Dienstag, 29. September 2015

Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Raphael

Heute feiern wir das Fest der drei Erzengel Michael, Gabriel und Raphael. Engel sind Diener und Boten Gottes. Helfer, die Gott zu jenen sendet, die gerettet werden sollen. Als gläubige Christen dürfen wir sie vertrauensvoll um Hilfe anbeten, wohl wissend, dass wir allein durch Gottes Gnade von allem Übel, Leid und Dunkelheit von Gott erlöst sind. An diesem Tag erinnern wir uns, dass unser Leben die irdische Dimension überschreitet, dass uns die Engel im Himmel begleiten und zur Seite stehen. Dafür preisen und loben wir gleich ihnen den allmächtigen und gütigen Gott.

Sonntag, 27. September 2015

Katholiken bei einer Pfingstlerhochzeit - Ein Lehrstück zur Familiensynode

Ein Ehepaar katholischer Konfession erzählte von einer Hochzeit von Pfingstlern, zu der sie eingeladen waren. Mit den russlanddeutschen Aussiedlern ist eine große Zahl dieser charismatischen Gemeinschaft, die sich streng an ihrer Auslegung der Bibel orientiert, nach Südoldenburg gezogen. Die Hochzeitsfeier habe vormittags um 11 Uhr begonnen, erzählte mir mein katholischer Bekannter.

Donnerstag, 24. September 2015

Kardinal Marx: Verbloggung führt zur Verblödung

In den letzten Monaten hörten wir, dass in der katholischen Kirche einige Initiativen unternommen werden (sollen), das Internet für eine zeitgemäßere Kommunikation mit den Menschen zu nutzen. Immer mehr Menschen nutzen das Internet nicht nur zum Konsum sondern auch um sich selbst eine "Stimme" zu geben. Unter anderem in eigenen Blogs. Umso erstaunter bin ich, dass der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx, auf eine Frage, wie sich die Kirche gegenüber "fundamentalistischen Seiten" verhalten wolle, ein totales Desinteresse an anderen "katholischen" Seiten und Blogs offenbarte.

Dienstag, 22. September 2015

Grundworte jesuitischer Spiritualität - Aus Liebe zur Wirklichkeit

Im vergangenen Sommer diente mir das Buch "Grundworte jesuitischer Spiritualität" von Willi Lambert hervorragend zur Vertiefung des Glaubens und der Erweiterung meiner Glaubensperspektive. Mit diesem Buch gewann ich einen Eindruck über die Spiritualität der Jesuiten, was für mich neu war. Sie lädt jeden betenden und übenden Menschen ein, Weggefährte Jesu zu werden, Im Buch werden 62 Worte betrachtet, die helfen können, den Spuren Gottes zu folgen und Jesus auf dem Pilgerweg immer tiefer zu erkennen und lieben.

Mich spricht die Denkweise der Jesuiten durchaus an, alles zu hinterfragen und mit der Wirklichkeit zu überprüfen. Eine wichtige Rolle spielt die Gewissensprüfung als "Gebet der liebenden Aufmerksamkeit". Gott mit offenen Herzen zuwende und die "große Aufmerksamkeit Gottes" wahrnehmen lernen. Den Menschen mit liebender Aufmerksamkeit zu begegnen und zu erkennen, dass Gott uns mit der Wirklichkeit umarmt,

Mehr Infos zum Buch, welches ich gerne empfehle, kann man hier finden ...

Sonntag, 20. September 2015

Bischof Felix Genn spendet das Firmsakrament in unserer Pfarrei

Bischof Genn und unser Pfarrer in unserer Pfarrkirche
Es ist etwas ganz Besonderes, wenn der Bischof einmal unsere Pfarrei besucht. Meine Pfarrgemeinde liegt im niedersächsischen Teil des Bistums Münster, in dessen großen Gebiet auch ein Teil des Bundeslandes Nordrhein-Westfalens gehört.

Meistens wird daher die Firmung von dem Weihbischof des Offizialates Oldenburg gespendet. Es kommt daher sehr selten vor, dass der Bischof selbst die Firmung bei uns zelebriert. Bischof Genn war das erste Mal bei uns im Dorf. Ihm begegnete ich an diesem Tag gleich mehrmals sogar sehr persönlich. Zum ersten Mal, als ich zur Kirche ging. Ich ging bereits recht früh dorthin. Da stand der Bischof mit seinem Fahrer gerade vor der Kirche und ich begrüßte sie mit einem "Guten Morgen", welches mir beide erwiderten.

