Montag, 9. November 2015

Die katholische Reform besteht im Wiederaufbau der Seelsorge und der Erneuerung des Glaubens

Zur Zeit lese ich das Buch "Die Geschichte der Jesuiten" von Rita Haub. Das Buch ist insofern spannend zu lesen, weil die Jesuiten  in der Zeit der Reformation eine sehr wichtige Aufgabe für die katholische Kirche übernahmen. Es war eine Zeit, in der - wie auch heute - viele vom katholischen Glauben abfielen. Peter Faber war der erste Jesuit, der deutschen Boden betrat. Gemeinsam mit Petrus Canisius gründete er in Köln die erste Jesuitenkongregation. Haub skizzierte in ihrem Buch die Rolle eines Reformpriesters, wie sie Peter Faber verstand. Genau diese Haltung benötigen wir auch heute in unserer Zeit, in der es einen so immensen Glaubensverlust gibt.

Die erste Aufgabe eines Reformpriesters sei für Faber die Neubelebung der Glaubenspraxis, schreibt Haub. Dagegen führe eine Ausrottung der öffentlich Irrgläubigen nach seiner Ansicht nicht zum Erfolg. Faber mied im Umgang mit Andersgläubigen ganz bewusst kirchliche Politik. Er sei ihnen gegenüber hauptsächlich von betender, priesterlicher Sorge bestimmt gewesen. In seinem Memoriale soll Faber festgehalten haben, wer Irrgläubige helfen wolle, müsse zusehen, dass er ihnen viel Liebe entgegenbringt und ihre Gunst zu gewinnen sucht.

Ich finde, das ist auch heute noch hoch aktuell. Für Faber bestand die katholische Reform im Wesentlichen im Wiederaufbau der Seelsorge, in der Erneuerung und Vertiefung des Glaubens. Genau dieses ist auch heute in unserer Zeit von allerwichtigster Bedeutung. Von den Jesuiten können auch wir heute in unserer Zeit noch einiges lernen.

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