Freitag, 17. April 2015

Papst Franziskus: Wie man den Groll überwindet

Die heutige Predigt von Papst Franziskus ist mir heute wohl auf dem Leib geschrieben. Ich gebe schnell dem aufsteigenden Gefühl des Zorns nach, wenn mir etwas gegen den Strich läuft. Dann handele ich oft aus dem Bauch heraus. Dabei überlege ich mir nicht, ob "Recht haben" auch "Gutes tun" entspricht. Allein heute ist mir das schon zwei Mal passiert. Papst Franziskus predigte bei seiner Morgenmesse in Santa Marta  über die "Gnade der Nachahmung Christi". Er legte anhand der Tageslesungen aus, wie man dem instinktiven Gefühl aufsteigenden Hasses entgegentreten könne:

„Nimm dir Zeit. Das nützt uns, wenn wir schlechte Gedanken gegen andere hegen, wenn wir schlechte Gefühle hegen, wenn uns jemand unsympathisch ist, Hass, dies nicht wachsen lassen, einhalten, sich Zeit nehmen. Die Zeit harmonisiert die Dinge und lässt uns das Rechte in den Dingen erkennen. Wenn du aber im Augenblick des Zornes reagierst, dann wirst du gewiss ungerecht sein. Du wirst ungerecht sein. Und auch dir selbst wirst Schlechtes tun. Das ist der Rat: die Zeit, die Zeit im Augenblick der Versuchung“.

Im Grunde weiß ich es, aber leider vergesse ich es immer wieder. Das heißt für mich Üben und daran arbeiten! Wie gut ist es, dass man immer wieder eine Chance für den Neuanfang gibt, solange man lebt. 

Auf kath.net bringt Armin Schwibach fast täglich Zusammenfassungen der Predigten des Papstes. Auf diese Weise lernt man dessen Denkweise immer besser zu verstehen. Dies sind sehr wertvolle Beiträge zur Glaubensvertiefung.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen