Donnerstag, 2. April 2015

Gründonnerstag - Das große Geschenk der Eucharistie

Das Triduum Sacrum, die drei heiligen Tage, beginnen mit dem Gründonnerstag. Er schenkt uns die heilige Eucharistie. Bei jeder heiligen Messe wandelt er Brot und Wein in Leib und Blut und wird uns in diesen Gestalten gegenwärtig. Er möchte sich mit uns auf innigste vereinen. Mit der Kommunion wird er für uns zur Nahrung, um uns zu stärken.


Die Eucharistie bleibt ein großes Geheimnis, welches wir nur durch den Glauben annehmen können. "Das Brot, das ich euch geben werde, ist Mein Fleisch für das Leben der Welt" (Johannes 6). Erst im Glauben eröffnet es sich, ansonsten bleibt es nur eine hohle Tradition. Eine Gewohnheit ohne Geist. Die Eucharistie ist die Vergegenwärtigung des Opfers, welches Christus für uns am darauffolgenden Karfreitag vollzieht. Er gibt sein Fleisch und Blut hin zur Sühne unserer Sünden. Er möchte uns aufrichten.

Doch was ist unsere Antwort auf sein Liebesangebot? Viele gehen an Jesus achtlos vorbei, sie haben keine Ehrfurcht mehr vor ihm.Wir denken an die fehlenden Kniebeugen, die mangelnde Andacht während der Messe, sogar in den heiligsten Momenten während des Hochgebetes und der Wandlung. Oder denken wir an die oft ehrfurchtslose Weise des Kommunionempfangs. Wir denken an die Nichteinhaltung des Sonntagsgebotes, welches auch heute für jeden Katholiken gilt.

Ohne Ehrfurcht können wir Christus niemals tiefer begegnen, ihn nicht auf den Weg zum Kalvarienberg zum Kreuz begleiten. Wir werden das Ostergeheimnis niemals ergründen. Bitten wir den Herrn zu mehr Ehrfurcht, damit wir uns mit ihm umso inniger vereinen können, damit wir uns wahrhaft Christen nennen können.

Die Gedanken zu dieser Betrachtung wurden beeinflusst durch das Buch "Die rechte Mitfeier des Kirchenjahres prägt unser christliches Leben" von P. Palmatius Zilligen, Kapitel "Gründonnerstag" Seite 165 ff.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen