Freitag, 20. November 2015

Gebet für den Frieden in Vechta

Vor dem Friedensgebet in der Propsteikirche in Vechta
Das bischöfliche Münstersche Offizialat Oldenburg hatte zum Friedensgebet in die Vechtaer Propsteikirche St. Georg geladen. Unter dem Eindruck der letzten Tage beschloss auch ich, in der Mittagspause am Gebet teilzunehmen. Ich betrat gegen 11:45 Uhr die Vechtaer Kirche, die sich bereits langsam füllte. 

Ein paar Leute verteilten Liederzettel. Die Kirche wurde mit der Zeit immer voller. Unter den Besuchern waren ältere Menschen, einige Nonnen und ganze Heerscharen an Schülern und Schülerinnen, letztere aus der Liebfrauenschule, wie ich auf Nachfrage erfuhr. Zuletzt war die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt. Es war ein seltenes Erlebnis, dass auch  so viele junge Leute an einem Gottesdienst teilnehmen. Denn bei der üblichen hl. Messe sitzt man ja häufig in einer recht spärlich meist überwiegend mit älteren Menschen besuchten Kirche. Umso erfreulicher, dass in diesem Fall 400 Menschen an diesem Gebet teilnahmen und ein Zeichen für den Frieden setzten. Das zeigt auch, dass das Interesse der Menschen am Gebet durchaus geweckt werden kann, auch wenn sie sonst nicht so regelmäßig am Gottesdienst teilnehmen.

Der Stellvertreter des Offizials Prälat Peter Kossen begrüßte Christen aus verschiedenen Konfessionen sowie Muslime und Yeziden. Gemeinsam mit Pastorin Ute Clamor begann er die ökumenische Friedensandacht mit einer abwechselnd vorgetragenen Betrachtung. Wir sangen das Lied "Unfriede herrscht auf Erden" (NGL 891). Danach schloss sich eine kurze Lesung aus dem Buch Leviticus, eine Kurzpredigt von Prälat  Kossen und eine Schweigezeit an. Mehrere Frauen trugen Fürbitten für den Frieden unter den Religionen und Völkern vor und wir beteten das unten stehende Friedensgebet sowie das "Vater Unser". Bei letzterem Gebet lud Prälat die anderen Religionsangehörigen ein, ein Gebet aus ihrer Tradition mitzubeten. Zum Abschluss erbat  Pastorin Clamor für alle den Segen und wir sangen zusammen das Lied "Wo Menschen sich vergessen ...". 
Friedensgebet:
Dein Name, Herr, ist Leben, Friede, Schalom und Salam. Dieser Name sei genannt und gepriesen von allen.
Mit allen, die diesen Namen kennen, bitten wir um Frieden für die Nahen und um Frieden für die Fernen.
Um Frieden in den Herzen, Frieden in allen Zelten, Häusern und Palästen.
Um Frieden zwischen den Religionen und Kulturen.
Um Frieden für die Schöpfung, die seufzt.
Zeige allen, wer du in Wahrheit bist.
Mach uns zu Werkzeugen deines Friedens.
Jeden Montag findet in der evangelischen Klosterkirche in Vechta um 18 Uhr ein konfessionsübergreifendes Friedensgebet, zu dem Prälat Kossen alle einlud.
Weitere Infos: Pressemitteilung des Offizialates Oldenburg

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