Donnerstag, 27. August 2015

Die Sache mit dem freiwilligen Ortskirchengeld

Viel Staub hat die Erhebung der Kirchensteuer ja in den letzten Jahren ja schon aufgewirbelt. Vor allem, nach dem auch von den Kapitalerträgen die Kirchensteuer automatisch abgebucht wird. Nicht wenige Menschen nahmen dies zum Anlass, die Kirche endgültig zu verlassen. Seit einigen Jahren legt meine Pfarrgemeinde eine Schippe drauf. Sie bittet alle Gemeindemitglieder, zusätzlich zur Kirchensteuer ein freiwilliges Ortskirchgeld an die Pfarrei zu überweisen. Heute flatterte wieder ein entsprechender freundlich geschriebener Aufruf per Post bei mir in den Briefkasten.

Mittwoch, 26. August 2015

Eine gute Predigt erkennt man daran, dass ...

Wenn ich an die Predigt unseres Pfarrers beim letzten Sonntagshochamt zurück denke, erinnert mich das an meine Kindheit. Damals (in den 70iger Jahren) war es noch üblich, dass die Priester noch klar katholische Positionen bezogen. Und dabei den Mut hatten, den Finger auch in die Wunde zu legen, brenzlige Themen nicht zu scheuen. Die Predigt des Pfarrers war wirklich noch ein Gesprächsthema in der Familie oder Clique, in der man sich herrlich darüber aufregen konnte, was der "Pfaffe wieder einmal für einen Unsinn von der Kanzel gelassen" hat.

Dienstag, 25. August 2015

Glaubensgespräch im Fitnessstudio

Es gibt immer wieder die Gelegenheit, über den Glauben zu reden. Zum Beispiel auch heute bei meinem Besuch im Fitnessstudio. Dort gehe ich gerne vormittags hin, wenn ich dazu Zeit habe. Beim Training treffe ich regelmäßig die gleichen Leute, mit denen man mit der Zeit ins Gespräch kommt. Zum Beispiel auch mit einem Rentner, den ich dort sehr häufig sehe.

Donnerstag, 20. August 2015

Fünf Gründe, auch als Laie das Stundengebet zu pflegen

Kleines Stundenbuch
mit Hymnus, Psalmen und Gebeten
Das eigene Glaubensleben kann man nicht entfalten, ohne sich darum zu bemühen. Ein wichtiger Pfeiler ist das persönliche Gebet. Gerade am Anfang ist es nicht leicht, hierfür eine Routine zu entwickeln und das Gebet als festen Bestandteil des Tagesablaufes zu integrieren. Das Stundengebet kann dabei eine große Hilfe sein.

Auch und gerade für Laien, die in der (Berufs)-"Welt" leben, kann das Stundengebet zu einer großen Bereicherung werden. Ich spürte dies sofort, als ich damit vor mehreren Jahren begann.

Montag, 17. August 2015

Gebet für die Familiensynode

Die Gebetskarte (Rückseite Text)
gibt es kostenlos bei Kirche in Not
Papst Franziskus bat am 25.03.2015 die Gläubigen, dieses Gebet für die Familiensynode (4.-22. Oktober 2015 in Rom) zu beten:
Jesus, Maria und Josef,
in euch betrachten wir
den Glanz der wahren Liebe,
an euch wenden wir uns voll Vertrauen.

Heilige Familie von Nazareth,
mache auch unsere Familien
zu einem Ort der Gemeinschaft
zu einem Heim des Gebets,
zu einer authentischen Schule des Evangeliums
und zu einer kleinen Hauskirche.

Heilige Familie von Nazareth,
nie mehr gebe es in unseren Familien
die Erfahrung von Gewalt, Egoismus oder Spaltung.
Wer gekränkt wurde oder Anstoß genommen hat,
finde bald Trost und Heilung.

Heilige Familie von Nazareth,
möge die kommende Bischofssynode
allen die Heiligkeit und Unantastbarkeit der Familie,
ihre Schönheit im Plan Gottes
wieder neu bewusst machen.

