Freitag, 29. Mai 2015

Am Dreifaltigkeitssonntag bin ich im Festrausch

Am ersten Sonntag nach Pfingsten, dem Dreifaltigkeitssonntag, feiert die Kirche die heiligste Dreifaltigkeit. Der Glaube an die Dreifaltigkeit ist eins der schwierigeren Dogmen (Lehrsätze) der christlichen Kirche. Christen glauben an den Vater, den Sohn und den heiligen Geist. Drei Personen des einen wahren Gottes. Der Vater ist der Schöpfergott, der alles erschaffen hat. Sein Sohn ist Jesus Christus, gezeugt durch den Heiligen Geist, nicht geschaffen. Er wurde geboren aus der Jungfrau Maria (Weihnachten), wurde gekreuzigt und starb (Karfreitag). Er überwand Tod und Sünde und stand von den Toten auf. (Ostern) Er fuhr in den Himmel auf (Himmelfahrt), wo er zur Rechten des Vaters sitzt. An Pfingsten wurde das Feuer des Heiligen Geistes in den Seelen der Gläubigen entzündet, der die Kirche begründet und sie leitet.

In meinem anderen Blog schrieb ich einmal einen Beitrag zur Dreifaltigkeit und erhielt sofort eine Antwort von einem Zeugen Jehovas, der mich von meinem "Irrglauben" bekehren wollte. Denn die Zeugen Jehovas lehnen diesen Glauben ab. Es dauerte eine längere Zeit, bis ich ihn überzeugen konnte, dass er mich von meinem Glauben nicht abbringen kann. Muslims lehnen ebenfalls diese Glaubensansicht ab, da die Dreifaltigkeit dem Glauben an den einen und wahren Gott (Allah) widersprechen würde. Gemeinhin wird Dreifaltigkeit selbst unter konfessionellen Christen kaum noch verstanden und von vielen Menschen daher auch abgelehnt.

Die christliche Religion ist der einzige Glaube an einem den Menschen zugewandten Gott, der sich selbst erniedrigt, um ihnen nahe zu sein. Der uns durch den heiligen Geist auch heute noch Beistand leistet. Somit ist das Dreifaltigkeitsfest eigentlich ein besonders wichtiges christliches Fest. Traditioneller Weise wird aber genau an diesem Wochenende alljährlich Volksfest in meinem Dorf gefeiert. Als Lokalreporter bin ich drei Tage lang auf dem Volksfest, um dort 2.000 Bilder zu fotografieren und nebenbei auch das eine oder andere Bier in fröhlicher Runde zu trinken und mitzufeiern.

Für mich gehören Volksfeste zum Leben. Man muss sie feiern wie sie fallen. Ich lebe in meinem Dorf und Gemeinschaft zu pflegen und zu feiern finde ich sehr wichtig. Wir müssen unsere Gemeinschaften kultivieren, egal ob es Familie, der Kirchenchor oder auch die Dorfgemeinschaft ist. Ich bin in vielen Vereinen und in der CDU Mitglied und bringe mich in meine Umwelt aktiv ein. Dennoch heißt dies nicht, dass ich mir selbst am Volksfest nicht ausreichend Zeit nehme, um auch dem dreifältigen Gott die Ehre zu geben. Im Morgengebet und natürlich auch der Mitfeier der heiligen Messe. Selbstverständlich gehe ich auch am Volksfestsonntag morgens ins Hochamt, wenn viele andere ihren Rausch von der Party am Vorabend noch auskurieren oder bereits wieder feiern.

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