Donnerstag, 7. Mai 2015

Kritik und die Früchte des heiligen Geistes

Kritik ist heute in aller Munde. Auch ich bin davon nicht gefeit. Heute gilt es "Farbe bekennen!" Auch als Katholik urteilt man schnell über Entwicklungen und Menschen. Schnell wird aus einem Urteil eine Aburteilung und auch Diskreditierung anderer. Problematisch wird es schnell, wenn Kritik persönlich wird. Auch unter sich selbst als "Katholiken" bekennenden Leuten ist dies weit verbreitet. Kritisiert werden Verbandsmitglieder, Priester und Bischöfe. Und dies oft sogar von anonymen Internetnutzern. Haben sie das Recht dazu? Oder stellen sie sich auf eine Ebene, die allein Gott zusteht?

Andererseits ist es notwendig, Stellung zu Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft zu beziehen. Dies dient dazu, eine Reflexion über positive oder negative Trends zu fördern. Dabei ist aber zu hinterfragen, ob ein Gedanke oder das geschriebene beziehungsweise ausgesprochene Wort wirklich aus der Quelle des Heiligen Geistes entstammt. Die Früchte des heiligen Geistes sind: 1. Liebe, 2. Freude, 3. Friede, 4. Geduld, 5. Freundlichkeit, 6. Güte, 7. Langmut, 8. Sanftmut, 9. Treue, 10. Bescheidenheit, 11. Enthaltsamkeit und 12. Keuschheit. (Siehe Kompendium der katholischen Kirche)

An diesen Früchten muss sich jeder Blogger, jeder Teilnehmer an den sozialen Medien und jeder Mensch im Alltag messen. Und jeder Außenstehende kann daran schnell erkennen, ob ein Wort wirklich von einem ernsthaften Katholiken, eines praktizierenden Christen oder aus einer Quelle eines anderen Geistes stammen, von welchem man sich lieber fernhält. Wer an anderen kein gutes Haar lässt und sich selbst nie infrage stellt, da hält man besser ein wenig Abstand. Sowohl im realen wie auch im virtuellen Leben.

Gerade vor Pfingsten sind wir eingeladen, uns intensiver mit den Gaben und Früchten des Heiligen Geistes zu beschäftigen. Möge das pfingstliche Feuer auch uns erfassen, damit wir reichhaltige Spender der Früchte des heiligen Geistes werden und andere mit unserem Zeugnis entflammen.

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