Freitag, 1. Mai 2015

Bischof Genn: Jugendverbände sollen sich auf ihre "christlichen Wurzeln" besinnen

Der Bischof von Münster Dr. Felix Genn hat sich mit den Spitzen der oldenburgischen Jugendverbände. Darüber berichtet die Bistumszeitung "Kirche + Leben". Die Jugendverbände seien kein "Auslaufartikel", sagte Bischof Genn. Er ermahnte die Jugendverbände zu "klaren Zielen" und einer ernsthaften Besinnung auf die christlichen Wurzeln. Die Antwort auf islamistischen Terror könne niemals Fremdenhass sein. "Wir können nur Christen bleiben, wenn wir nicht fremdenfeindlich sind," wird der Münsteraner Bischof zitiert.

"Ganztagsschulen geradezu gefährlich" 

Bischof Genn soll sich kritisch  gegenüber Ganztagsschulen geäußert haben. Dadurch würden die Schüler unter immer größeren Leistunsdruck gestellt. Die Jugendverbänden hätten eine wichtige Aufgabe mit der der Vermittlung und christlichen Werten. Früher habe man das christliche Wertefundament in der Großfamilie erlernt. Heute würden die Verbände eine immer wichtigere Rolle spielen, einer Vereinsamung entgegenzuwirken.

"Wir können nicht alles wie bisher machen"

Allerdings müssten die Verbände sich auf die veränderte Situation in Zeiten der Ganztagsbeschulung einstellen, weil viele Kinder von der Gruppenarbeit ferngehalten würden, Dabei soll der Bischof auch auf den Pastoralplan verwiesen haben. Er wird im Bericht mit den mahnenden Worten zitiert: "Wir können nicht alles erhalten."

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