Donnerstag, 15. Oktober 2015

Weihbischof Timmerevers macht Mut für die Zukunft unserer Kirche

Weihbischof Heinrich Timmerevers machte den Gläubigen unserer Pfarrgemeinde Mut, den Weg in die Zukunft unserer Kirche gemeinsam mit den Herrn Jesus Christus zu gehen. Anlässlich seiner Visitation unserer Pfarrgemeinde feierte er mit den Priestern und der Pfarrgemeinde am Gedenktag der hl. Theresia von Avila eine Eucharistiefeier. Schon den ganzen Tag über habe er viele Gespräche in unserer Pfarrei geführt, sagte er in seiner Begrüßung vor der Heiligen Messe. Das Zentrum unseres Glaubens aber sei die gemeinsame Feier der Eucharistie, in der uns Christus   selbst in unserer Mitte begegnet, sagte unser Offizial.


Nur wenige Gläubige waren in unsere Pfarrkirche gekommen, wohl an die 70 Personen, von denen die meisten eine Funktion in den Gremien und Verbänden unserer Pfarrei ausüben. Sie verloren sich in unserer großen Kirche, die Hunderte Gläubigen Platz bietet. Für mich war es wirklich ein ernüchternd geringes Interesse, wenn man es mit meinen Erlebnissen in der Gothaer Kirche Sankt Bonifatius am vergangenen Sonntag vergleicht. Rückblickend frage ich mich, ob wir mittlerweile hier und nicht dort in der Diaspora sind.

In seiner Predigt erinnerte sich Weihbischof Timmerevers an seine beiden vorherigen Visitationen in den Jahren 2003 und 2010. Im Jahr 2003 waren die jetzigen Pfarreigeminden der vier Kirchspiele im In unserer Gemeinde noch selbstständig, im Jahr 2010 allerdings zur jetzigen einen Pfarreigemeinde fusioniert worden. Er habe immer betont, dass jede Gemeinde vor Ort ihr eigenständiges Leben weiterführen solle, aber soviel Einheit in der gesamten Gemeinde gepflegt werden solle, wie es nötig sei.

Es gäbe auf dem Pilgerweg der Kirche viele Fragen. So mancher frage sich, was aus den Gemeinden werden würde, wenn er nicht mehr da sei. Mit dieser Äußerung ging Weihbischof Timmerevers auf die Überalterung der Gemeinden und zu erwarten sinkenden Zahl an Gläubigen ein. Eine Antwort  darauf gibt die Emmausgeschichte, die auch in dieser heiligen Messe als Evangelium verlesen wurde. Die Jünger seien frustriert gewesen, als sie auf ihrem Weg von Jerusalem nach Emmaus waren, als ihnen der Herr als Unbekannter begleitete und zuhörte. Er antwortete auf ihren Sorgen, indem er ihnen die Heilige Schrift aufschlüsselte. Sie erkannten den Herrn aber erst beim Brot brechen. Die Frage, die sich uns als Christen stelle, sei :"Glauben Sie, dass Christus auch in unser Zeit uns auf unserem Weg begleitet?"

Die Emmausgeschichte bildet die Kernbotschaft des Münsteraner Pastoralplans. Sie lautet, dass wir fest an die Gegenwart Christi glauben sollen, auch wenn wir frustriert sind, wenn wir durch die Dunkelheit gehen. Kraft schöpfen wir aus dem Wort Gottes und aus der Eucharistie. Nur daraus werden wir den Mut behalten, auf dem Pilgerweg unserer Kirche zum himmlischen Jerusalem voranzuschreiten.

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