Samstag, 14. November 2015

Gedanken zum Anschlag in Paris am Tag danach

Da begehen Terroristen angeblich im Namen einer Religion einen Massenmord in Paris. Schon kurz danach entbrennt in den sozialen Netzwerken eine wilde politische Diskussion. Sogar einige Brüder und Schwestern in meinem Glauben, Menschen, die sich als Katholiken bezeichnen, machen eine ganze Weltreligion, den Islam, dafür mitverantwortlich. Das tut mir weh.

Auf der anderen Seite können Muslime es nicht zulassen, dass im Namen ihrer Religion unschuldige Menschen ermordet werden. Es fehlt ein eindeutiges Bekenntnis der führenden Autoritäten im Islam, etwa eine Fatwa gegen jeden Terrorismus im Namen des Islams. Außerdem gibt es mächtige Staaten, in denen der Islam sogar Staatsreligion ist. Es ist die erste und die vornehmste der Pflicht aller Muslime, dem Terrotismus im Namen ihrer Religion ein Ende zu bereiten. Daran kommen die Muslime nicht vorbei. Es gibt keine Argumente, dass die Moslems dies nicht tun könnten. Geld und militärische Voraussetzungen sind in ihren Nationen ausreichend vorhanden, um den Terroristen, die aus ihren Ländern kommen, das Handwerk zu legen.

Die Glaubwürdigkeit des Islams steht auf dem Spiel. Aber auch die Glaubwürdigkeit der Religion an sich steht auf dem Spiel, so lange in Namen irgendeiner Religion Menschen getötet werden.

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