Sonntag, 26. Juli 2015

5 Brote, 2 Fische: Wenn jemand etwas nicht will, findet er Gründe ....

Die Zahl der Bedenkenträger in Gesellschaft und Kirche ist riesig. Wenn einer beim ersten Hören etwas nicht will, dann findet er jede Menge Gründe, dass etwas nicht geht. Zum Beispiel das fehlende Geld oder Platz, die fehlende Zeit oder die mangelhafte Unterstützung durch andere. Gründe dazu sind immer leicht zu finden.

Wenn jemand beim ersten Hören etwas will, der findet Wege. Er sucht solange nach Ihnen, bis es klappt. Auch für zunächst unlösbare Aufgaben gibt es oft Wege, sie zu einem guten Ende und Wohl anderer Menschen zu erfüllen. 

Fünf Brote und zwei Fische sind nicht viel, aber ein Anfang. Die Schrifttexte des heutigen 17. Sonntags im Jahreskreis fordern uns dazu auf: Fangt an, das Gute zu tun. Gebt anderen weiter, was ihr habt. Wer auf die Fürsprache des Allermächtigsten vertraut, wer könnte daran zweifeln, das Unmögliches möglich gemacht werden könnte? 

Diese Gedanken wurden durch die Predigt unseres Pfarrers im heutigen Hochamt inspiriert.

Mittwoch, 22. Juli 2015

#katholischbleiben - Ich bin katholisch, weil ...


"Gute Gründe, katholisch zu sein - warum es sich lohnt, in der Kirche zu bleiben" so lautet ein Beitrag auf katholisch.de, welcher eine aktuelle Reaktion aufgrund der hohen Zahl an Kirchenaustritten ist. Das offizielle Internetportal der kath. Kirche in Deutschland begab sich auf die Suche nach Personen aus "unterschiedlichsten Bereichen kirchlichen Lebens," die ein kurzes Statement abgeben, warum es sich lohnt, in der katholischen Kirche zu sein. Darin ist auch ein kleines Video enthalten. Eine Idee, die auch von möglichst vielen Gläubigen aufgegriffen werden sollte. Wir sollten dies nicht wenigen Einzelpersonen überlassen. Je mehr Gläubige mit machen, desto besser. Ein kleines Video ist schnell erstellt und im Internet geteilt. Gerne kann man auch mehrere Statements abgeben. Man könnte dazu zum Beispiel den hashtag #katholischbleiben verwenden, um sein eigenes Videostatement über die sozialen Netzwerke Twitter, Facebook und You Tube zu verbreiten. Hier ist mein Statement, warum ich gerne in der katholichen Kirche bin.

Dienstag, 21. Juli 2015

Schafft die Statistik über die "Kirchensteuerzahler" endlich ab!

Autsch! Same procedure as every year. Das Jahr ist halb vorbei. Pünktlich zur Sommerpause erfahren wir wieder, wie desolat es um unsere Kirche steht. Nein! Es ist noch Geld da. Das ist nicht das Problem. Aber die Schäfchen laufen alle den Hirten davon. Im letzten Jahr waren dies 218.000 - äh, waren es Gläubige? Mitglieder der Kirche? Oder schlicht nur Kirchensteuerzahler?

Freitag, 17. Juli 2015

Kirchenaustrittszahlen im Oldenburger Land "stabil"

Derzeit werden wieder die aktuellen Statistiken über die "Eckdaten" in der katholischen Kirche in allen deutschen Bistümern veröffentlicht. Katholisch.de, die offizielle Internetplattform der kath. Kirche in Deutschland, teilt mit, dass im vergangenen Jahr 217.716 Gläubige der Kirche den Rücken gekehrt hätten.Dies waren bundesweit 20 Prozent (!) mehr als im Jahr 2013. Insgesamt sei der Anteil der Katholiken um 0,4 auf 29,5 Prozent gesunken. Nicht ganz so alarmierend sind die Zahlen im niedersächsischen Teil des Bistums Münster, berichtet hingegen das Offizialat Vechta in einer Pressemeldung.