Jesus, Maria und Josef,
hört und erhört unser Flehen!
Amen.
Gebetskarten und weitere Infos und Aktionen bei Kirche in Not 

Freitag, 14. August 2015

Unbedachtes mit fataler Wirkung: "Ich bin ein Dunkelkatholik!"

Es gibt Sätze, die verfolgen einen. Die bekommt man aufs Bett. Sie rutschen einem raus, und später sinnt man darüber nach: "Was habe ich eigentlich damit gesagt?" - So ein Satz war "ich bin ein bekennender Dunkelkatholik", den ich einem Dominikanerpater in einem Gespräch entgegen warf. Ich traf ihn zufällig auf einem großen Volksfest bei uns in Südoldenburg. Nachdem ich ihm dies gesagt hatte, lächelte der Pater, verabschiedete sich freundlich und ging weg. Was hatte ich ihm damit eigentlich ausdrücken wollen? Und wie kam dies möglicherweise bei ihm an?

Donnerstag, 13. August 2015

Das Geheimnis der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel

Bild Mariä Himmelfahrt
(C) gemeinfrei 
Am 15. August feiert die Kirche das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel. In diesem Zeitraum feiert unsere Region, das Oldenburger Münsterland, das größte Volksfest, den Stoppelmarkt. Es geht heute los. Darum habe ich zu Beginn des Stoppelmarktes auch schon mein Blogbeitrag zu diesem großen Fest fertig. Die fusionierte Großpfarrei unserer Kreisstadt Vechta trägt übrigens auch den Namen "Mariä Himmelfahrt und feiert heute ebenfalls ihr Pfarrfest.

Das Fest Mariä Himmelfahrt geht auf den uralten Glauben zurück, dass die Gottesgebärerin Maria ohne Makel mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde. Dieses Festgeheimnis bleibt dem aufgeklärten Menschen verschlossen und ist nur durch den Glauben zugänglich. Der betende Christ betrachtet es auch im Rosenkranzgeheimnis "... Jesus, der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat". Mit der Überlieferung der Visionen der seligen Mystikerin des Münsterlandes und Seherin Anna Katharina Emmerick wurde uns dieses Ereignis auf wunderbare Weise nahe gebracht. Nachfolgend dazu ein paar Textauszüge aus dem Buch "Betrachtungen zum Rosenkranz - Nach den Visionen der seligen Katharina von Emmerick", welches im FE-Medienverlag für nur fünf Euro erhältlich ist:

Sonntag, 9. August 2015

Orgelvesper im Marienwallfahrtsort Bethen

St. Marien Basilika in Bethen bei Cloppenburg
Nach einem lautstarken Festivalwochenende war mir am Sonntag nach etwas Ruhe und Besinnung zumute.  Dazu eignet sich der Marienwallfahrtsort Bethen hervorragend. Die Gnadenkapelle zur schmerzhaften Gottesmutter von Bethen lädt zu Gebet ein. Ich setzte mich ein wenig dort rein, genoss die Ruhe und Gegenwart der Gottesmutter. Die Glocken der Basilika begannen zu läuten und deshalb wurde ich neugierig, was jetzt in der Kirche stattfinden würde.

Dort begann eine Orgelvesper mit Musik von dem Franzosen Francois Couperin, dem Spanier Correa de Arauxa, dem Österreicher Wolfgang Amadeus Mozart, dem Engländer William Boyce und dem Italiener Marco Enrico Bossi. Organist  Zelebrant war Msgr. Dirk Költgen. In Bethen werden in diesem Jahr noch mehrere kirchenmusikalische Andachten stattfinden, Mehr Infos sind im Bethener Wallfahrtskalender ...