Dienstag, 15. September 2015

Offizialat Vechta schafft Wohnraum für 10 Flüchtlinge

Ich lese heute unserer Lokalzeitung, dass das Offzialat Vechta der Aufforderung von Papst Franziskus folgt, Flüchtlinge aufzunehmen. Der Papst hatte jede Pfarrei dazu aufgefordert, für die Unterbringung einer Familie zu sorgen. In der Kreisstadt Vechta soll nun in Holzbauweise ein Gebäude mit fünf Zimmern für jeweils zwei Personen errichtet werden. Somit hätte dort eine Großfamilie Platz. Das Offizialat Vechta investiert hierfür die stattliche Summe von 250.000 Euro. Der Vechtaer Bürgermeister freute sich über diese Maßnahme, sagte aber, dass sie bei weitem nicht ausreichen werde. Allein in der Kreisstadt Vechta müssen bis 2016 200 weitere Flüchtlinge untergebracht werden, lese ich in der Zeitung.

Montag, 14. September 2015

Gebet zum Fest Kreuzerhöhung

Barmherziger Jesus,
auch für mich
hast du das Leiden
und den Kreuzestod
auf Dich genommen.

Vergib mir alle Schuld
und hilf mir, dass ich
in Zukunft alle Sünden
meide und dir nachfolge

Hilf mir, ein gutes Leben
zu führen und Dich
und alle Mitmenschen
mehr und mehr zu lieben.
Amen

Sonntag, 13. September 2015

Inferno, Purgatorum und Paradiso - Religiöses von Salvador Dali

Seit längerer Zeit war ich mal wieder in meiner alten Heimatstadt Oldenburg. Dort besuchte ich eine Ausstellung des spanischen Künstlers Salvador Dali im Horst-Janssen-Museum. Sie erwies sich für mich als besonders interessant. Ich wusste nichts über diesen Künstler und sein Leben, außer dass er ein geniale Kunstwerke erstellt hat. Umso mehr war ich erstaunt, als ich etwas über seine Biographie erfuhr. Er wandelte sich im Verlauf eines langen Lebens mit der Abkehr vom Glauben zu einem Atheisten und der Umkehr zu einem gläubigen Katholiken und wurde im Jahr 1949 von Papst Pius XII. in einer Privataudienz empfangen. Später wurde er auch von Papst Johannes XXIII. empfangen.

Infolge seiner Rückkehr zum katholischen Glauben erstellte er zahlreiche Kunstwerke mit religiösen Motiven. Auch in der Ausstellung im Oldenburger Museum werden zur Zeit dieser beeindruckenden Werke Salvador Dalis zur Göttlichen Komödie von Dante Alighieri gezeigt. Sie ist in die Bereiche Hölle (Inferno), Fegefeuer (Purgatorium) und Himmel (Paradiso) gegliedert. Für mich wurde der Rundgang durch die Ausstellung fast zu einer religiösen Betrachtungsreise. Viele Bildmotive erwiesen sich als fremd aber dennoch sehr prägnant, Die Ausstellung ist noch bis zum 4. Oktober im Oldenburger Horst-Janssen-Museum zu sehen. Zur Internetseite dieser Ausstellung ...

Zwischenbilanz: "Ihr aber, für wen haltet ihr mich?"

In seiner Predigt zum Sonntagshochamt lud unser Pfarrer heute ein, einmal eine Zwischenbilanz im Glauben zu ziehen. Er bezog sich auf das Worte Jesu im heutigen Tagesevangelium (Mk 8,27-35)
Unterwegs fragte er die Jünger: Für wen halten mich die Menschen? 
Da fragte er sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
Auch als Gläubige müssten wir uns dieser Frage stellen, welche Rolle Christus für uns spielt. Ob wir bereit seien ihm nachzufolgen,  bereit zur Umkehr seien. Das erste Mal hörte ich  das Wort #Beichte in einer Predigt unseres Pfarrers. Er forderte auf, einmal eine Zwischenbilanz zu ziehen und empfahl die Betrachtung des Kapitels "Den Glauben leben" (Nr. 29 im Neuen Gotteslob). Es enthält die Unterkapitel "Das Hauptgebot der Liebe", "Die Seligpreisungen", "Die Werke der Barmherzigkeit", "Die Gaben des Heiligen Geistes und seine Früchte", "Die drei göttlichen Tugenden und die vier "Kardinaltugenden", "Die Zehn Gebote (Dekalo)" und "Die Gebote der Kirche".

Die Betrachtung dieses Kapitels im Gotteslob ist somit eine katechetische Runderneuerung des gesamten Glaubenswissens und dient somit hervorragend als Gewissens- und Beichtspiegel.

