Donnerstag, 23. April 2015

Was uns der Hl. Georg auch heute noch zu sagen hat

Georg und der Drache
Quelle: Ök. Heiligenlexikon
(C) Gemeinfrei
Ein Namenstag lädt immer wieder dazu ein, auch über den Patron und seine Mission in unserer Welt nachzudenken. Ich habe dies anlässlich meines Namenstages schon heute morgen bereits getan, aber im Verlauf des Tages haben mich weitere Gedanken über den Heiligen Georg beschäftigt.

Der Märtyrer wird als Drachentöter dargestellt, einer der mit Tapferkeit und Ritterlichkeit gegen das Böse kämpft, den Schwachen zur Seite steht. Der bereit ist, für seinen Kampf für das Gute sein Leben zu riskieren.

Seine Attribute sind Tapferkeit, Ritterlichkeit, Höflichkeit und Nächstenliebe. Werte, die auch heute dringend gebraucht werden. Wo ist heute der "Drache", dem heute der Kampf angesagt wird? Er kommt nicht unbedingt in Gestalt eines feuerspeienden Ungetüms entgegen. Aber ihn gibt es dennoch auch heute in mannigfaltiger Gestalt.


Zum Beispiel in Gestalt von verblendeten Terroristen, die wegen ihres Irrglaubens oder ihrer politischen Gesinnung andere hinrichten. Meistens kommt beides (Ideologie und Machtstreben) zusammen. Da braucht es mutige Staatsmänner  und im besonderen Fall auch Soldaten, die das Schlimmste unterbinden. Auch Rettungskräfte wie Feuerwehr und Seerettungsdienste, manchmal Besatzungen von Handelsschiffen sind die mutigen Vorreiter des heiligen Georgs, die Hilflosen in Katastrophen vor dem sicheren Tod retten.

Ebenso viel Mut verlangt heute ein klarer Standpunkt in Politik und Gesellschaft für das Gute, welches letztendlich im Willen Gottes uns offenbart wird. Nächstenliebe und Höflichkeit, auch Feindesliebe sind heute absolut notwendig. Das Böse bekämpfen und für das Gute einstehen, dass ist das Programm, welches uns der hl. Georg auf dem Weg gibt. Der Heilige Georg ruft uns auf, uns in den Dienst zum Nächsten zu stellen. Der Nächste ist nur unsere Familie oder Freundeskreis. Sondern jeder Mensch, der uns begegnet.

In der globalen Welt sind wir alle miteinander verbunden. Unsere Brüder und Schwestern sitzen auch in Afrika, im Flüchtlingsboot vor Griechenland und im Iran. Kein Mensch kann sich seiner Verantwortung entziehen, behaupten, ihm ginge das Leid anderer nichts an. Keiner kann sagen, er habe nichts gewusst.

Auf die Fürsprache des heiligen Georgs bete ich, dass allen Menschen, die diesen wunderbaren Namen tragen, immer mehr gelingt, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Dass uns der Mut und der Sinn, uns immer für das Gute uns einzusetzen, niemals verloren gehen.
Heiliger Georg, du hast in deinem Leben erfahren, dass Dienen hart sein kann. Gib uns die Tapferkeit, die wir brauchen, um unsere Kraft und unser Können in den Dienst des Nächsten zu stellen. Gib denen, die über uns herrschen, Ehrlichkeit, Demut und mitmenschliches Verstehen für unsere Sorgen. Quelle: Vierzehnheiligen.de 

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