Montag, 6. Juli 2015

Notbehelf: Wenn die Kirchenorgel nicht mehr ertönt

Defekte Kirchenorgel (Bild aus unserer Pfarrkirche)
Die Orgel unserer Pfarrkirche ist defekt. Es wurde erfolgreich Geld gesammelt, damit sie repariert werden kann. Eigentlich könnte man denken, dass solche Reparaturen über den Kirchensteuerhaushalt gedeckt seien. Nach ca. 30 Jahren muss nämlich jede Orgel einmal saniert werden. Das ist nun mal genauso wie bei jedem Auto. Irgendwann landet jedes davon in einer Werkstatt. Doch weit gefehlt, die Reparatur von Orgeln müssen komplett aus Spenden der Gemeindemitglieder beglichen werden. Das "Offi", wie bei uns das hiesige Offizialat in Vechta genannt wird, übernimmt nichts.

Zum Glück fanden sich ausreichend heimische "Wohltäter", die die Gesamtsumme von mehreren Zehntausend Euro spendeten. Seit dem Sonntag nach dem Feiertag "Peter und Paul" ist unsere Orgel erstummt. Zuletzt klang sie auch wirklich grauenhaft. Wer nicht wusste, dass es am Instrument lag, hätte an den Fähigkeiten unserer Organisten gezweifelt, denn der eine oder andere Ton klang wirklich schräg. Das lag nicht nur an den mittlerweile völlig verstimmten Orgelpfeifen, von denen einige sogar umgeknickt sind. Auch das eine oder andere Register funktionierte gar nicht mehr.

In der Not muss man sich zu helfen wissen. Und so wurde jetzt eine mobile Orgel, verstärkt mit einem großen Lautsprecher aufgestellt. Beim letzten Sonntagshochamt erklang auf diese Weise ein durchaus ungewohnt beachtlicher Orgelklang, als unsere Organistin spielte. Ein Vorgeschmack auf das, was wieder sein wird, wenn unsere "richtige" Orgel wieder funktioniert, Ich freue mich schon darauf. Wie sagte noch der hl. Kirchenlehrer Augustinus? "Wer singt, betet doppelt!" Und nichts erhebt den Gesang so herrlich wie eine gute Orgel.

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