Freitag, 1. Mai 2015

Pastoralpläne mit offenen Fragen

Die Volkskirche ist längst zu den Akten gelegt. Wie kann der christliche Glaube in Zukunft in den Menschen verankert und in unserer säkularen Welt verbreitet werden? Eine Antwort sollen Pastoralpläne geben, die zur Zeit in allen Pfarreien im Bistum Münster erarbeitet werden sollen.

Exemplarisch dafür berichtet die Münsteraner Kirchenzeitung "Kirche + Leben" über die Arbeit in einer Pfarrei in Stadtlohn, die auch offene Fragen formuliert: "Wie geben wir Fernstehenden das Gefühl, dass auch sie dazugehören, willkommen sind" -"Wir wollen (als Kerngemeinde) alle einladen, aber haben wir auch für alle etwas, wohin wir sie einladen können?"

Für mich ist es entscheidend, ob es gelingt, hier die richtigen Antworten zu geben. Einladend wird die Kerngemeinde erst sein, wenn die Nachfolge Christi und seiner katholischen Kirche im Zentrum stehen. Wenn die persönliche Begegnung im Wort und beim "Brot brechen", der heiligen Eucharistie für alle lebendig wird. Eine anbetende Gemeinde wird ihre Strahlkraft ausüben. 

Wir werden uns auf das wesentliche konzentrieren müssen, alte Strukturen werden nicht mehr wie bisher weiter bestehen können. Auch wenn unsere Gemeinde nur noch ein kleines Häuflein bleibt;  wenn wir uns im heiligen Geist sammeln und senden lassen, werden wir zu einem Leuchtturm des Evangeliums und der Barmherzigkeit Gottes werden.

Doch der Weg ist noch weit dahin. Voraussetzung ist ein gutes Fundament im Glauben, gegründet in der Lehre der Kirche, wie sie in der heiligen Schrift und in den Katechismen verkündet wird. Eine Kirche kann nur bestehen, wenn ihre Glieder den überlieferten Glauben auch angenommen haben und weitertragen.

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