Donnerstag, 1. Oktober 2015

"Er ist auferstanden - er ist nicht hier"

Mit dem Rosenkranzmonat Oktober beginnt für mich wieder eine neue Zeit. Seit einigen Jahren bete ich in der Gebetsgemeinschaft "Lebendiger Rosenkranz" gemeinsam mit anderen jeden Tag den Rosenkranz. Genauer gesagt, wir teilen uns den Rosenkranz auf. Das funktioniert folgendermaßen: 20 Mitbeter bilden eine "Rose" entsprechend der 20 Geheimnisse des Rosenkranzes (Schmerzhafter, glorreicher, freudenreicher und lichtreicher Rosenkranz) und beten jeden Tag jeweils ein Gesätz. So beten sie jeden Tag miteinander und füreinander einen ganzen Rosenkranz und bilden somit den Lebendigen Rosenkranz.


Im letzten halben Jahr betrachtete ich das Gesätz "Jesus, der für uns gegeißelt worden ist". Alltäglich kommen dabei auch Gedanken, Erinnerungen oder Bilder, auf welche Weise auch heute noch der Gekreuzigte gequält wird und die Schmerzen erträgt für die Sünden, die ich und die anderen ihn zufügen. Hier passen die alltäglichen Nachrichten, ob es ein Schlag durch ein böses Wort oder boshafter Gedanke von mir selber oder die Folterung von hilflosen Gefangenen in Syrien ist. Der Menschgewordene hat alles am eigenen Leib gespürt und er leidet auch heute mit den Gefolterten und Unterdrückten dieser Welt.

Seit heute betrachte ich das Gesätz "Jesus, der von den Toten auferstanden ist". Wie wohltuend ist diese Glaubenswahrheit, dass Verbrechen, Hass, Folter und Krieg genauso wenig das letzte Wort haben wie Krankheit und Tod. "Christus ist auferstanden von den Toten" bedeutet, dass es ein Leben nach dem Tode gibt, dass uns nach aller Dunkelheit und Leid  ewige Freude verheißen ist, wenn wir ihn, Jesus Christus, den Messias, den Retter, den Heiland folgen. Möge es uns an der Hand der Gottesmutter Maria immer mehr gelingen, dieses Geheimnis in uns Wurzeln schlagen zu lassen, aus dieser Hoffnung Kraft zu gewinnen, das Böse durch das Gute zu überwinden. In uns und durch uns in der Welt. Lasst uns Zeugen der Auferstehung werden.
Allmächtiger Gott, durch die Auferstehung deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, hast du die Welt mit Jubel erfüllt. Laß uns durch seine jungfräuliche Mutter Maria zur unvergänglichen Osterfreude gelangen. Durch die Auferstehung deines Gesalbten hast du die selige Jungfrau Maria erfüllt mit unsagbarer Freude und ihren Glauben wunderbar bestätigt. Im Glauben hat sie den Sohn empfangen und im Glauben seine Auferstehung erwartet. In der Kraft des Glaubens sah sie dem Tag des Lichtes und des Lebens entgegen: dem Tag, da die Nacht des Todes entfloh und die ganze Welt vor deinem Angesicht jubelte. Dem Tag, an dem die Angst der jungen Kirche sich wandelte in Freude, weil sie ihren Herrn wiedersah, der den Tod nicht mehr schauen wird. Freue dich Maria, du allzeit jungfräuliche Mutter; denn Christus erstand aus dem Grab Halleluja. Herr, unser Gott, du hast uns beim Gedenken an die Mutter deines Sohnes durch die österlichen Geheimnisse gestärkt. Erfülle uns, die wir an unserem Leib täglich das Geheimnis des Sterbens erfahren, mit Hoffnung und mache uns zu wahren Zeugen der Auferstehung.

Diese Betrachtung ist auf der Rückseite der Gebetskarte abgedruckt, die ich von der Gebetsgemeinschaft erhalten habe.  Sie stammt von der Legio Mariens . Das Bild der Vorderseite ist oben eingefügt.

Btw.: Es gibt mehrere Formen des Gebetes. Das mündliche, das betrachtende und das innere Gebet. Dieses Thema ist es wert, extra noch einmal behandelt zu werden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen