Paris

Nein, der Terroranschlag in Paris durch Islamisten beschäftigt mich noch weiter. Ich kann nicht so einfach zur Tagesordnung über gehen. Die Geschichte kam mir heute Nacht noch einmal aufs Bett. Diesmal beschäftigte mich das Schicksal der Täter. Was motiviert jemanden, andere zu töten, und selbst danach den Freitod zu wählen. Ist es der Hass? Ist es der Wahn den "wahren Glauben" zu haben? Und die daraus resultierende Vorstellung, "Ungläubige" töten zu dürfen? Und: was geschieht mit solchen "Märtyrern", die keine sind, wirklich nach dem Tode?

Genau so wie Moslems glaube ich als Christ an ein Leben nach dem Tode. Es gibt viele Parallelen im Islam und im Christentum. Zum Beispiel der Glaube an ein Gericht nach dem Tode sowie an die Hölle und an den Himmel.

Auf keinen Fall aber teile ich den Glauben, dass man nach dem Mord an "Ungläubigen" und den freigewählten Freitod (sich in die Luft sprengen) einen Märtyrertod stirbt und danach in den Himmel kommt. Ein Glaube, dass man danach sofort in den Himmel kommt und viele Jungfrauen zu Willen sein werden, ist ein Irrglaube, da bin ich mir sicher.  Wer sich anmaßt, über Leben und Tod zu richten, stellt sich gleich Gott, dem wahren Herrn über Leben und Tod. 

Daher dürfen Menschen nur in ganz wenigen Ausnahmefällen getötet werden, zum Beispiel um etwa den Schaden eines gewaltsamen Konfliktes so gering wie möglich zu halten oder die Bedrohung des Lebens Dritter zu verhindern. Terrorakte sind immer auch eine Verhöhnung des allmächtigen Gottes und daher zu verurteilen.

Der eine oder andere Leser mag meine Zeilen für überflüssige Allgemeinwahrheiten halten. Aber als Christ ist mir wichtig, solche Gedanken öffentlich zu machen, um den Irrsinn der islamistischen "Märtyrer", die auf solche Weise Massenmorde rechtfertigen, etwas entgegenzusetzen. Nein, ihr landet niemals im Paradies. Ihr, die ihr anderen tagtäglich eine Hölle bereitet, werdet dort niemals landen!

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