Freitag, 8. Mai 2015

Heute tagt die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken

Die "Förderung des Apostolats der Kirche" und die "Koordination des Laienapostolates" hat sich das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) nach eigener Aussage zur Aufgabe gestellt. Das Gremium ist ein Zusammenschluss von Vertretern katholischer Verbände, Diözesanräten und weiteren Persönlichkeiten katholischer Konfession. Das Laiengremium trifft sich heute und morgen (8./9. Mai 2015) zur Vollversammlung in Würzburg.

Eigentlich wäre es die Aufgabe des ZdK, die überlieferte Lehre der Kirche in unsere Welt zu tragen und den Papst und die Bischöfe in der Verkündigung des Evangeliums zu unterstützen. Aber die Gremienkatholiken haben sich zum Sprachrohr der Kirchenkritiker und politischen "Reformer" instrumentalisieren lassen, Ein Beispiel dafür ist die nicht enden wollende Diskussion über die Wiederzulassung von "Wiederverheirateten" zu den Sakramenten.

Nach geltender Lehre der Kirche ist eine zweite Ehe nach einer Ehescheidung eine schwere Sünde, die von den Sakramenten der Kirche ausschließt. Diese Lehrgrundlage habe aber selbst für "kirchengebundene Katholiken" (Wer soll dies eigentlich sein?) "kaum noch Bedeutung für die eigene Lebensführung". Nun sucht das ZdK nach Wegen, die es "Wiederverheirateten" erlauben, trotz des Widerspruchs ihres Lebensstils zur katholischen Lehre voll am kirchlichen Leben teilnehmen zu können. (Siehe Bericht zur Lage 2013 von Präsident Aloys Glück)

Hier stellt sich für viele gläubige Katholiken die Frage, ob das ZDK eigentlich seine eigene Grundlage, den katholischen Glauben, verloren hat. Brauchen nicht auch unsere Gremien- und Verbändekatholiken dringend eine Neuevangelisierung? Sind die katholischen Verbände zu reinen sozialpolitisch orientierten Verbänden verkümmert? Haben die Gebote Gottes und die überlieferte Lehre der Kirche für sie nur noch eine Randbedeutung?

Viele bekennende Katholiken grenzen sich von dieser Art des Verbandskatholizismus ab. "Mich vertritt nicht das ZdK!" So lautet ihre Parole. Andererseits darf man - im Gegensatz zu den sogenannten Kirchenvolksbewegungen - die Bedeutung des ZdK in Kirche und Gesellschaft nicht unterschätzen. Es ist auch hier wichtig, dass der heilige Geist in allen Gremien und Verbänden weht. Daher sollten wir alle für unsere Brüder und Schwestern beten, die sich im ZdK und in katholischen Verbänden und Vereinen engagieren. Genauso wie wir es auch für alle Teilnehmer an der kommenden Familiensynode im Herbst tun sollten.

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