Freitag, 11. September 2015

Der Mut zur Selbstanklage

Im heutigen Tagesevangelium (Lk 6, 39geht es um die weltbekannte Stelle mit dem Splitter, dem man im Auge des Anderen entdeckt. Und gleichzeitig den Balken im eigenen Auge nicht erkennt.
Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht? Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen!, während du den Balken in deinem eigenen Auge nicht siehst? (Lukas 6,41f)
Schnell sind wir mit Urteilen über andere zur Stelle. Auch mir passiert dies jeden Tag, dass ich andere beurteile oder gar aburteile. Obwohl ich genau weiß, dass ich nicht besser bin. Wer das nicht wahr haben will, erweist sich als Heuchler, heißt dies im Evangelium. Eigentlich sind wir in unserem Kreislauf gefangen. Papst Franziskus betrachtete die heutigen Lesungen in seiner Morgenmesse und gab einen Rat, wie man aus diesem Kreislauf der Anklage und des Unfriedens ausbrechen kann. Bevor man anderen etwas vorwirft, solle man sich selbst anklagen. Ständig an sich selber zu arbeiten, ist Pflicht eines jeden Christen. Der erste Schritt sei die Selbstanklage und die Bitte an den Herrn, die Gnade der Umkehr zu gewähren, gab der Papst den Gläubigen auf den Weg.

Dies erfordert eine Änderung der Lebensweise, die nicht von heute auf morgen geht. Immer wieder umkehren, die eigenen Fehler erkennen, bevor man den Bruder beschimpft. Dies ist in der kleinen Alltagswelt genauso wichtig wie bei den epochalen Entscheidungen, die in der Bischofssynode diskutiert werden sollen. Gebe es Gott, dass unser Ego klein und der heilige Geist Gottes groß sein möge. Dann werden die Dinge in geordneter und guter Weise gerichtet werden.

Lesetipp: Der Mut zur Selbstanklage – der erste Schritt von Armin Schwibach

Donnerstag, 3. September 2015

Christliche Gedanken zu einem Besuch in Bergen-Belsen

Merkwürdiges Gefühl:
Gedenkstein für ein KZ-Opfer meines Namens
Ich bin gestern mit unserem CDU-Gemeindeverband in der Gedenkstätte Bergen-Belsen gewesen.

In Bergen-Belsen sind 50.000 bis 70.000 Menschen getötet worden oder ums Leben gekommen. Ein solcher Ort stellt an uns Fragen. Wie kann es sein, dass Menschen so böse, ja direkt teuflisch handeln?

Wir wurden von einer Dame durch die Gedenkstätte geführt. Von den Gebäuden ist nichts mehr außer den Fundamenten zu sehen. Vereinzelnd sieht man Grabsteine und einige Denkmäler sowie ein Gebäude, in welchen man den Opfern gedenken kann.

Im Gebäude der Gedenkstätte gibt es viele Dokumente, Videos und Gegenstände, die Zeugnis von den grausamen Lagerleben gaben. Unsere Führerin berichtete von einer "blonden Schönheit", die besonders diabolisch gewesen sein soll. Die Frau habe nicht arbeitsfähige Insassen, die auf dem Boden lagen, solange mit eiren ner Peitsche geschlagen, bis sie gestorben seien.

Die Ideologie, die den Weg für ein so unmenschliches Handeln frei machte, war die Herrenideologie. Den Aufsehern war eingebläut worden, dass es sich bei den Häftlingen um "Untermenschen" handele, die "unter dem Wert eines Tieres ständen". Diese gottlose Ideologie des "Herrenmenschen" führte zu dieser Verblendung, bei der sich Menschen an die Stelle von Gott stellen. Alternativ missbrauchen Menschen den Namen Gottes für ihr unseliges Treiben. Sie zwingen andere, ihren "Glauben" anzunehmen, um über sie Macht ausüben zu können. Auch in diesem Falle stellen sie sich an die Stelle Gottes und verfügen über Leben und Tod anderer. Dies erfahren wir aktuell in den Medien Tag für Tag.

Hass und Gewalt fängt im Kleinen an. Das Böse kommt aus dem Inneren, dem Denken und wird durch unser Handeln manifest. Zum Beispiel in Fremdenfeindlichkeit. Jeder Mensch ist berufen, Gutes zu tun und Böses zu vermeiden. Jeder Einzelne muss seinen Beitrag leisten, damit Egoismus, Gewalt und Hass keinen Raum bekommen. Als Christen glauben wir, dass Christus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Dass durch sein Kreuz alles Leid, alle Boshaftigkeit überwunden werden kann. Dass Christus der wahre Friedensfürst ist. Am Ende bleibt mir das Gebet für viele unschuldige Opfer von Gewalt, Hass und Verblendung:

V: O Herr, gib allen Opfern von Krieg und Gewalt die ewige Ruhe.
A: Und das ewige Licht leuchte ihnen.
V: Lass sie ruhen in Frieden.
A: Amen.

Meine weiteren Gedanken in meinem anderen Blog ...