Freitag, 17. April 2015

Gebet vor dem Tabernakel verhindert Einbrüche in Kirchen

Die Einbruchszahlen in Kirchen bleiben im Bistum Münster seit 2010 konstant hoch, berichtete die Bistumszeitung "Kirche + Leben". Jährlich wird im Land Nordrhein-Westfalen 600 bis 800 Mal (!) etwas aus Kirchen gestohlen oder werden Gegenstände in Kirchenräumen beschädigt. Der materielle Schaden sei zumeist gering, schwerwiegender seien die religösen und kunsthistorischen Auswirkungen. Je säkularer die Gesellschaft wird, desto gefährdeter seien die Kirchen, folgert die Kirchenzeitung und begründet das damit, dass die Kirchen häufig leer sind, weil die Beter während des Tages fehlen. 

Kirchen, in denen Menschen sich auch tagsüber häufig aufhielten, würden hingegen selten von den Langfingern aufgesucht. Die Tradition, eine Kirche auch während des Alltags für einen kurzes Gebet aufzusuchen, ist vielerorts ganz verloren gegangen. Auch in meiner Heimatgemeinde sind die Kirchen oft stundenlang leer. Ab und zu besucht aber doch jemand die Kirchen. Auch unsere Küster sind regelmäßig dort, so muss jeder damit rechnen, dass man ihn entdeckt. Geklaut wurde an unseren Kirchen bislang fast nichts, allerdings bauten Kriminelle zweimal die Kupfer-Dachrinnen ab.

Die beste Lösung wäre es, die Tradition, vor dem Tabernakel zu beten, wieder neu zu beleben. Einmal am Tag ganz kurz die Kirche für ein Gebet aufzusuchen. Dazu sind wir alle berufen. Der Tabernakel ist die Mitte unserer Kirche, vor der wir uns versammeln und das Allerheiligste anbeten sollen. Papst Benedikt XVI betonte, wie wichtig dies ist:

Begegnet Ihm in der heiligen Eucharistie, geht in die Kirche, um Ihn anzubeten, und kniet vor dem Tabernakel nieder: Jesus wird Euch ganz mit seiner Liebe erfüllen und Euch die Gedanken seines Herzens offenbaren. Wenn Ihr auf Ihn hört, werdet Ihr immer tiefere Freude darüber empfinden, ein Teil seines mystischen Leibes, der Kirche, zu sein, der Familie seiner Jünger, die innig verbunden ist in der Einheit und in der Liebe. Zudem werdet Ihr es lernen, Euch mit Gott versöhnen zu lassen, wie der Apostel Paulus gesagt hat (vgl. 2 Kor 5,20). PAPST BENEDIKT XVI. Quelle: Adoratio et missio

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