Sonntag, 12. Juli 2015

Predigt: Wir brauchen mehr Bekenner

"Wir leben in einer freien Gesellschaft, in der jeder sein Bekenntnis abgeben kann," begann unser Pfarrer heute seine Sonntagspredigt. Ich musste unwillkürlich bei diesen Worten meinen Kopf schütteln. Waren dies nicht "hohle" Worte? Leben wir nicht längst in einer Meinungsdiktatur?  Gibt es nicht längst viele Meinungen, die man auf keinen Fall mehr äußern darf? Zum Beispiel die Ablehnung der Homo-Ehe, massenhaften Abtreibungen und der Präimplatationsdiagnostik. Natürlich ist dies auch unserem Pfarrer durchaus bewusst, dass man schon Mut braucht, "gegen den Strom" zu schwimmen. Unsere Gesellschaft leide darunter, dass es zu wenige Bekenner gäbe, führte er in seiner Predigt weiter aus. Die breite Mehrheit neige dazu, zu schweigen, sich eines Bekenntnisses zu enthalten Dadurch stünden die Bekenntnisse von "Extremisten" im Vordergrund.

Freitag, 10. Juli 2015

Katholische Perspektiven für Oldenburg

Der Umbau der katholischen Kirche im Oldenburger Land schreitet voran. Als gebürtiger Oldenburger schaue ich immer mal wieder hin, was sich sich in meiner alten Heimatstadt so ändert. Vor wenigen Wochen wurde das neue Zentrum in der City-Pastoral, die Forumskirche St, Peter, eröffnet. Sie soll auch Angebote für nichtgläubige Menschen anbieten. Außerdem ist das erweiterte Einzugsgebiet der Großstadt Oldenburg mit offensichtlich in drei Großpfarreien gegliedert. Sie betreuen 28.000 Katholiken, Außerdem gibt es eine kath. Hochschulgemeinde.

Donnerstag, 9. Juli 2015

Einen Bischof "adoptieren" kann zu einem bösen Ende führen

Wie ich im Blog "Das hörende Herz" lese, hat das päpstliche Hilfswerk "Kirche in Not" eine neue Gebetsaktion gestartet. Mit Hilfe eines Zufallsgenerators kann man sich einen  Synodenvater der im Herbst beginnenden Familiensynode zuordnen lassen, für den man eine Gebetspatenschaft übernehmen soll. Das heißt, man betet während der Synode für den betreffenden teilnehmenden Bischof, damit die "richtigen" Entscheidungen und Weichen für die Zukunft unserer Kirche gestellt werden. Dies erinnert mich an böse Reaktionen, als ich während der im Frühjahr stattgefundenen Vollversammlung des "Zentralkomitees der deutschen Katholiken" (ZdK) zum Rosenkranz-Gebet für die Teilnehmer aufrief.

Dienstag, 7. Juli 2015

Das Spiel mit "Wahrheit"

Screenshot Suche nach "Wahrheit" im Kompendium
der katholischen Kirche: Manchmal ist so ein #Ipad
ein tolles #Spielzeug, wenn es ums Thema #Wahrheit geht
Während sich derzeit überall innerhalb und außerhalb der Kirche die Leute mitteinander über die verschiedensten Themen streiten, ist es nicht immer leicht, Ruhe und Frieden dabei zu wahren.

Wie endet der Streit in der im Herbst beginnenden Synode zum Thema Familie und Ehe? Schon jetzt kann man bei einem falschen Wort derbe in' s Fettnäpfchen treten, egal wo für man selber steht.

Schnell neigen wir dazu, uns in unsere Mauern unseres Glaubensverständnis zurück zu ziehen und mit dem Schwert von Bibel, Katechismus und Tradition aufeinander los zu schlagen. Doch was ist der rechte Glaube? Was ist Wahrheit?

