Samstag, 18. April 2015

Erschreckende Meinungen zu Bootsflüchtlingen

Vielen Menschen ist das Schicksal von Flüchtlingen ziemlich egal. Hauptsache, sie kommen nicht in unser reiches Deutschland. Grünen-Vorsitzende Simone Peters teilte auf Twitter einen Link zu einem Kommentar von Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung.
Man kann zur Flüchtlingspolitik der Grünen durchaus kritisch stehen. Schließlich hat die Bundesregierung während der rot-grünen Koalition nicht viel mehr zur Lösung des Problems erreicht, wie die derzeitige schwarz-rote Koalition. Die Ursache, dass so viele Menschen ihr Leben riskieren, liegt in den ärmlichen Verhältnissen ihrer Herkunftsländer. Zum Teil werden sie wegen ihrer Religion verfolgt.

Die meisten Flüchtlinge landen nicht bei uns, sondern in Ländern, die ohnehin in einer großen Wirtschaftskrise stecken. Aber jedes Land mit einer westlichen Kultur war bislang bereit, ertrinkende Menschen zu retten. Diese Einstellung teilen aber längst nicht alle Zeitgenossen mehr.

Dieser Tweet hat mir wirklich auf den Magen geschlagen. Ich glaube, dass er stellvertretend für nicht wenige Leute steht. Dazu braucht man nur in Foren und Soziale Netzwerte zu diesem Thema zu schauen. Auch dieser Tweet zeigt mir den schlimmen Zustand in unserer Gesellschaft an. Denn Leute, die in so einer Haltung verharren, haben sich sich selbst gerichtet. Aus der Gerichtsrede in Matthäus 25,31ff:
41 Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! 42 Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; 43 ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht. 44 Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? 45 Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. 46 Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.

Nehmen wir uns ein Beispiel an Mutter Teresa, die zu den Ärmsten und Ausgestoßenen gegangen ist. Jeder Mensch ist von Gott geliebt. Auch Papst Franziskus hat die Flüchtlinge in Lampedusa besucht und der Welt demonstriert, dass wir für sie sorgen müssen. Dieser Verpflichtung darf sich unser reiches Land niemals entziehen.

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