Donnerstag, 20. August 2015

Fünf Gründe, auch als Laie das Stundengebet zu pflegen

Kleines Stundenbuch
mit Hymnus, Psalmen und Gebeten
Das eigene Glaubensleben kann man nicht entfalten, ohne sich darum zu bemühen. Ein wichtiger Pfeiler ist das persönliche Gebet. Gerade am Anfang ist es nicht leicht, hierfür eine Routine zu entwickeln und das Gebet als festen Bestandteil des Tagesablaufes zu integrieren. Das Stundengebet kann dabei eine große Hilfe sein.

Auch und gerade für Laien, die in der (Berufs)-"Welt" leben, kann das Stundengebet zu einer großen Bereicherung werden. Ich spürte dies sofort, als ich damit vor mehreren Jahren begann.
Jeder Tag gewinnt an Glanz, jetzt möchte ich es nicht mehr missen. Es ist empfehlenswert,  dafür eine eigene Gebetsecke im Haus mit Kerzen, einem kleinen Kreuz und Marienstatue o.ä. einzurichten. Man braucht nicht jede Hore zu beten, gut ist es schon, nur die Laudes (Morgengebet) und / oder die Vesper (Abendgebet) zu beten. Ich bete seit Jahren Morgen für Morgen  das Morgenlob. Schon dies hat mir sehr viel gebracht. Fünf gute Gründe sprechen für das Stundengebet:

1 . Die Kirche empfiehlt das Stundengebet 
In der Konstitution über die Liturgie der Kirche hat das 2. Vatikanische Konzil die Praxis des Stundengebetes nicht nur Priestern und Ordensangehörigen sondern allen Gläubigen empfohlen. Priester und Ordensleute sind dazu sogar verpflichtet.
2. Das Stundengebet ist ein gutes Fundament für das Gebetsleben
In der Alltagsroutine scheitert ein Gebetsleben meistens an fehlender Routine. Dagegen ist Stundenliturgie das beste Medikament. Es führt uns Tag für Tag in die Übung ein, Gott am Morgen zu preisen. Der Tag wird so mit dem Herrn begonnen, wir legen ihn in seine Hände. Gott wird so zu unserem Begleiter am Tag. Am Abend danken wir Gott für all seine Wohltaten, wir legen ihm alle unsere Sorgen, Nöte und Enttäuschungen vor und beschließen in Frieden den Tag.
3. Das Stundengebet verbindet uns mehr und mehr mit Gottes Wort
Ohne die betende Betrachtung der Hl. Schrift gibt es keine Beziehung zu Gott. Schon Jesus betete die Psalmen, das Gebetbuch des Alten Testaments. In den Texten des Neuen Testamentes spricht Christus selbst zu uns. Wir lernen mehr und mehr, seine Stimme in uns wahrzunehmen. Papst Franziskus empfiehlt immer wieder, die Bibel zu lesen.
4. Mit dem Stundengebet leben wir im Puls des Kirchenjahres
Im Jahresverlauf feiert die Kirche viele Feste und gedenkt ihrer Heiligen. Beim Beten des Stundengebetes werden wir in das Festgeheimnis eingeführt und mit dem Tagesheiligen in Begegnung gebracht. Wir beten in der Gemeinschaft der ganzen Kirche und ihrer Heiligen. Dadurch bekommt unser Glaube viel mehr Fülle, besonders in der Fasten- und Osterzeit sowie in der Advents- und Weihnachtszeit.
5. Das Stundengebet ist besonders gut während Reisen geeignet
Ich kann dies aus eigener Erfahrung nur bestätigen: gerade auf Reisen wird unser Gebetsleben besonders stark bedroht. Bei dem Durcheinander kommt man oft gar nicht dazu und vergisst es. Bevor man sein Gästezimmer verlässt, bringt ein 15-minütiges Morgengebet die gewohnte Gebetsroutine ins Hotel. Selbst bei Lärm kann man sein Smartphone starten und still die Laudes betrachten. Eine kurze Auszeit im Jubel und Trubel.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Texte zu bekommen. Die einfachste und günstigste Methode ist die Stundengebets-App für das Smartphone oder Tablet. Alternativ  kann man das Stundengebet auch unter http://stundenbuch.katholisch.de aufrufen. Für Laien ist ansonsten das kleine Stundenbuch ausreichend. Es gibt vier Bände (Advents- und Weihnachtszeit (Blau), Jahreskreis (Grün), Fasten- und Osterzeit (rot) und die Gedenktage der Heiligen). Es gibt auch die großen Stundenbücher, die noch ausführlicher sind. 

Dieser Text wurde inspiriert durch folgenden Beitrag:
5 Reasons Every Layperson Should Pray the Liturgy of the Hours 

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