Sonntag, 9. August 2015

Katholisch auf dem Open Air Festival

Christlich leben und Rockfestival - lässt sich das vereinbaren? Man könnte meinen, dass sich das nicht vereinbaren lässt. Viel Lärm, Extrovertiertheit, zuviel Alkohol, Drogen, zum Teil auch  Texte, die nicht ganz christlich sind. Dies alles führt weg von Gebet und Innerlichkeit. Das ist die eine Seite. Aber man kann es auch anders erleben. An diesem Wochenende fand in unserer Gemeinde ein Umsonst & Draußen Festival statt. Es findet seit Jahren bei uns statt und wird von vielen Jugendlichen, auch vielen aus unserem Dorf, mitorganisiert. Der Vorstand des Organisationvereins fragt mich alljährlich, ob ich wieder Fotos davon mache.

Ich mache nämlich immer Bilder vom Festivalleben auf dem Zeltplatz. Die stelle ich als Bildergalerieen in meinem anderen Blog ein und mache auf diese Weise auch ein wenig Werbung für das Fest einer friedlichen Gemeinschaft von Jugendlichen. Einige Leute kennen mich bereits aus dem Vorjahr und freuen sich, wenn ich sie wieder besuche, um ein Foto zu machen. Auf diese Weise lerne ich viele Leute kennen und komme mit ihnen ins Gespräch. Dabei kommt manchmal auch das Thema Glaube zur Sprache.

So unterhielt ich mich mit ein paar Leuten, die aus einer Stadt ein paar km von uns entfernt stammen und in Münster sich in einer katholischen Kirchengemeinde kennenlernten. Auf unserem Festival wollten sie zusammen feiern. Wir unterhielten uns über unsere unterschiedlichen Motive und Einstellungen zum Glauben und zur Kirche. Einander zuhören und miteinanderzureden, das ist Sinn und Sendung des Christen. Auch auch einen Festival bieten sich gute Möglichkeiten dazu. 
Ahmt Gott nach als seine geliebten Kinder und liebt einander, weil auch Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben hat als Gabe und als Opfer, das Gott gefällt. (aus der 2. Lesung am heutigen Sonntag)
Aber es ist danach wichtig, auch wieder zur Innerlichkeit zurückzufinden. Sich nicht im Lärm und der Feierei zu verlieren. Wie schön ist es, am Sonntag vormittag dann in das Hochamt zu gehen und die Botschaft ...
Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. (heutiges Sonntagsevangelium)
 ... nicht nur zu hören, sondern auch zu erfahren. Durch das eucharistische Brot, dem Leib Christi, werden wir gestärkt, damit wir nicht in der Wüste der Gottlosigkeit zu verzweifeln, wie es Elja in der ersten Lesung erlebt. Der Engel mahnt ihn erst zu essen und danach wieder aufzuerstehen, Kein gewöhnliches Mahl, sondern die göttliche Nahrung, die uns durch die Sakramente geschenkt wird. So gestärkt sind wir in die laute Welt ausgesandt, das Gute nach außen zu tragen. Zeugen Gottes auf unserer Weise zu sein, wo uns das möglich ist.
Link: Lesungen des 19. Sonntags im Jahreskreis

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