Freitag, 15. Mai 2015

Koransuren im Deutschlandfunk

Heute morgen war ich ein wenig irritiert. Ich höre beim Autofahren gerne im Radio den Deutschlandfunk. Heute schallte mir eine Koransure entgegen. Und dies am Freitagvormittag. Ein Exeget legte ihn den Hörern aus. Es war für mich doch ein wenig ungewohnt, nun mit einem islamischen Unterricht im öffentlich-rechtlichen Radioprogramm konfrontiert zu werden. Sind wir jetzt schon so weit? Ist dies die Umsetzung von den Worten von Bundeskanzlerin Merkel, dass der Islam zu Deutschland gehört? Hat das Zentralkomitee der Muslime, welches bekanntlich linientreuer als unser deutsches Katholikenkomitee ist, trotz aller Pegida-Demos nun endgültig den Durchbruch in unserem deutschen "Abendland" erreicht? Ironie beiseite.

Ich zwickte mir in den Arm  und dachte darüber nach, wie es unseren muslimischen Landsleuten ergehen muss, wenn sie mit christlichen Gottesdiensten und Ansprachen im Radio "belästigt" werden. Außerdem dachte ich daran, dass unser christlicher Glaube Religionsfreiheit für jedermann postuliert. Dazu gehören auch Sendezeiten für Andersgläubige. Allerdings richtet die Sendereihe "Koran erklärt" sich gar nicht in erster Linie an Muslime. Vielmehr soll uns "Stammtisch"-Deutschen das heilige Buch der Muslime einmal "vorgestellt" werden, erklärt DLF-Intendant Willi Steul in einem Interview. Somit betrifft es also auch uns Christen. Wunderbar! Zumeist Wissenschaftler aus deutschen Unis erklären uns Deutschen, wie der Koran nach hiesigem Standard richtig ausgelegt werden soll.

Das schert weder türkische, arabische noch iranische Moslems, geschweige denn Salafisten. Unter dem Teppich kehrt unser Deutschlandfunk, dass es keine einheitliche Auslegung des Korans gibt. Je nach Koranschulen und Richtungen wird der Koran ganz unterschiedlich interpretiert. Was werden die Salafisten. Wahabiten oder extremistischen Schiiten von den Exegesen Münsteraner Islam-Professoren halten? Sie werden wohl mit dem Kopf schütteln. Dennoch wird es denen vielleicht sogar sehr recht sein, wenn solche Sendungen im deutschen Programm sind. Auf diese Weise wird die Tür für die Infiltration ihrer Ideologien in unsere westliche Gesellschaft einen Schritt mehr geöffnet. Nein, ich will die Sendung nicht verdammen, aber ich mache mir so meine Gedanken und Sorgen darüber.

Wenn wir uns schließlich an die Koransuren im Ohr gewöhnt haben, dann wären Freitagsgebete und Gebetsrufe im TV und Radio  der nächste Schritt. Vor der abendlichen Tageschau hören wir dann ein kräftiges „Allāhu akbar“ ("Allah ist groß!") Na, denn ...

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