Donnerstag, 23. April 2015

Heute feiere ich meinen Namenstag

Ikone: Georg tötet den Drachen
(C) Gemeinfrei.
Quelle: Ökumenische Heiligenlexikon
Heute ist der Gedenktag des Hl. Georgs, des Märtyrers. Gemeinhin wird er als Ritter auf einem Pferd gezeichnet, der einen Drachen tötet. Es ranken sich, wie so oft, viele Legenden um den Heiligen. Mehr dazu hier oder hier.  Der hl. Georg wird als einer der 14 Nothelfer in der Kirche ganz stark verehrt.

Der Name spielt eine besondere Rolle. In unserer Lokalzeitung erscheint zur Zeit regelmäßig eine Kolumne über die Bedeutung bei uns weit verbreiteter Nachname. Häufig weisen die Namen etwas über den Beruf oder den Wohnort eines Menschen aus. Da damals die Berufe meistens an ihre Söhne weitervererbt wurden, wurde, konnten die Menschen Familien auf diese Weise immer zuordnen.

Im Zuge der Christianisierung erhielten die Getauften den Namen eines Heiligen als unterscheidendes Kennzeichen. Somit wurde der Namen auch das Bekenntnis zum christlichen Glauben. Der Name soll auch die besondere Verbindung zum Heiligen, der den gleichen Namen trägt, bezeugen. Der Namenspartron gilt als Fürsprecher bei Gott, aber auch als Ansporn dafür, ihm nachzuahmen: Der Name Georg steht für Ritterlichkeit, Tapferkeit, Nächstenliebe und Höflichkeit.

Die Tradition, den Namenstag zu feiern, gibt es allerdings erst sehr spät. Aber meine Großeltern und Eltern haben ihn früher mehr als ihren Geburtstag gefeiert. Seitdem ich mich wieder zur Kirche bekenne, feiere ich den Namenstag sehr gerne. Wenn es möglich ist, besuche ich die Heilige Messe in der Propsteikirche der Kreisstadt Vechta, weil sie dem hl. Georg geweiht ist. In Vechta gibt es übrigens auch die Georgsritter und den Georgsverein. In meiner Familie taucht der Namen Georg neben Clemens sehr häufig auf. Mein Urgroßvater, mein Onkel und ich heißen so.

Meinen Geburstag feiere ich mit Freunden, meinen Namenstag begehe ich eher bewusst religiös und spirituell. Natürlich gibt es aber besonderes leckeres Esssen und nachmittags Kuchen zum Kaffee.

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