Freitag, 12. Juni 2015

Heiligstes Herz! Liegt Christus mir wirklich am Herzen?

Heiligstes Herz Jesu
(C) Gemeinfrei
Heute feiert die Kirche das "Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu". Es entstammt eigentlich einer mittelalterlichen Frömmigkeit, die den Menschen allerdings ziemlich fremd geworden ist. Das Evangelium überliefert uns, dass nach dem Kreuzestod Christi ein Soldat mit der Lanze in sein Herz (Seite) gestoßen habe und dabei Wasser und Blut geflossen sei. Daraus interpretierten die Menschen, dass der Herr Jesus Christus mit seinem Kreuzestod die Gnadengaben der Sakramente an uns Spendet. Das Wasser ist das christliche Symbol für die Taufe, das Blut symbolisiert die Eucharistie.

Das Herz steht hierbei  nicht - wie heute oft verbunden wird - für das Gefühl, sondern die Seelenmitte eines Menschen. Das Herz hält Körper, Geist und Seele miteinander verbunden, es ist das Zentrum allen Lebens. Um wirklich Christ zu sein, müssen wir ihn in die Mitte unseres Denkens und Handelns unseres Leben stellen. Aller Glauben fließt aus der Seitenwunde Christi, aus seinem Herzen. Die wahre Mystik liegt darin, seinen Finger in die Seitenwunde zu legen, wie es der heilige Apostel Thomas tat, sich an das Herz des Herrn zu legen, wie es sein "Lieblingsjünger" Johannes tat.

Wie gelingt uns die enge Verbindung zu Christus? Durch die (eucharistische) Anbetung, den Empfang der Sakramente, durch die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu. So gesehen ist das heutige Fest sehr wichtig auch für unsere Zeit, in der die Neuevangelisierung so wichtig ist. Das heutige Fest lädt uns ein, die Freundschaft mit Christus zu intensivieren.

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