Sonntag, 17. Mai 2015

Bloggerkollege regt sich über Blumen-Posting vom Bistum Münster auf

Bloggerkollege Mons. Corpasini kritisiert die Öffentlichkeitsarbeit des Bistums Münster. Auf Facebook hatte das Bistum ein Bild (Foto: Stux CC0 1.0) mit Tulpen mit einem meditativen Text veröffentlicht, welches dem Blogger gar nicht gefiel,


Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit.Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid.Ein bisschen mehr Wahrheit...
Posted by Bistum Münster on Mittwoch, 13. Mai 2015


Corpasini hat zwar nicht ganz unrecht: Im Beitrag fehlt jeder Bezug zum Glauben. Er hätte auf jedem Blumen- oder Wellnesportal ebenso gepasst. Aber seine Kritik finde ich ein wenig überzogen. Es gibt weitaus schlimmere Beiträge auf "katholischen Angeboten", man denke zum Beispiel an das #OMG-Tumlr Blog von katholisch.de, auf welchem nicht selten unser Glaube im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz (!) ganz offiziell durch den "Kakao" gezogen wird.

Die harsche Kritik des Kollegen Corpasini (ein Impressum fehlt auf seinem Blog) macht mich ein wenig nachdenklich: Sind wir katholischen Blogger nicht angetreten, es besser zu machen? Die Schönheit unseres Glaubens zu verbreiten? Corpasini führt seinen Rundumschlag gegen die Münsteraner in seinem eigenen Blog noch weiter aus. Auf dem Münsteraner Angebot gäbe es zu wenig Glaubenscontent, bemängelt er. Kritik ist das eine. Er muss sich aber selber, wie alle Blogger, fragen lassen, ob sein eigenes Blog unseren Glauben für Outsider anziehend darstellt. Die Finger der mit dem Zeigefinger ausgestreckten Hand zeigen immer auf die eigene Person zurück.

Corpasini tweetete, er wolle sich beim Bistum Münster als "Social Media Horst" (!) bewerben. Der Berliner Blogger kann mit einem eigenen Blog anfangen und Werbung für die Berliner Kirche machen, die er nicht selten kritisiert. Man muss sich schon entscheiden, ob man für unsere Kirche werben oder sie kritisieren will. Herzliche Grüße eines Katholiken im Bistum Münster nach Berlin!

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