Donnerstag, 26. November 2015

Erste Vorbereitungen für den Advent

Adventskranz binden gehört für mich
zur Vorbereitung der Weihnachtszeit
In meiner virtuellen Facebook- und Twitterbekanntschaft ist schon die Weihnachtsmanie voll im Gange, bevor erst einmal überhaupt die Adventszeit begonnen hat. Es wird geposted, dass man bereits gewaltig am Schmücken, Backen und sogar Kochen sei. Das alles schon für die Weihnachtszeit.

Mich erschreckt das. Bei einigen steht schon zwei Wochen vor dem wirklichen Weihnachtsfest bereits der geschmückte Baum im Wohnzimmer. Natürlich wird der auch auf Facebook präsentiert. So nach dem Motto: Seht mal, wie schnieke es bei uns ist.

Oft wird der Baum dann schon gleich "nach Weihnachten" am 26. Dezember entsorgt. Dann ist die Show ja zu Ende und man hat sich auf die Silvesterparty vorzubereiten. Mit dem eigentlichen Weihnachtsfest hat dies alles wo wenig gemein, wie der Weihnachtsmann und der Hase mit den langen Ohren mit dem Osterfest. Nicht selten enden so gestaltete Feiertage in einer Katastrophe. Mir kommen so dunkle Erinnerungen aus meiner Kindheit hoch, wenn ich daran denke. Oft werden falsche Erwartungen an so ein Fest geknüpft. Und dann kommen so Dinge ans Tageslicht, die wenig freudvoll sind. Nicht selten kracht es dann bei so manchem Familienfest, weil dann Dinge aus dem Keller auf den Tisch kommen.

Ich möchte dies nicht weiter ausführen. Auch aus diesem Grund feiere ich das Fest möglichst nur religiös. Das beginnt mit der Adventszeit. Natürlich muss zuerst einmal der Advendskranz her. Den kann man sich natürlich auch kaufen. Aber eine ganz andere Sache ist, einen selber zu basteln. Zuerst habe ich einen ganzen Waschkorb Tannengrün von einer unserer Tannen geschnitten. Natürlich war das für meinem Minikranz viel zu viel. Ich bin nicht der größte Bastler, so dauerte es doch ein bißchen, bis ich den Kranz gebunden hatte. Vier Kerzenhalter drauf, dazu dann drei violette und wenn möglich eine rosafarbene Kerze für den Gaudetesonntag (3. Advent) und dann ist der Adventskranz fertig. Er symbolisiert das aufsteigende Licht, je näher das Freudenfest Weihnachten rückt.

Achje, was feiern wir eigentlich Weihnachten? Auf keinen Fall den roten Mützenmann, der den Karmin herunter rutscht und Geschenkpakete anliefert. Bei uns übernimmt das der gelbe Mann von DHL. Wir feiern die Geburt des Erlösers. Wir feiern, dass der Heiland auf die Welt gekommen ist. Die Adventszeit ist die Zeit, in der wir seine Ankunft erwarten. Als nächste Vorbereitung ist für mich, mein blaues Stundenbuch bereit zu legen. Jeden Morgen stimmt mich das Morgenlob der Kirche auf Weihnachten ein. Und Nachmittags lohnt sich auch die Betrachtung der Vesper mit den wunderbaren O-Antiphonen. Ich freue mich schon jetzt darauf. Kurz vor Weihnachten wird dann der Braten (oder etwas anderes leckeres) vorbereitet, damit es Weihnachten was besonderes gibt. Ein zwei Tage vorher kommt mein Baum ins Haus und wird geschmückt. Und dann kann es Weihnachten werden. Erst dann, allerdings!

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