Katholisch auf dem Open Air Festival

Christlich leben und Rockfestival - lässt sich das vereinbaren? Man könnte meinen, dass sich das nicht vereinbaren lässt. Viel Lärm, Extrovertiertheit, zuviel Alkohol, Drogen, zum Teil auch  Texte, die nicht ganz christlich sind. Dies alles führt weg von Gebet und Innerlichkeit. Das ist die eine Seite. Aber man kann es auch anders erleben. An diesem Wochenende fand in unserer Gemeinde ein Umsonst & Draußen Festival statt. Es findet seit Jahren bei uns statt und wird von vielen Jugendlichen, auch vielen aus unserem Dorf, mitorganisiert. Der Vorstand des Organisationvereins fragt mich alljährlich, ob ich wieder Fotos davon mache.

Ich mache nämlich immer Bilder vom Festivalleben auf dem Zeltplatz. Die stelle ich als Bildergalerieen in meinem anderen Blog ein und mache auf diese Weise auch ein wenig Werbung für das Fest einer friedlichen Gemeinschaft von Jugendlichen. Einige Leute kennen mich bereits aus dem Vorjahr und freuen sich, wenn ich sie wieder besuche, um ein Foto zu machen. Auf diese Weise lerne ich viele Leute kennen und komme mit ihnen ins Gespräch. Dabei kommt manchmal auch das Thema Glaube zur Sprache.

Donnerstag, 6. August 2015

Binsenweisheiten um "Wiederverheiratete", Exkommunikation und Ausschluss von den Sakramenten

Wie in vielen Medien wurden auch in meiner Tageszeitung die Äußerungen des Papstes Franziskus und die Fakten zum Thema katholische Kirche und "Wiederverheiratete" leicht verdreht. "Papst stärkt Wiederverheiratete" lautet der Titel des betreffenden Artikels der Deutschen Presseagentur (dpa). Die wiederverheirateten Geschiedenen seien nicht exkommuniziert, erfahren in ihm die Leser, und sie würden auch nicht so behandelt.  Sie gehörten weiterhin zur Kirche. Allerdings dürften sie laut Lehre der Kirche nicht zur Kommunion.

In der Seitenspalte "Fakten" wird dargelegt, dass Exkommunikation den Ausschluss aus der "kirchlichen Gemeinschaft" und von kirchlichen Diensten und Ämtern sowie dem Empfang und Spenden der Sakramente bedeute. Sind nur also die "Wiederverheirateten" faktisch doch exkommuniziert? Dieser Eindruck wird durch solche Zeitungsbeiträge leider impliziert.

Mittwoch, 5. August 2015

Ein ""W" für Willkommen - die neue Aktion gegen Fremdenhass

Ein "W" für Willkommen für Fremde
in unserem Land. Ein Selfie von mir.
Das Bistum Essen hat "die Schnauze voll" von "besorgten Bürgern", die bei Facebook rechtes und fremdenfeindliches Gedankengut verbreiten. Das Bistum fordert alle auf, gemeinsam ein Zeichen gegen "rechtes und fremdenfeindliches Gedankengut" zusetzen und damit deutlich zu machen: Bei uns sind Fremde willkommen.

Diese Willkommens-Aktion wird von allen Bistumsseiten weiterverbreitet und unterstützt. Darunter zählen auch das Bistum Münster und das Vechtaer "Offi". Wohl alle MitarbeiterInnen in den Offizialaten lassen von sich jetzt ein schönes Foto mit einem handmade W knipsen. So weit so gut.

Außerhalb der Offizialate beteiligt sich kaum jemand an dieser eigentlich guten Aktion.

Sonntag, 2. August 2015

"Was hält dich vom Messbesuch ab?"

Pater Bruno Rieder OSB erklärt "kurz und bündig", worum es bei der heiligen Messe eigentlich geht: Um das, was man nirgends sonst bekommt. Das wahre Brot vom Himmel, die Eucharistie. Gott gibt uns sein göttliches Leben, Jesus im  Wort und in der Kommunion. Dies ist die Nahrung, die unsere Seele zum Leben braucht.