Montag, 6. Juli 2015

Prälat in der Kälberhalle

Post von "Maria Vesperbild"
Mich erreicht per Email gerade ein Aufruf aus der Wallfahrtsdirektion von "Maria Vesperbild" aus dem wunderschönen Ziemetshausen in Dunkel-Süddeutschland (bei Augsburg). Dorthin hat es mich Norddeutscher - leider -  noch nie verschlagen. Was aber noch nicht ist, wird sich hoffentlich irgendeinmal ändern. Denn dort ist der Katholizismus noch in vollster Blüte. Das erkennt man auch an der Authentizität dieser Pressemitteilung. Gerne komme ich daher der Bitte nach, sie zu veröffentlichen:

Prälat in der Kälberhalle
Der populäre Augsburger Kabarettist „Herr Braun“ wartet in der Kälberhalle auf… Ja auf wen eigentlich? Das erfährt er erst, wenn der Talkgast vor ihm steht! Am Freitag den 10. Juli steht der Wallfahrtsdirektor von Maria Vesperbild, Prälat Dr. Wilhelm Imkamp vor ihm. Das ist auch für den erfahrenen Kabarettprofi eine echte Herausforderung. Also Freitag, 10. Juli, 19.30 Uhr „auf ein Bier mit …“ auf a.tv!

Ich freue mich schon auf eine unterhaltsame Sendung mit dem geschätzten Prälat Wilhelm Imkamp, dessen Buch "Sei kein Spießer, sei katholisch" ich mit Genuss gelesen habe. Schon aus diesem Grund sollte man sich die Sendung, falls irgendwie empfangbar, nicht entgehen lassen.

Notbehelf: Wenn die Kirchenorgel nicht mehr ertönt

Defekte Kirchenorgel (Bild aus unserer Pfarrkirche)
Die Orgel unserer Pfarrkirche ist defekt. Es wurde erfolgreich Geld gesammelt, damit sie repariert werden kann. Eigentlich könnte man denken, dass solche Reparaturen über den Kirchensteuerhaushalt gedeckt seien. Nach ca. 30 Jahren muss nämlich jede Orgel einmal saniert werden. Das ist nun mal genauso wie bei jedem Auto. Irgendwann landet jedes davon in einer Werkstatt. Doch weit gefehlt, die Reparatur von Orgeln müssen komplett aus Spenden der Gemeindemitglieder beglichen werden. Das "Offi", wie bei uns das hiesige Offizialat in Vechta genannt wird, übernimmt nichts.

Sonntag, 5. Juli 2015

Wenn der Stachel an der nötigen Andacht hindert

Am Sonntag gehe ich gerne etwas früher in die Kirche vor dem Sonntagshochamt. Die Zeit nutze ich gerne für mein Gesätz des Rosenkranzes, das ich im Rahmen der Gebetsgemeinschaft "Lebendiger Rosenkranz" täglich bete. Dabei fällt auf, dass viele gar nicht darauf achten, dass eine Kirche ein Ort des Gebetes und der Stille ist. Heute war es vor der Sonntagsmesse besonders laut. Einige Besucher betraten die Kirche und unterhielten sich relativ laut miteinander. Ich fühlte mich in meinem Gebet sehr gestört und versuchte aber zunächst, mich nicht vom Beten abhalten zu lassen. Da das Gespräch kein Ende nehmen zu schien, merkte ich, wie der Ärger in mich hoch stieg. Schließlich drehte ich mich um und zischte ein wenig, um die Leute zu signalisieren, dass sie ein wenig ruhiger würden.

Samstag, 4. Juli 2015

Die Sache mit der Beihilfe zum Suizid

Seit einigen Tagen wird ein Gesetzentwurf heftig diskutiert, der die Beihilfe zum Suizid regeln soll. Die Vorschläge reichen von einem kompletten strafbewehrten Verbot über ein Verbot organisierter "Sterbehilfe" bis zur völligen Straffreiheit für die Beihilfe zum Selbstmord. Argumentiert wird dabei häufig damit, dass Selbstmord nicht bestraft würde. Deshalb dürfe auch die Beihilfe zum Selbstmord nicht bestraft werden, wenn der Betroffene sich dies selbst wünsche.