Freitag, 10. Juli 2015

Katholische Perspektiven für Oldenburg

Der Umbau der katholischen Kirche im Oldenburger Land schreitet voran. Als gebürtiger Oldenburger schaue ich immer mal wieder hin, was sich sich in meiner alten Heimatstadt so ändert. Vor wenigen Wochen wurde das neue Zentrum in der City-Pastoral, die Forumskirche St, Peter, eröffnet. Sie soll auch Angebote für nichtgläubige Menschen anbieten. Außerdem ist das erweiterte Einzugsgebiet der Großstadt Oldenburg mit offensichtlich in drei Großpfarreien gegliedert. Sie betreuen 28.000 Katholiken, Außerdem gibt es eine kath. Hochschulgemeinde.

In "Kirche+Leben", der Zeitung im Bistum Münster, wird in  der aktuellen Ausgabe auf einer ganzen Seite berichtet, wie die drei Pfarrgemeinden ihre zukünftige Zusammenarbeit planen wollen. Sie entwarfen ein Leitbild für die Zukunft, die letztendlich in einen Pastoralplan einmünden sollen. Im Leitbild lese ich nichts von Jesus Christus. Auch das Wörtchen "katholisch" sucht man im Leitbild vergebens.

Aber von einer "Willkommenskultur für alle, die suchen und fragen". Der interreligiöse Dialog und die Ökumene solle gefördert werden. Weiter heißt es, dass in  den Pfarreien das Leben der "christliche Glaube gepflegt und auf vielfältige Weise verkündet werden soll" Die Verwaltung solle zentralisiert und das Leben christlich gestaltet werden.

Jeweils ein Vertreter aus den drei Pfarreien kommen auch zu Wort. Eine Betriebswirtin meint, "ohne Planung geht gar nichts", Wer keine Oberziele habe, für den werde es schwierig in der "Lage voller gesellschaftlicher Risiken". Mag sein. Ich vertraue allerdings vor allem zuerst mal auf Gott und den Glauben der Kirche, woran sich meine Ziele ausrichten.

Ein Arzt spricht von einer "sehr großen Verschiedenartigkeit" für seine Gemeinde, die zusammengeführt werden müsse, aber nicht darüber, dass der Glauben an Gott uns alle eint. Für eine Kinderärztin ist vor allem eine Seelsorge mit "Nähe zu Menschen" wünschenswert, die "Menschen unterschiedlichster Glaubensrichtung und Lebenssituation" eine Heimat biete.

Realistisch betrachtet gibt es in Oldenburg vielleicht noch 4.000 Katholiken, die sich noch ihrem Glauben verbunden fühlen. Die Stadt ist weitgehendst säkularisiert. Daher muss katholischer Glaube in der Großstadt erst einmal ganz neu entstehen. Dies fehlt mir in den Leitbildern und Pastoralplänen häufig: Die Spiritualität, aus der unsere Kirche lebt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen